22. Afro-Pfingsten Winterthur – Global Night

12. Juni 2011  
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The Faranas legten los, Papa Wemba versucht’s mal etwas ruhiger, Thione Seck hält eine Zeremonie ab, Sergent Garcia unterhält die Leute und bei Khaled ist man sich nicht mehr ganz einig – das war die zweite Konzertnacht der 22. Afro-Pfingsten in Winterthur 2011.

Eines vorneweg: Es ist erstaunlich, wieviele Grossformationen heute noch unterwegs sind. Keine Truppe an diesem Abend, die weniger als 10 Leute auf die Bühne brachten!

Also: Aus Bern kamen The Faranas angereist. Dem Afrobeat verfallen seit Jahr und Tag legte das Gebläse auch kräftig los. Enthusiasmus ging über punktgenaues Spielen, das klang dann manchmal auch sehr wild, aber immer sehr groovy.

Zwei unterschiedliche Karrieren

Papa Wemba hat den Zenith seiner Karriere sicher schon überschritten und weiss nicht mehr genau wohin mit sich. Wenn er an seine wilden Rumba und Soukous-Zeiten anknüpfen will, gelingt ihm das nicht mehr so ganz, und für die ruhigeren Töne hat er zuwenig Standfestigkeit – noch. Vielleicht ergibt sich das in den nächsten Jahren.

Dann der grosse Auftritt des Mbalax Königs Thione Seck aus Senegal mit seinem nach Arabien und Indien ausgerichteten Orient-Programm. Für das festfreudig aufgelegte Publikum wohl  ein fast zu ruhiges Konzert. Aber für Thione die Gelegenheit, seine Stimme auch in Winterthur strahlen zu lassen. Die Chorsängerinnen eiferten ihm mit ebenso klaren Einsätzen nach. Manchmal war es mehr eine Zeremonie als ein Konzert, denn die Arrangements waren gerade in den ruhigeren Liedern ziemlich orchestral ausgelegt.

Party und Kopfschütteln

Dann gab’s Latinsounds und Salsamuffin mit Sergent Garcia, der seinen neu definierten Sound mit Schwung auf die Bretter brachte. Eine Band in überzeugender Schärfe, zwei Frontleute mit hohem Energiepegel, Grooves und ein Repertoire für die Tanzbeine: Mehr braucht es nicht für die Party.

Nach dem Konzert von Khaled war sich das Publikum nicht ganz einig: Hatte man nun einen übermüdeten Khaled gesehen – er hatte am gleichen Tag schon ein Konzert in Essen gegeben, und war jetsetmässig eingeflogen worden – oder hatte der Mann unterwegs zuviel von irgendwas konsumiert. Auf jeden Fall rettete sich der Mann dank seiner Routine und seiner Band über die Runden, aber die Fans schwankten zwischen “vernebelt” bis enttäuscht.

Fazit: Programmumstellungen, ein stilistisches Zickzack-Programm und positive wie negative Überraschungen von der Bühne her konnten die Feststimmung des Publikums nicht trüben.

Enzo Avitabile & Bottari – Salvamm’o munno

29. Mai 2009  
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enzo-avitabile-salvammo-munnoArchaische Perkussion auf Fässern und Kübeln, und Melodien aus dem ganzen Mittelmeer-Raum: Enzo Avitabiles Wieder-Entdeckung der Bottari lässt aufhorchen.

Als Saxofonist spielte Enzo Avitabile mit den Grössen aus Pop-, Jazz- und Worldmusic-Kreisen. Als Komponist  und Bandleader begann er seine Karriere mit Jazz und Funk. Nach  Engagements bei UNICEF (Zusammenarbeit mit Mory Kante), und diversen Theater- und Filmprojekten, fand er im Hinterland von Neapel eine archaische Musikform die ihm aus dem Herzen spielten. Bauern benutzten seit dem  14 Jhd. Fässer und Kübel als  Rhythmus-Geräte, um die bösen Geister auszutreiben oder um gute Ernten herbei zu trommeln.

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Frühlings-News

4. April 2009  
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07postcast_newsHöchste Zeit, sich mal wieder um die CD-Stapel zu kümmern: Pierre Akendengué: Vérites d’Afrique; Idan Raichel Project: Within my  walls; A.R.Rahman Soundtrack «Slumdog Millionaire»; Chango Spasiuk: Pynandi; 17 Hippies: El Dorado; KAL: Radio Romanista; Kummerbuben: Schattehang; DuOud: Ping Kong;  Staff Benda Bilili: Très Très Fort; Khaled: Liberté; Lura: Eclipse

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