Cesária Evora – Nha Sentimento
7. Dezember 2009
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Die grosse Dame der kapverdischen Musik legt ein neues Album vor – und überrascht mit neuen Klängen. Nun reicht ihre Sehnsucht von Kolumbien bis Ägypten.
Von der Diva der kapverdischen Inseln erwartet man etwas vorschnell einfach jene Mornas, für die sie weltberühmt wurde. Aber Cesária hat die Lust auf Neues nicht verloren. Es sind nicht grosse, abwegige Experimente, auf die sie sich einlässt, und das Album braucht einigen Anlauf, um die neuen Farben offen zu zeigen. Der Erfolg ihrer jungen Kolleginnen wie Lura oder Mayra Andrade scheint die Diva beflügelt zu haben: Dieses Album tanzt.
Mayra Andrade: Lua
25. August 2009
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Mayra Andrade: Lua
Ihre aktuelle CD heisst Stória, Stória
Mayra Andrade – Stória, Stória
11. August 2009
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Die musikalische Weltenbummlerin mit kapverdischen Wurzeln hat in Frankreich, Brasilien und auf Kuba ihr aktuelles Album eingespielt – reich an Sounds und Rhythmen.
Zur Welt gekommen auf Kuba, auf den Kapverden aufgewachsen, aber auch in Angola, Deutschland oder Senegal zuhause, singt Mayra auch gerne mal auf Französisch. War das Album «Navega» (2006) das Statement einer jungen Sängerin von den Kapverden, so stellt sie jetzt all die anderen Einflüsse, die sie auch geprägt haben, gleichberechtigt daneben. Die Touren rund um die Welt haben ihr Beziehungsnetz vergrössert, und zusätzliche Klarheit in der Interpretation gebracht. Sicher steht sie hinter den Melodien, die mal als verdrehten Walzer daherkommen, mal auf einem Trommelteppich etwas rauher, oder eingebettet in eine Streicherwolke zartbitter tönen.
Musiques Métisses – Afrique Atlantique
1. August 2009
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Lieder aus Ländern entlang der Westküste Afrikas von Angola bis Senegal. Christian Mousset hat sich eine Visitenkarte seines Festivals zusammengestellt.
«Musiques Métisses» heisst das Festival von Christian Mousset. Es ist eine der angesehensten Adressen im französischen Festivalkalender. Deshalb darf man fast blind darauf vertrauen, dass dieser Mann seine Compilations nicht nach markttechnischen Kriterien zusammenstellt, sondern aus Liebe zur Musik und den Musikern. Wahrscheinlich standen alle schon mal in Angoulême auf der Bühne, und dies ist so etwas wie ein thematischer Rundgang durch die CD-Sammlung des Festivaldirektors. Für Weltmusik-Entdecker ein verlässlicher Führer, und für Kenner hat er doch noch die eine oder andere Trouvaille dabei.
Sara Tavares – Xinti
25. Juni 2009
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Sara Tavares ist eine Seidenhändlerin und bietet nur ganz fein Gewobenes an. Das dritte Album der portugiesischen Sängerin besticht vor allem als Gesamtwerk.
Für viele Weltmusik-Hörer war das letzte, „richtige“ Album von Sara Tavares, «Balancê», der Ohröffner. Titel wie „Bom Feeling“ oder „Balancê“ die Ohrwürmer. In ihrer Heimat ist Sara schon lange mehr als nur ein Geheimtip. Das verdankt sie vor allem einer grossen Bühnenpräsenz: ihre Konzerte bleiben in der Erinnerung der Besucher noch lange haften. Ein solches erschien als DVD «Alive in Lisboa» 2008. Die dritte Produktion ist ein dichtes Songschreiberin-Album. Ohrwürmer sind nicht sofort auszumachen, Zartheit überwiegt.
Teofilo Chantre – Viajá
21. Mai 2009
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Die fünfte Solo-Produktion des kapverdischen Songschreibers weitet den musikalischen Horizont enorm aus – die Sehnsucht beginnt zu tanzen.
Die musikalische Bekanntheit von Teofilo Chantre ist klar mit dem Erfolg seiner berühmtesten Interpretin, Cesaria Evora, verbunden. Für sie schrieb er drei Songs für jenes Album, das der Diva zu internationalem Erfolg verhalf, Miss Perfumado. Und er ist ihr seither als Songschreiber treu geblieben. Seine Lieder wurden, obwohl vertraut mit den Traditionen der kapverdischen von Morna und Saudade, immer stark von brasilianischen Einflüssen geprägt.
Lura: Marinhero
7. Mai 2009
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Lura: Marinhero
von der aktuellen CD Eclipse
Lura – Eclipse
21. April 2009
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Das vierte Album der kapverdischen Sängerin ist ein Wechselbad zwischen Grooves und Songs, zwischen “toll!” und “wie bitte?”.
Seit Lura mit ihrem zweiten Album «Di Korpu Ku Alma» bei den europäischen Musikfreunden für Furore sorgte, ist ganz klar: Diese Frau hat eine aussergewöhnliche Stimme. Durch ausgedehnte Konzert-Tourneen und dank ihrer starke Bühnen-Persönlichkeit hat sie sich ein treues Publikum erarbeitet. Die neue Produktion lässt jedoch nach den ersten Durchläufen einen seltsamen Nebengeschmack zurück. Es hat weniger mit den Songs zu tun, aber mit der CD als Produkt.
Tcheka – Lonji
17. Februar 2009
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Selbstsicher ist die Musik von Tcheka geworden und «Lonji» zeigt, dass die Kapverden viel mehr zu bieten haben als Morna und Anleihen an brasilianische Musikstile.
Tcheka hat seine Sporen als Jugendlicher im Orchester seines Vaters, des gefragtesten Violonisten auf der Insel Santiago, abverdient. Seine Songs, auf der musikalischen Tradition des Batuque basierend, werden mittlerweile auch von Kolleginnen wie z.B. Lura im Repertoire geführt. Es sind nicht die tragenden, klagenden Morna-Melodien, sondern die groovende, tanzenden Rhythmen der Arbeitssongs, welche Tchekas Lieder bestimmen. Funky, schnell, artistisch kommen die Songs daher. Jazzeinflüsse sind hörbar, aber nicht bestimmend.
Cesária Évora – Radio Mindelo
7. Januar 2009
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Die Karriere der Diva von den Kapverden kennt mehrere Phasen. Der erste Ruhm dauerte nur einige Jahre und war auf die Kapverden beschränkt. Die jetzt ausgegrabenen Aufnahmen stammen aus den frühen 60ziger Jahren und belegen diese Zeit.
Wegen des Radios kam Cesária Évora schon in jungen Jahren zu ersten Aufnahmen. In ihrer Heimatstadt Mindelo brauchte Radio Barlavento dringend Musik für sein Programm. Die knapp 20jährige Cesária hatte sich als Interpretin von Coladeras und Mornas an der Seite des Songschreibers Ti Goy bereits einen guten Namen gemacht. Er wiederum brachte sie zu den Radiossessions, in alle angesagten Lokale und Clubs. Aus jener Zeit stammt auch die Geschichte von der «Barfuss-Diva» – aber all das und mehr kann man im informativen Booklet nachlesen.


