Kiran Ahluwalia – Aam Zameen: Common Ground
7. Dezember 2011
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Die Indo-Kanadierin hat sich mit diesem Album einen langen Traum erfüllt: Sie holte die Wüstenrocker von Tinariwen und Terakaft ins Studio und experimentierte – erfolgreich.
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Mustt Mustt, Rabba Ru, MataDJem
Kiran Ahluwalia hat sich mit ihren Songs im Stil der Ghasel-Tradition, eingepackt in westliche Arrangements, einen Platz als Kulturvermittlerin ersungen. Dass sie nun ihre Stilvielfalt gleichzeitig nach Pakistan und in die Sahara ausdehnt hat mit einem Konzerterlebnis zu tun: Sie sah vor einigen Jahren per Zufall Tinariwen bei einem Konzert in Toronto und war von der Direktheit ihrer Musik fasziniert. Der effektive Kontakt und ein Teil der Produktion kam dank den Verbindungen von Justin Adams zustande.
Mustt Mustt, der Sufi-Klassiker den der grosse Nusrat Fateh Ali Khan bereits rund um die Welt getragen hat, ist denn auch ein Glücksgriff für die Zusammenarbeit Ahluwalia und Tinariwen. Für die Zusammenarbeit mit Terakaft griff Ahluwalia auf ein Lied von Tinariwen zurück, und ergänzte es mit einem Gedicht von Punjabs berühmtester Poetin, Amrita Pritam. Dort, wo sich die so unterschiedlichen Soundwelten aus der Sahara und dem indisch-persischen Raum die Balance halten, hat das Album seine starken Seiten. Einige der anderen Songs entwickeln nicht denselben Sog und wirken oft zu aufgesetzt, leben weniger aus sich selbst heraus.
Wo sich die Klangwelten aus dem Punjab und der Sahara treffen hat diese Produktion einige Glücksmomente.
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Martha Wainwright – Piaf Record
4. Februar 2010
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Eine neue Interpretation muss sich immer mit dem Original messen – Martha Wainwright braucht den musikalischen Vergleich mit der Originalinterpretin, Edith Piaf, nicht zu fürchten.
Neben Essen und Kleidung gehörte wohl die Musik zur Grundausstattung des Wainwrightschen Haushalts: Vater Loudon Wainwright III machte sich einen Namen als Singer-Songwriter und Schauspieler, Mutter Kate stammt aus der Folk-Musikerdynastie der McGarrigle. Nicht erstaunlich deshalb, dass sowohl Martha wie auch Bruder Rufus Musiker wurden. Die Songs der Piaf gehörten für Martha zu den frühesten musikalischen Erinnerungen. Auf der eigenen Homepage erzählt sie von der Nähe zu Piaf:
Lhasa – The Living Road
5. Januar 2010
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Mit diesem Album sang sich Lhasa 2003 in die Herzen des grossen Publikums, mit «The Living Road» machte sie den Schritt vom Geheimtipp zum stillen Star.
Das Leben von Lhasa de Sela war ein Leben unterwegs. Sie verbrachte einen Grossteil ihrer Jahre „on the road“: Als Kind im Wohnwagen ihrer Eltern unterwegs in Mexiko und ganz Nordamerika, als Erwachsene zwischen Kanada und Europa, als Künstlerin zwischen der Malerei und der Musik. Sie bearbeitete, was immer Bildhaftes sich in ihrer Existenz einnistete. Dabei spielte die Stimmung eine grössere Rolle, als der Stil oder die Sprache. Am 1. Januar 2010 verlor sie in ihrer Wahlheimat Montreal ihren Kampf gegen den Krebs.
Zachary Richard – Travailler… Anthologie 1976 – 1999
20. Juni 2009
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Zack folgt keinem Karriereplan, sondern seinen Musen und Dämonen. Das Hadern mit sich und der Welt hat uns einige wunderschöne Klassiker beschert.
Zachary Richard ist Cajun mit Herz und Seele. Wenn er von seiner von seinem Louisiana erzählt, dann ist es das französisch sprechende Louisiana, wo Akkordeon, Gitarre und Geige das Tanzbein zum schwingen bringen. Aber in dieser Sammlung entdeckt man auch einen Musiker, der sich am Blues, am Rock, und an der Kirchenmusik geschliffen hat. Seine ersten ERfolge feierte er nicht in der eigenen, sondern in der selbstgewählten Heimat Montreal, und Québec, dem französisch sprechenden Teil von Kanada.
Lhasa – Lhasa
25. April 2009
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Sie beeilt sich nicht, die Sängerin/Songschreiberin aus Kanada. Weder in ihren Songs, noch mit der Produktion ihrer Werke.
Die Songs von Lhasa de Sela wuchsen bisher auf den kulturellen Grenzlinien zwischen der englischen, der französischen und der spanischen Kultur. Genauer: in jenen Regionen, wo sich diese Kulturen überschneiden – Mexiko, USA und Kanada. Waren die letzten Alben gut instrumentiert, die Arrangements für die Aussagen der Lieder mitverantwortlich, so pinseln Pedal Steel Gitarre, Harfe oder ein einsames Piano jetzt mehr musikalische Atmosphären. Die Stimme steht im Vordergrund und trägt die Songs fast alleine.
The Duhks – Fast Paced World
24. Januar 2009
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Jeder hat eine Lieblings-Radiosendung. Es könnte sein, dass The Duhks ihre Lieblingssendung werden – denn sie bieten einen ganzen Kosmos von Songs und Stilen.
Ihr offizielles Label in den Gestellen und Datenbanken ist «Folk». Das ist etwas gar kurz gegriffen. Oder es würde höchstens die Instrumentierung des Quintetts beschreiben: Gitarren, Banjo, Perkussion, Mandoline – und viele Stimmen. Als Folk könnte man auch eine Haltung der Band beschreiben, die da wäre: Lebe ökologisch bewusst, sorge dich um Nachhaltigkeit. Deshalb hat die Band auch gleich ihr eigenes Nachhaltigkeitsprojekt gestartet: www..greenduhks.com.
Kiran Ahluwalia – Wanderlust
17. Januar 2009
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Der Wanderweg aus Indien über Kanada nach Europa ist lang – darum erschien diese CD jenseits des Ozeans bereits 2007, bei uns in old Europe, begleitet mit einem neuen Coverbild, erst 2008.
Kiran Ahluwalia hat ihre musikalischen Wurzeln in der Kunst des Ghasel, der Liebeslieder-Tradition aus dem kulturellen Grenzbereich zwischen Arabien und Indien. Sie nahm diese Musik aus ihrer Heimat Indien mit und giesst sie in ihrer jetzigen Heimat, Kanada, in moderne Formen. Auf ihren Konzertreisen mit ihrem CD-Erstling, der ihren Namen trägt, kam sie in Portugal mit dem Fado in Kontakt. Eine Begegnung, die sich in zwei Songs auf der neuen CD niederschlug, in denen sie von Musikern aus dem Umfeld von Mariza begleitet wird.



