Bratsch – Urban Bratsch
11. November 2011
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Wer schon 25 Jahre lang zusammen rund um die Welt unterwegs ist und immer noch etwas zu singen und zu spielen hat, hat definitiv Einiges richtig gemacht.
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Scétate, Malakoff, Pharizm
Es ist in den letzten Jahren etwas stiller um die Gypsy-Jazz-Weltenwanderer-Band geworden. Nicht weil ihnen die Ideen ausgegangen sind, Orpheus bewahre. Aber sie sind zur Zeit ebenfalls in einem Poesie-Musik-Projekt engagiert: «Orient mon Amour» mit irakischen Gedichten und Musikern von Armenien bis in den Magreb. Bratsch haben nun mit ihrem aktuellen Album nicht gerade ein Konzeptalbum eingespielt, aber die Songs um ein Grossthema gruppiert: Erlebnisse aus dem Leben in den Städten, oder Reiseerinnerungen aus Grossstädten.
Les Yeux Noirs – Tigănească
30. August 2011
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Die beiden Brüder Slabiak erweisen mit ihrem achten Album ihrer Grossmutter die Ehre, welche in den frühen 60er Jahren mit den Musikern der Reinhardt-Familie und anderen Sinti-Musikern im Hinterzimmer ihrer Bäckerei in Paris ihre Lieder sang.
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Tigănească, Ašun Daje Mori, Balkanski Čoček
Seit den frühen 90er Jahren musizieren die beiden Geigen-Virtuosen Eric und Olivier Slabiak in der Region zwischen Gypsy-Swing, Manouche und den unterschiedlichen Liederbüchern des Balkans und der Klezmer-Tradition. Grossmutter Esther, die in ihrer Jugend aus Polen nach Paris auswanderte, war die musikalische Seele der Familie. In den 70er Jahren holte sie mal die ganze singende und spielende Familie und ihre Sinti-Freunde zusammen. Sie nahm einige Lieder auf Tonband auf, um es als Geschenk für ihre Bekannten nach Israel mitzunehmen. Das Band blieb aber in Frankreich liegen, und tauchte jetzt wieder bei einem Onkel der Slabiaks auf. Die Aufnahmen wurde zum Grundstein der Liederauswahl dieser CD, und in «A Brievele Di Mama» hört man die längst verstorbene Patriarchin auch noch selber singen.
Yom & The Wonder Rabbies – With Love
18. Mai 2011
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Da macht der selbsternannte Neue König des Klezmer, Yom, aber ganz ungewohnte Türen auf. Mal pumpt der Bass und donnert das Schlagzeug, mal blubbern die Synthesizer. Und doch findet die Klarinette immer wieder Momente, in denen sie träumen, schmeicheln und plaudern kann.
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Highway to Constantinople, Saving The World Is Easy, With Love
Die dritte Produktion des Klezmer-Klarinettisten ist eine Achterbahnfahrt, die gleich mal mit den lautesten Tönen des gesamten Albums losdonnert – «Picnic in Tchernobyl», das darf nicht leise sei. Und er gesteht mit diesem Album auch seine Liebe zu den Superhelden der Action- und Marvel-Generation, allen voran zu Superman. Wünscht sich, dass eine Melodie manchmal wie eine Superkraft wirken, alles wieder gerade biegen könnte.. Seine Melodien wirken aber viel öfter mit dem Charme eines Zorro – auch nicht schlecht!
YOM – unue
15. Juni 2010
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Wenn eine Klarinette auf Wanderung geht, erlebt sie spannende Momente im Gespräch mit einem Piano, einem Zymbal, einer Maultrommel oder einer Trompete
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Rêve de l’enfant / Souvenirs / Apocalypse
Guillaume Humery ist YOM, manchmal ist er auch der «New King of Klezmer», und manchmal ist er ganz Klarinette. Mit 7 Jahren hörte der junge Guillaume zum ersten Mal Giora Feidman, und damit war die musikalische Zielrichtung vorgegeben. Das mit dem üben kam später. Aber in den letzten Jahren hat Yom mit «Klezmer Nova» oder in diversen Jazzprojekten mit Denis Cuniot sein Talent und Können unter Beweis gestellt. Die erste CD (2009) hiess «New King of Klezmer Clarinet (a tribute to Naftule Brandwein» – nicht überheblich, sondern schmunzelnd gemeint.
Kroke – Out Of Sight
11. November 2009
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Das polnische Trio hat sich nach diversen Abstechern ins Orchester-Umfeld wieder auf sich selber konzentriert. Die klassischen Projekte haben ihren Einfluss hinterlassen.
Viola, Akkordeon, Stehbass – das ist die Urbesetzung von Kroke aus dem polnischen Krakau. Neben einer CD-Einspielung mit der Sängerin Edyta Geppert tauchten in den letzen Jahren vermehrt Engagements mit klassischen Orchestern in ihrem Konzertkalender auf. Angefangen hatte das ja bereits mit der Zusammenarbeit mit dem Quartett des Violinisten Nigel Kennedy vor knapp einem Jahrzehnt – ein Zusammenspiel, das übrigens immer wieder aufgenommen wird.
Oi Va Voi – Travelling The Face Of The Globe
26. Juni 2009
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Die Londoner Truppe hat wieder zu bestechender Qualität zurückgefunden, und die besteht hier aus guten Songs, ausdrucksstarken Stimmen und sorgfältigen Arrangements.
Ihr Album «Laughter Through Tears» machte 2003 die Band bei Kritik und Publikum schlagartig bekannt. Personalwechsel und ein enttäuschendes Folgealbum liess die Band fast auseinander fallen. Die Truppe schrumpfte auf das Trio Ammar (Guitarren), Breslaw (Drums) und Levi (Klarinette) – die Songschreiber. Sie bauten auf ihr Können, fanden die richtigen neuen Bandmitglieder, und setzten erneut auf das Produktionsduo Quarmby/Bacon. Die Rückbesinnung hat ein lockeres, strahlendes Album gebracht.
Kroke – Seventh Trip
29. März 2009
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Die Musiker aus dem polnischen Krakau waren schon immer Sound-Reisende – auf ihrem siebten Trip haben sie einmal mehr Sound-Ecken entdeckt, die vorher noch auf gar keiner Karte zu finden waren.
Zählt man die Alben des 1992 gegründeten Trios, so wäre es eigentlich bereits die achte Scheibe – aber sie zählen die Aufnahmen mit Nigel Kennedy offenbar nicht zu ihren “eigenen” Alben. In Kurzmeldungen werden die Drei immer noch vereinfacht als Klezmer-Band angekündigt. Aber es ist eher umgekehrt: Mit Kroke hat Klezmer-Musik eine neue Facette erhalten. Sie nennen sich trotz aller Innovation noch Klezmorim - eine grandiose Emotionalität in Komposition und Spiel ist das sicherste Bindeglied zur Tradition.
Amsterdam Klezmer Band – Zaraza
22. Dezember 2008
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Neuer Ausdruck in einer musikalischen Tradition, oder wie die jüngste Klezmer-Entwicklung aus Amsterdam einen innovativen Schub erhält. Instrumentales und Songs gut gemischt, die Rhythmen abwechslungsreich – eine spannende CD die gute Laune macht.
Klezmer war schon immer eine Weltmusik innerhalb der Weltmusik weil die jüdische Gemeinde über den ganzen Erdball verstreut war. So erhielten die Tänze und Lieder für Feste und Hochzeiten in jedem Land eine neue musikalische Färbung. Weil die Klezmorim in Osteuropa gute Kontakte mit den Roma pflegten tönen viele Tanzmelodien sehr verwandt. In den 70ziger Jahren des letzten Jhd. erhielt Klezmer vor allem in den USA ein jazziges Kleid. Die Protagonisten dort: The Klezmatics, oder John Zorn. Gleichzeitig wurden Giora Feidman und seine Klarinette so was wie die Messlatte für traditionelle Interpretationen.






