Los Zafiros – Bossa Cubana

21. September 2011  
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Vier Stimmen, eine Gitarre, das war die Formel für den grandiosen Erfolg der Zafiros. Allerdings: es waren vier charismatische Stimmen und ein aussergewöhnlicher Gitarrist.

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Bossa Cubana, Y Sabes Bien, Cancion de Orfeo

Kuba, 60er Jahre. Während sich Kennedy und Chruschtschow wegen Fidel Castro in den Haaren lagen formierte sich in Havanna ein Quartett, das den amerikanischen Doo-Wop und R&B-Gesangstruppen nacheiferten. The Platters waren das grosse Vorbild. Das Repertoire allerdings bestand aus Boleros, Bossas, Sons, oder Calypsos. Vier schlicht genial harmonierende Stimmen: Kike, Miguel, Ignacio und El Chino, dazu die Gitarre von Manuel Galban – das reichte für Superstar-Status in der Heimat, eine Weltkarriere (vor allem in den sozialistischen Staaten). Und selbst die Beatles feierten die Zafiros eine Woche lang in Paris und tranken manches Glas mit ihnen. Das Glas, resp. der Alkohol war es denn auch der Hauptschuldige für das Ende der Zafiros.

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Ry Cooder & Manuel Galbán – Mambo Sinuendo

19. August 2011  
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In Manuel Galbán fand Ry Cooder eine gitarristisch verwandte Seele. Aufgefallen war ihm der scheue Gitarrist während den Aufnahmen zu Buena Vista Social Club. Galbán starb am 4. Juli 2011. Jon Lusk schrieb für den «Independent» einen ausführlichen Nachruf.

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Patricia, Echale Salsita, La Luna En Tu Mirada

In Kuba gehörte Manuel Galbán in den 60er Jahren zu einer der berühmtesten Truppen, «Los Zafiros». Später tourte er unablässig mit seiner Truppe «Batey». Bis er für die Sessions mit Cooder nach Havanna eingeladen wurde. Cooder war so angetan vom Gitarrensound Galbáns, dass er fünf Jahre nach dem Grosserfolg nach Havanna zurückkehrte, um mit ihm eine Instrumentalplatte einzuspielen. «Mambo Sinuendo» erhielt 2004 einen Grammy als bestes Instrumental Pop Album.

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The Creole Choir Of Cuba – Tande-La

23. November 2010  
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Fünf Frauenstimmen, fünf Männerstimmen, etwas Perkussion – mehr braucht es nicht für ein musikalisches Feuerwerk voller Harmonie und Lebenswillen.

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Se Lavi, La Mal De Travay, Peze Café, Dulce Embelezo

Der Chor stammt aus Camagüey, der drittgrössten Stadt Kubas. In ihrer Heimat sind sie unter dem Namen Grupo Vocal Desandann bekannt. Desandann – Nachfahren – weil die Familien aller SängerInnen ursprünglich aus Haiti stammen. Sie haben das Familien-Liederbuch bewahrt und in den 90er Jahren zu neuem Leben erweckt. Es sind nicht bloss die Lieder, sondern die energetisierende Art, wie der Chor diese vorträgt, welche anstecken und überzeugen.

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AfroCubism – AfroCubism

18. November 2010  
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Es ist jene Platte, die schon vor 14 Jahren hätte entstehen sollen. Aber sie wäre garantiert nicht so heraus gekommen, wäre sie damals eingespielt worden.

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Jarabi, Nima Diyala, Para los Pinares se va Montoro

Die Geschichte ist bekannt: Weil die Musiker aus Mali in Paris nicht weiter nach Havanna reisen konnten, machten Produzent Nick Gold und Gitarrist Ry Cooder 1996 eben aus der Not heraus die CD «Buena Vista Social Club». Der Rest ist Geschichte. Aber Nick Gold vergass seine Ur-Idee nie: Die besten Musiker Malis und Kubas miteinander musizieren zu lassen. Dass nun eine verjüngte Garde von Musikern diese Idee umsetzt, schadet der Produktion in keiner Weise. Die Aushängeschilder auf kubanischer Seite: Eliades Ochoa und sein Bassist José Angel Martinez. Bei den Maliern sind es Kasse Mady Diabaté, Toumani Diabaté, Bassekou Kouyaté und Djelimady Tounkara.

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AfroCubism: Al vaiven de mi carreta

22. September 2010  
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Al vaiven de mi carreta – Der erste Song aus der Produktion AfroCubism, der neusten Production aus dem Hause WorldCircuit.


YouTube Direkt 

Die CD wird im Oktober erscheinen, die Singel gibt’s schon jetzt, z.B. auf iTunes

Eliades Ochoa – Estoy Como Nunca

16. September 2010  
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Im Line-up des Buena Vista Social Clubs stand er eher im Hintergrund: Der Mann mit dem Hut, der kräftigen Stimme und der Gitarre, die so gar nicht nach Gitarre tönt.

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Arrimate Paca, Siboney, Llora Ni Nena

Aufgewachsen ist Eliades Ochoa in der Heimat des kubanischen Son, in Santiago de Cuba. Der Autodidakt erarbeitete er sich eine Gitarrentechnik, die in Stimmung und Anschlag öfter wie eine Trés klingt. Als Leader und Arrangeur reiste er in den 80er Jahren mit dem Cuarteto Patria rund um die Welt und feierte grosse Erfolge. Das Cuarteto war  für Ochoa eine grosse Experimentier-Plattform. Durch neue Arrangements oder dem Ausbau der Perkussion gab er dem Son einen neuen Klang.

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Ska Cubano – Mambo Ska

23. August 2010  
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Jamaika-Ska mit einem definitiven Feeling für kubanischen Son, Mambo und Anverwandtes, getrieben von ein paar Angefressenen dies- und jenseits des Atlantiks: eine zündende Band.

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La Trova / Mambo Ska /Piel Canela

Es ist die dritte Scheibe dieser transatlantisch zusammen gewürfelten Band. Die Sound-Formel ist dieselbe geblieben: Scharfer Ska mit einem jamaikanischen Herzen, aber mit einem kubanischen Nervenkostüm und ebensolchen Stimmbändern. Das dritte Album baut auf die erprobten Stärken der Band: Vorwärts treibende Rhythmuscombo mit dem musikalischen Leiter Rey Crespo am Bass, ein punktgenaues Gebläse unter der Leitung von Megumi Mesaku, perlende, manchmal etwas schräge Tres und Gitarren, und überzeugende Frontleute.

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Buena Vista Social Club

18. August 2010  
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Mit diesem Album entdeckte die Welt erneut einen musikalischen Kontinent – und alles passierte wegen diversen Visa-Schwierigkeiten, ein paar Zufällen, einem amerikanischen Gitarristen und einem englischen Produzenten.

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Chan Chan / Dos Gardenias / Amor de Loca Juventud

Die Geschichte hinter diesem Projekt ist eine Aneinanderreihung von Zufällen. Nick Gold, Chef des World Circuit Labels, wollte eigentlich in Havanna kubanische und afrikanische Musiker für eine Aufnahme zusammenbringen. Die afrikanischen Musiker hatten aber Visa-Probleme, konnten nicht einreisen. In Havanna wartete bereits der amerikanische Gitarrist Ry Cooder. Und der ebenfalls eingeladene Juan de Marcos González, ehemals Leader von Sierra Maestra, stellte in jenen Wochen eine All Star Band der vergessenen Stars für sein Projekt «Afro Cuban All Stars» zusammen.

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Raúl Paz – Havanization

12. Mai 2010  
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Alles leicht verdreht: Obwohl Raúl 2008 aus Europa wieder in seine Heimat Kuba zurückkehrte legt er jetzt eine CD vor, die europäischer klingt als alle bisherigen Produktionen.

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Havanization / Carnaval (mit Camille) / Un Lugar

Erst veröffentlicht Raúl Paz fast jedes Jahr eine neue CD. Dann lässt er sich plötzlich viel Zeit, ganze drei Jahre für diese Scheibe. In dieser Zeit verlegte er seinen Wohnsitz von Paris wieder zurück nach Havanna. So sehr er ein Weltbürger ist, so sehr ist er eben auch gerne zuhause. Mehr davon kann in einem Videoclip bei Havana Cultura erfahren werden. Als brauche es einen erneuten Beweis, zeigt er mit diesem neuen Album, dass ihm der Platz zwischen den Stühlen, zwischen den Schubladen am besten gefällt.

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Sierra Maestra – Tibiri Tabara

13. März 2010  
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Diese Produktion legte einen der Grundsteine, auf dem später der Welterfolg des «Buena Vista Social Club» stehen konnte. Nick Gold hatte schon anfangs der 90ziger Jahre den richtigen Riecher.

Sierra Maestra ist eine Band, die sich dem kubanischen «Son» verschrieben hat. Für viele ist der Son Cubano der 20ziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Urform nicht nur der der kubanischen Musik. Der Son lebt im Rumba oder Mambo weiter, und im Moment ist gerade wieder mal ein Streit entbrannt, ob nun der Salsa als kubanischer Stil oder als amerikanische Musikentwicklung zu bezeichnen sei. Auf jeden Fall: Am Anfang stand immer der Son, und die Heimat des Son ist ein Bergrücken im Osten Kubas mit dem Namen Sierra Maestra.

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