Ibrahim Maalouf – Diagnostic
16. November 2011
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Hier kriegt man den Begriff Weltmusik gleich in mindestens zwölf Facetten (weil zwölf Kompositionen) vorgelegt: Der Trompeter, Pianist und Komponist Maalouf schreddert die Musik-Kategorien zugunsten von Melodie und Sound.
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Will soon be a woman, Never serious, Beirut
Dreissig Jahre alt, hochdekoriert, und immer auf der Suche nach dem persönlichen Ton – das wäre in Kürze eine Beschreibung des Trompeters Maalouf. Als Flüchtling kam er vom Libanon nach Frankreich. Aber er war schon vorher ein Weltenbürger, denn bereits als Neunjähriger begleitete er als Duett-Partner seinen Vater, ebenfalls Trompeter, auf dessen Konzerttourneen. Wenn Maalouf nicht selber auf der Bühne steht, unterrichte er am Konservatorium, oder wird ins Studio eingeladen. Lhasa, Vanessa Paradis, Yom, Sting, Vincent Delerm, Smadj: die Liste der Musiker, für die Maalouf im Studio oder als Bandmitglied arbeitete, ist lang – und sprengt alle Genre-Grenzen.
Golden Beirut – New Sounds from Lebanon
20. September 2011
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Wer weiche Oud-Töne und Melodien à la Fairuz erwartet wird schon mit den ersten Tönen vertrieben. Hier zeigt Beirut sein modernes, globalisiertes, lautes und digitales Musikprofil.
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Maschrou’ Leila: Raksit Layla, Praed: Rocket, Ziyad Sahhab: Rawak
Indie-Rock, Hip Hop und Electro-Beat sind die Grundtöne dieses Samplers. Zusammengestellt hat ihn der Berner Musikethnologie Thomas Burkhalter, einer der leitenden Köpfe des Netzwerks Norient. Er versammelt auf «Golden Beirut» Bands aus dem aktuellen musikalischen Untergrund. Musik, die in den Flüchtlingscamps und den Kellern einer Stadt entstand, die einstmals als «Paris des Nahen Ostens» bekannt war, deren Leben aber in den letzten Jahren von Krieg und Terror geprägt war.
Rabih Abou-Khalil – Em Portugês
4. Januar 2009
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Es ist eine jazzige Reise in eine portugiesische Musiktradition, die es so nie gab – und trotzdem sehr vertraut tönt.
Das neuste Projekt des libanesischen Oud-Virtuosen begannt mit einer Einladung: Ricardo Pais, der Direktor des National Theatre in Porto konnte Abou-Khalil für die Vertonung von moderner, portugiesischer Lyrik überzeugen. Für Abou-Khalil war es der erste Kontakt mit der portugiesischen Kultur – und Sprache. Das Ergebnis ist verblüffend, und einmal mehr ein einzigartiger Beleg dafür, dass Abou-Khalil ein Meister-Grenzgänger ist.
Natacha Atlas & das Mazeeka Ensemble – Ana Hina
28. Dezember 2008
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Geübt in der Kunst, die westliche und die arabische Welt zu vermischen, harte Beats und weiche Melodien zu verweben macht Natacha Atlas den nächsten Schritt: Sie lässt die Maschinen weg und wird orchestral.
Der Pianist und Arrangeur Harvey Brough tourte 2006 und 2007 mit Natacha Atlas und einem Orchester. Im Repertoire: Klassiker aus der arabischen Welt. Daraus wuchs dieses Album: Eine Handvoll Kompositionen der Rahbani Brothers, den Hauskomponisten der libanesischen Legende Fairuz, Songs aus dem Liederbuch des ägyptischen Superstars Abdel Halim Hafez, plus einige Eigenkompositionen. Für Natacha Atlas ist dieses Album ein Wagnis, denn ihre Fans kennen sie als die Frau, welche die arabische Gesangswelt mit der modernen Studio-Hochtechnologie verknüpfte. Hier aber ist alles akustisch, handgemacht, und die Grooves brauchen Zeit bis sie sich entwickeln.




