«Sounds and Colours» und die Geschichte der Cumbia
30. Dezember 2011
Gespeichert unter Drum herum
Cumbia! Cumbia! Sie ist nicht mehr aufzuhalten, die Cumbia-Welle, die über die ganze Welt schwappt. Von den Dancefloors in Argentinien über die Technobastler in Mexiko bis zu den Anfängen der aufgezeichneten Musik, den 78tourigen Shellack Scheiben aus den Jukeboxes von Kolumbien.
Das Kulturmagazin «Sounds & Colours» erzählt die Geschichte der Cumbia und garniert sie mit diversen YouTube Clips. Der Blog ist darüber hinaus für alle welche sich für die Kultur des Südens von Amerika interessieren eine echte Fundgrube und Informationsquelle. Gehört in gut sortierte Bookmark-Listen!
The Original Sound of Cumbia
30. Dezember 2011
Gespeichert unter Neu in den Läden
Cumbia! Cumbia! Das musikalische dritte Viertel des letzten Jahrhunderts in Kolumbien und die vielen Facetten der Cumbia zeigt Will «Quantic» Holland anhand von Beispielen aus ungezählten Stapeln von 78er Shellack-Aufnahmen.
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Anibal Velásquez: San Jacinto, Trio Serenata: Cumbia Sobre El Mar, La Cumbia Soledaña: Tambo Tambo, Toño Fernandez: La Guacharaca
Heute kann sich niemand mehr der Cumbia entziehen: Kein Dorffest in Mittelamerika ohne sie, sie dient den Hip Hoppern als Grundgroove und feiert ihren Siegeszug durch die Clubs und auf den Dancefloors der gesamten Welt. Will «Quantic» Holland, Musiker, DJ und Soundsammler, hat sich vor einigen Jahren in Cali niedergelassen. Der Untertitel dieser zwei CD starken Sammlung macht klar, um was es ihm geht: The History of Colombian Cumbia & Porro, as told by the Phonograph 1948-79. Und Shellack deshalb, weil die meisten Jukeboxes in Kolumbien noch bis in die 70er Jahre hinein nicht mit 45’-Singel Vinyl bestückt wurden, sondern noch mit 78tourigem Shellack.
La Chiva Gantiva – Pelao
14. November 2011
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Wenn Heimweh zu Musik wird macht es manchmal gar nichts, dass die Heimaten rund um den ganzen Globus verstreut sind – wenn das Herz schmerzt ist der Tanz ein gutes Heilmittel.
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Cosméticos, La Chiva, Chofer
Basis der Multikulti-Truppe ist Belgien. Hier trafen sich einige Exil-Kolumbianer und trommelten sich das Heimweh von der Seele. Und weil selbst die Suche auch nach Rhythmen jenseits von Cumbia auf die Dauer nicht alles ist, kamen mit den Saiten- und Blechinstrumenten französische, belgische und vietnamesische Mitstreiter hinzu. Und die Einflüsse wuchsen über den anfänglichen Kolumbien-Bezug hinaus. Ganz vereinfacht könnte man sagen, La Chiva Gantiva sei so was wie die lautere Cousine von Think of One.
Sergent Garcia – Weltenwanderer und Groovejongleur
22. August 2011
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Seit über 10 Jahren glänzt Sergent Garcia mit einem unverkennbaren Mix aus karibischen Rhythmen und dancefloor-ausgerichteten Songs. Im Gespräch bezeichnet Bruno Garcia, der Mastermind der Truppe, die verschiedenen Stile der Karibik als sein Labor. Heute zieht es ihn immer mehr nach Westen, und nach Süden. Erst stand Mexiko gross auf der Reiseroute. Heute ist der südamerikanische Halbkontinent, insbesondere Kolumbien, sein Lieblingslabor.
Fast fünf Jahre hörte man in Europa kaum mehr was von ihm – zurückgelehnt hat er sich überhaupt nicht. Das aktuelle Album «Una Y Otra Vez» liefert einen eindrücklichen Beweise, wie ein Musiker sich von einem fremden Kulturkreis beeinflussen lässt, ohne seine Eigenheiten zu verlieren. Bruno Garcia überzeugte live mit seiner 10-köpfigen Vollformation auch das Festivalpublikum der Afropfingsten in Winterthur.
Mit globalsounds.info unterhielt er sich in Winterthur nicht nur über seine aktuelle CD, sondern über den Brotjob und Alltag des modernen Musikers ganz allgemein. Warum es manchmal etwas weh tut, wenn man als DJ seine eigenen Songs auflegt, und wie man darüber hinweg kommt.
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Curro Fuentes & The Big Band – Cartagena!
26. Mai 2011
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Dieser Sampler ist eine Reise in die Vergangenheit Kolumbiens, als sich in den 60er und 70er Jahren die einheimischen Rhythmen und die Arrangements der Big-Band-Kultur Kubas und Nordamerikas vermischten. Cartagena an der Küste war einer der Hot-Spots der Musikszene, und Curro Fuentes der Zeremonienmeister.
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Rosendo Y Su Banda: Me Voy Pa’La Costa, Orquesta Sonora Curro: Patuleco, Los Seven Del Swing: Celoso
Curro Fuentes stammt aus der beherrschenden Produzentenfamilie des Landes. Sein Vater gründete in den 30er Jahren Disco Fuentes, lange Zeit DAS Label Kolumbiens. Damit die Musik auch gehört wird gründete er auch die Radiostation «Emisora Fuentes». So wuchsen die einheimischen Rhythmen von Cumbia über Fandango bis Gaita und der Salsa Big Band Sound aus Kuba und Nordmaerika zusammen. Die Söhne Fuentes trugen die Projekte weiter. Es gab eine Zeit, da konkurrierte Curro mit seinen Aufnahmen von der Küste mit seinem Bruder Toño, der in der Hauptstadt Bogota seine Studios hatte.
Afritanga – The Sound of Afrocolombia
17. Mai 2011
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Ein Sampler der aufzeigt, dass es in Kolumbien viel mehr Musikstile gibt als nur gerade Cumbia. Eine anregende Reise durch eine musikalisch abwechslungsreiche Landschaft mit historischen Zwischenhalten und Ausblicken in die Zukunft.
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System Solar: Bienvenidos, LA33: Me Quedo, Colombiafrica: Mama Africa
Kolumbien hat sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich einen neuen Platz auf der musikalischen Landkarte definiert. Wobei die Entdeckungsreise in beide Richtungen ging: In die Vergangenheit, weil Labels wie Soundways mit Samplern wie Palenque die afrikanische Komponente in Kolumbiens Musik beleuchten. Oder aber in die Zukunft durch Band wie Choc Quib Town, die ihren Hip Hop auf heimatliche, elektronisch aufgerüstete Rhythmen setzen.
Flowering Inferno – Dog With A Rope
9. Dezember 2010
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Will Holland ist ein Arbeitstier, aber auf keinen Fall verbissen. Eines seiner Projekte heisst Flowering Inferno und bringt die Grooves von Kolumbien und der Karibik zusammen.
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Dub Y Guaguanco, No Soy Del Valle, Te Pico el YaibÃ
Er verdient einen Teil seines Geldes als DJ Quantic überall auf der Welt. Aber am liebsten hält sich Will Holland in seiner Wahlheimat Kolumbien auf, wo er sich in Cali ein Studio aufgebaut hat und die Musik und Grooves der Region aufsaugt. Fast etwas beiläufig hat der junge Engländer in den letzten zehn Jahren vierzehn CDs mit unterschiedlichen Fromationen produziert. Sein Studio ist wie ein offenes Haus. Hierher werden die besten Musiker aller Generationen eingeladen, oder schauen auch einfach mal vorbei um zu hören, an was der Mann gerade arbeitet.
Choc Quib Town: De Donde Vengo Yo
25. November 2010
Gespeichert unter Video
Choc Quib Town: De Donde Vengo Yo
Live-Auftritt der Truppe an der Grammy-Verleihung. Sie erhielten die Auszeichnugn für den besten alternativen Song. Alle Latin-Grammys gibt’s hier. Die aktuelle CD von Chic Quib Town heisst «Oro».
Los Gaiteros de San Jacinto, Cimarrón, La Revuelta
31. Juli 2010
Gespeichert unter Reportagen + Slideshows
Das Festival Glatt und Verkehrt lud zu einem Abend mit «Ritmos de Colombia». Ein Abend der zeigte, wie viel Musik aus diesem riesigen Land es noch zu entdecken gibt: Von den charmanten Geschichten-Erzählern aus der Pazifikregion, zu den stampfenden Tänzen aus den Llanos des Ostens, bis zu den urbanen Grooves aus dem Schmelztiegel Bogota.
Charme und orchestrale Verve
Eröffnet wurde der Abend von Los Gaiteros aus San Jacinto, die Volkskultur ohne irgendwelche Patina präsentierten. Dass Tradition nicht vor Erfolg schützt, erfuhr diese Band, als sie 2007 einen Grammy erhielt. Angetrieben wird die Erzähl-Musik von kräftiger Perkussion und indianischen Flöten (Gaitas). Schade dass mein Spanisch nicht so gut ist, dass ich den Texten auch wirklich folgen konnte, denn der quicklebendige, über 70jährige Chef und Sänger Juan Fernandez, würzte seine Geschichten-Lieder mit sehr viel Schalk – und wohl auch mit Episoden, die manch eine Dame erröten liessen.
Die gefeiertste Band des Abends war Cimarrón, Vertreter des Joropo, eines Musikstil aus dem Osten des Landes. Wie der Leader der Band, der Harfenist Carlos Rojas beschrieb, entspricht sie der Mentalität der Einwohner: Harte Schale, weicher Kern. Die Tänze sind stampfend und schnell, die Lieder herausfordernd und kräftig. Die Arrangements der Lieder liess viel Platz für Improvisation und Soli. Das führte zu ausschweifenden Passagen, die aber dank der enormen Virtuosität der Instrumentalisten nie in irgendwelche Selbstgefälligkeit abdriftete.
Aus dem Schmelztiegel Bogota
Die Mitglieder von La Revuelta kommen aus ganz unterschiedlichen Gegenden Kolumbiens. Entsprechend vielfältig sind die Soundfarben der Band: Harte Gitarrentöne beissen sich durch komplexe Afro-Rhythmen, die Klarinette tänzelt um die Wechselgesänge der Front-Ladies, und zwischendurch rapt und reimt sich ein MC durch die dicht gewobenen Grooves. Den Herztakt der Musik schlägt eine Marimba, und wer nicht mitwippt oder -tanzt, nickt mindestens mit dem Kopf. Auch wenn die Dynamik über die volle Konzertlänge etwas gleichförmig ist, macht die Band das mit jugendlichem Feuereifer wieder wett.
Das Festival Glatt & Verkehrt dauert noch bis Sonntag, 1. August, Infos gibt’s hier, einzelne Konzerte auf Ö1 liver oder als Mitschnitte, und hier die Slideshows vom Donnerstag (Rumble in the Jungle) und Mittwoch (Grenzenlose Verwandtschaften).
Palenque Palenque 1975 – 91
22. Juli 2010
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In den Wäldern von Kolumbien wurde die afrikanischen Rhythmen in den vergangenen Jahrhunderten gehütet und gespielt. Der Draht nach Afrika wurde im vergangenen Jahrhundert gar noch verstärkt.
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Cumbia Siglo XX: Naga Pedale / Abelardo Carbono y su Conunte: La Negra Kulende / Wganda Kenya: Yoro
Damit dieser Musikstil entstehen konnte, mussten ganz unterschiedliche Zeitströme zusammenspielen. Es fing mit dem Sklavenhandel an. Die kolumbianische Hafenstadt Cartagena war damals einer der grössten Anlaufhäfen für Sklavenschiffe. Selbstverständlich versuchten viele Sklaven zu flüchten. Sie tauchten im Tropenwald unter, gründeten Siedlungen und isolierten sich soweit wie möglich von der restlichen Welt. So wurden die Rhythmen der Westküste Afrikas nach Südamerika transportiert und tradiert.









