Palenque Palenque 1975 – 91
22. Juli 2010
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In den Wäldern von Kolumbien wurde die afrikanischen Rhythmen in den vergangenen Jahrhunderten gehütet und gespielt. Der Draht nach Afrika wurde im vergangenen Jahrhundert gar noch verstärkt.
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Cumbia Siglo XX: Naga Pedale / Abelardo Carbono y su Conunte: La Negra Kulende / Wganda Kenya: Yoro
Damit dieser Musikstil entstehen konnte, mussten ganz unterschiedliche Zeitströme zusammenspielen. Es fing mit dem Sklavenhandel an. Die kolumbianische Hafenstadt Cartagena war damals einer der grössten Anlaufhäfen für Sklavenschiffe. Selbstverständlich versuchten viele Sklaven zu flüchten. Sie tauchten im Tropenwald unter, gründeten Siedlungen und isolierten sich soweit wie möglich von der restlichen Welt. So wurden die Rhythmen der Westküste Afrikas nach Südamerika transportiert und tradiert.
Choc Quib Town – Oro
4. Juni 2010
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Nein, das ist kein Fehler – ich habe von Choc Quib Town schon mal ein Album mit demselben Titel vorgestellt. Diese Ausgabe hier hat einige Songs gestrichen, dafür zwei neue dazu gepackt, plus zwei Remixes.
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Pescao Enveneao / De Donde Vengo Yo / Somos Pacifio (Salsa Remix)
Das WorldConnection Label hat für eine europäische Ausgabe von «Oro» einiges umgestellt: Ganze fünf Songs von der Original-Oro-Scheibe sind rausgeflogen. Neu dazu gekommen sind zwei Songs von der Scheibe «Somos Pacifico» (2006), jener Produktion, mit der die drei Kolumbianer ihre eigenen Landsleute von ihrem Talent überzeugt haben.
Anibal Velasquez Y Su Conjunto – Mambo Loco
10. Mai 2010
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Treibende Karnevals-Rhythmen, angeführt vom Akkordeon, das gab es in Kolumbien so noch nicht, bis Anibal Velasquez die Szene betrat..
Geburtsort des aussergewöhnlichen Musikmixes von Anibal Velasquez ist Barranquilla, die Hafenstadt an der Karibik-Küste Kolumbiens. Hafen bedeutet immer Austausch, und viele Leute, die am Abend in einem Lokal unterhalten werden wollen. In den 50ziger Jahre war die musikalische Unterhaltung geprägt von grossen Bands, die im Stil der amerikanischen Big Bands spielten. Velasquez jedoch hatte sich für das damals noch etwas verpönte Akkordeon entschieden, und seine Mixtur bestand aus einheimischen Vallenato-Melodien und Cumbia, kubanischem Son und Guaracha.
ChocQuibTown – Oro
12. März 2010
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Nominiert waren sie, aber für einen Grammy hat es dieses Jahr noch nicht gereicht. Doch die drei Kolumbianer und ihre Mitstreiter haben in den letzten Monaten mit Auftritten u.a. an der WOMEX so erfolgreich für sich geworben, dass sie im Frühjahr/Sommer 2010 für die grossen Festivals in Europa gebucht sind.
«Oro» ist in erster Linie ein HipHop-, kein Cumbia- oder Guajira-Album. Sicher stammen viele Beats und Grooves aus dem Fundus Kolumbiens, sind irgendwo zwischen Pazifik und dem Golf von Mexiko zuhause. Aber Frontfrau Goyo und die Rapper/Electronicas Tostao und Slow wollen explizit nicht Musik aus Kolumbien für die Welt machen, sondern einfach globale Musik.
Bomba Estéreo – Blow Up/Estalla
11. Februar 2010
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Cumbia goes Hiphop, oder: wenn Technotüftler aus ihrem Duo-Dasein ausbrechen und zu einer Band mutieren entstehen CDs wie diese.
«Blow Up» bietet Dance- und Club-Sounds aus Bogota, Kolumbien. Das ursprüngliche Duo an den Hebeln waren Simon Mejia und DJ Fresh. Aber das Leben hinter den Computern und Fadern kann einsam werden, also wurde flugs eine zungenschnelle Frontfrau, Liliana Saumet, dazu gebucht, statt dem Computer auch mal die Stromgitarre angeworfen, und die Grooves mit Live-Schlagzeug und Perkussion verstärkt. Und los geht die Post. Diese Produktion wurde in der Heimat unter dem Namen «Estalla» 2008 veröffentlich und kam als «Blow Up» Ende letztes Jahr auch bei uns in die Läden.
Carlos Vives – Gota Fria
30. Januar 2010
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Carlos Vives – Gota Fria
Seine aktuelle CD heisst Clasicos de la Provincia II
Toto la Momposina – La Bodega
6. Januar 2010
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Ein erstaunliches Album einer erstaunlichen Lady: Nach rund 10 Jahren erscheint endlich wieder ein Album jener Sängerin, welche half, Kolumbien auf die Welt-Musikkarte zu setzen.
Gesang und Tanz bestimmten das Leben der Sonia Bazanta Vides. Musik gehörte seit Generationen zum Leben der Familie, die ihre Existenz mehrheitlich als Handwerker verdiente. Als Ende des zweiten Weltkriegs die wirtschaftlichen Zeiten schlechter wurden, zog die Familie von Mompos flussaufwärts Richtung Bogota. Während des Bürgerkrieges pflegten sie erfolgreich die afrokolumbianische Musiktradition, trotz starker rassistischer Anfeindungen um sie herum. Als nach dem Bürgerkrieg das Fernsehen in Kolumbien einführt wurde, waren sie und ihre Familie gerne gesehene TV-Unterhalter.
Carlos Vives – Clásicos de la provincia II
24. Dezember 2009
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Zu diesen Songs tanzt (nicht nur) der Norden Südamerikas: Carlos Vives widmet erneut ein Album den Klassikern des Vallenato.
Vallenato ist neben der Cumbia die Fest- und Tanz-Musik aus dem Norden Kolumbiens. Carlos Vives hatte „seiner“ Heimatmusik bereits 1993 ein Album gewidmet – logischerweise Clásicos de la provincia. Und damit nicht nur sich selber als rockender Vallenato-Sänger etabliert, sondern mitgeholfen, diese Musikform auch im Rest der Welt bekannt zu machen. Jetzt kommt also eine zweite Verbeugung vor den Helden des Vallenato, die ausserhalb ihrer Heimat wohl selten jemand beim Namen kennt z.b. Luis Enrique MartÃnez, Náfer Durán oder Leandro DÃaz.
Pacifico Colombiano
20. Juli 2009
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An der pazifischen Küste haben viele Musikstile aus Afrika, der Karibik oder dem fernen New York eine interessante Entwicklung genommen.
Hafenstädte sind Brutstätten für Handel, Händel und gesellschaftliche Entwicklungen. Buenaventura an der Pazifischen Küste hat alles erlebt, von der totalen Zerstörung bis zur aufstrebenden Metropole. Hafenstädte sind Schmelztiegel der Kulturen, seien sie jetzt zusammen mit den Sklaven verschleppt worden, oder freiwillig mitgebracht von Abenteurern und Handelsreisenden. Buenaventura ist die Salsa-Hochburg Kolumbiens. Aber auch andere Musikstile haben hier ein Zuhause gefunden, oder sind gar hier entstanden.
Quantic & His Combo Bárbaro – Tradition in Transition
11. Juli 2009
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Will Holland, alias Quantic, ist nicht zu halten: Kein Musik-Stil, keine Weltgegend die ihn nicht fasziniert, anzieht, die er sich nicht einverleibt. Im Moment ist er in Cali, Kolumbien gestrandet.
Er liebt die Arbeit am Computer eben so sehr, wie die Handwerks-Arbeit im Studio. Er kann Charlie Parker remixen, oder mit De La Soul auf der Bühne stehen – so lange es tönt und groovt scheint der Mann, der sich Quantic nennt, glücklich zu sein. Dass sein aktuelles Album jetzt (vielleicht) ein Worldmusic-Album ist, hat mit den Mitstreitern zu tun, und dem Aufnahmeort, Cali. An den Tasten, und groove-bestimmend, Alfredo Linares, ein peruanischer Salsero. Die Horns sind teils kolumbianisch, teils kubanisch besetzt, Streicher-Arrangements und Perkussion in brasilianischer Hand. Die Mehrheit der Titel ist instrumental.




