Lala Njava – Malagasy Blues Song

4. November 2013  
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Blues ist in diesen Songs weniger Musik-Struktur, sondern bedeutet für Lala Njava vor allem Ausdruck. Die CD erscheint unter dem Namen der Sängerin, und doch es ist fast eine Fortsetzung ihrer ehemaligen Familienband.

Die Njavas sind eine Grossfamilie, fünfzehn Kinder. Ende der 90erJahre konnte die musizierende Familientruppe, dank RFI Découvertes, unter dem Familiennamen «Njava» eine erste CD aufnehmen. Es folgten mehrere Tourneen, eine weitere CD, und für Lala eine langjährige Zusammenarbeit mit dem französischen Musikprojekt «Deep Forest». Aus dieser Zeit übernimmt sie auch den Songs «Sweet Lullaby« in ihr aktuelles Repertoire. Nun erscheint von Lala ein erstes Soloalbum, die Schwestern singen weiterhin die Chorstimmen und Bruder Dozzy ist für die Gitarren verantwortlich.

Lala, mittlerweile in Belgien zuhause, nennt eine legendäre Musikerin aus Madagaskar ihr Vorbild: Mama Sana. Das war eine Frau, für die Musik vor allem aus Geschichten und Emotion bestand, sie legte stets ihr Herz und ihren Schmerz  auf die Zunge wenn sie sang. Lala benutzt ebenfalls die Emotion als Grundkraft der Songs. Selbst wenn sie vom Abstieg einer ihrer Schwestern in die Depression singt wird sie nicht weinerlich, bleibt Erzählerin. Die Geschichten entwickeln sich ohne Hast, die Instrumentierung ist transparent. Régis Gizavo steuert Akkordeontöne bei. Für einmal fehlen die ansonsten so typisch treibenden, madegassischen Rhythmusgeräte fast vollständig, sie hätten den Geschichten wohl den Atem genommen.

Die Songs von Lala Njava sind manchmal mehr Erzählung als Lied, sind musikalisches Storytelling.

Rating: ★★★½☆ 

Régis Gizavo spielt Farben und Gerüche

28. Juni 2013  
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Regis-Gizavo_2011_transmundial_globalsounds

Der Akkordeonist aus Tulear, Madagaskar, zieht eine musikalische Zwischenbilanz. «Ilakake» ist eine Verbeugung an die Heimat, und ein Aufbruch in die Welt.

Régis Gizavo nimmt sich Zeit für seine CD-Produktionen. Mit dem Effekt, dass seine CDs nicht so schnell verstauben. Er nimmt sich auch Zeit, von anderen Musikern zu lernen. Er ist ein Sammler und Jäger von Klangfarben und musikalischen Stimmungen.

Für seine jüngste Produktion hat er Musiker eingeladen, die seinen Klang-Wortschatz vergrössern. Gleichzeitig vertieft er seine Verbindung zur Heimat Madagaskar. Ilakake ist auch eine musikalische Träne: der Titelsong erzählt die  Geschichte eines Dorfes, das von der sogenannt wirtschaftlichen Entwicklung und der Gewinnung von Bodenschätzen geschändet wurde.

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Rajery – Tantsaha

29. Mai 2013  
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Der Valiha-Meister hat sich sehr lange Zeit gelassen für ein neues Album – ganze sechs Jahre. Tantsaha entschädigt für das Warten: es ist ein fast weises und fröhliches Album.

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 Tantsaha, Tsofy rano, Jery

Verständlich dass der Mann seine Zeit für anderes aufgewendet hat als im Studio zu sitzen und Songs einzuspielen. Rajery ist nämlich nicht nur ein Meister der Valiha, er ist auch Lehrer – die Strassenkinder lieben ihn -, Organisator des Festivals «Angaredona» in Tana, und Heiler. Wie er das alles unter einen Hut bringt wird uns hoffentlich der Dokufilm «Le Prince de la Valiha» bald zeigen.

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Régis Gizavo – Ilakake

28. November 2012  
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Der Meister-Akkordeonist aus Madagaskar stellt nun auch offiziell sein Zweitinstrument vor: die Gitarre. Nach sieben Jahre gibt es endlich ein neues Solo-Album von Régis Gizavo.

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 Love, Nahazo, Toliara

Es ist nicht ganz einfach: Ich bin seit Jahr und Tag ein Fan dieses Akkordeonisten. Also schiebe ich den Silberling in den Player und zähle darauf, dass sich nun das erwartete Höchst-Genuss-Gefühl einstellt – und reagiere dann leicht verschnupft, weil sich das nicht einstellen will. Aber das liegt nicht an Régis, nicht an den Songs, die sind nämlich nach wie vor ohrwurmig und wunderbar arrangiert. Aber er hat sich nicht neu definiert – das knickt höchstens meine Erwartungshaltung, spricht aber keineswegs gegen die Produktion!

Gizavo hat viele Freunde ist Studio geholt: Neben seinem “Hausperkussionisten” David Mirandon sorgt Edouard Prabhu mit seinen Tablas für akzentgenaue Rhythmen. Greg Zlap und seine Mundharmonika haben einen prominenten Auftritt. Viele Gitarren sind da, auch Régis spielt auf vier Songs sein Zweitinstrument, das er früher vor allem zum komponieren brauchte. Klar ist das enorm rhythmisch eingesetzte Akkordeon nach wie vor das klangtechnisch wichtigste Instrument. Régis ist sich treu geblieben: warme Songs mit viel Herz und Stimme interpretiert.

Régis Gizavo hat sich nicht neu erfunden, sondern einfach sein persönliches Repertoire um ein paar wunderbare neue Songs vergrössert.

Rating: ★★★★☆ 

Jaojoby – Mila Anao

28. Juni 2012  
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Schnell, schneller, Salegy. Und der unbestrittene König dieses madagassischen Rhythmus ist Jaojoby, selbst wenn er nach 40 Jahren Karriere etwas altersweise wird.

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 Prezida, Mangala Vaiavy, Tsaiky Joby

Auch wenn Jaojoby den Salegy nicht erfunden hat, für seine Fans ist er der König dieser Tanzmusik. Der Soziologe und Journalist ist mit diesem, seinem siebten Album, wieder zu seinen Wurzeln, und denen seines Musikstils zurück gekehrt. Dass mittlerweile drei seiner Söhne in der Band an Gitarre, Bass und Schlagzeug mitmachen dürfte Beweis genug sein, dass der Name Jaojoby auch weiterhin eine Rolle in der Musikwelt Madagaskars spielen wird.

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Teta – Fototse Racines Roots

7. Juni 2012  
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Pfeilschnelle Finger huschen über die Gitarrenbünde, Rhythmen durchmischen sich wie Schlangen, und die Stimmen rufen, schmeicheln oder beschwören – willkommen in der Welt des Tsapiky.

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 Kabary Lava, Riake, Olombelona

Es gibt viele Gitarristen auf Madagaskar, und jene mit den schnellsten Fingern kommen aus dem Süden, aus der Region Tulear. Dort hat sich in den letzten Jahrzehnten eine Musik zwischen spiritueller Trance und ausgelassener Festfreude entwickelt: Tsapiky. Sowohl bei den Zeremonien wie bei den Festen spielt der Rum oder sonst ein vergorener Saft stets eine grosse Rolle.

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Dama & D’Gary – The Long Way Home

21. Februar 2012  
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Eine der charismatischen Stimmen Madagaskars zusammen mit dem Mann mit der Valiha-Technik auf der Gitarre – ein Album das ganz den Liedern verpflichtet ist und auch nach fast zwei Jahrzehnten taufrisch tönt.

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Mpiarak’ Aomby (Song Of The Cowherd),Voasary (The Parable Of The Orange), Gny Raha Tia (The One You Love)

Eine der wichtigsten Gruppen Madagaskars ist Mahaleo. Die Band formierte sich aus sieben Studenten, die während den politischen Unruhen der 70er Jahren die Protestbewegung anführten. Sie zogen auch in den folgenden Jahrzehnten als Lehrer, Ärzte, Agronomen und Musiker über die grosse Insel. Dama war in zwei Regierungen u.a. als Kulturminister tätig. D’Gary ist eine der spannendsten Gitarristen der Insel. Er übertrug die Technik der Valiha auf die Gitarre und ist seit drei Jahrzehnten solo und in diversen Formationen (u.a. «Jihé») auch international unterwegs. Zuletzt 2009 als Mitglied der Live-Band von Bela Fleck’s «Throw down Your Heart»-Tour.

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A World Ouf Of Time Vol. 3

6. Januar 2012  
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Der letzte Teil der Madagaskar-Trilogie der Herren Lindley und Kaiser, aufgepeppt mit einigen Produktionen die nach dem Ende ihrer musikalischen Abenteuerreise durch die Vanille-Insel entstanden sind. Da sind pfeilschnelle Tsapiky-Gitarren dabei, viel Instrumentales, und bereits aus Vol.1 und Vol.2 bekannte Formationen mit weiteren Songs.

Die Übersicht

A World Out Of TIme Vol. 1
A World Out Of TIme Vol. 2

CD und Downloads

A World Out Of Time Vol. 2

6. Januar 2012  
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Ich bin versucht zu sagen, dass dies die zweite (Aus)-Wahl von Aufnahmen ist, welche die Herren David Lindley und Henry Kaiser von ihrer musikalischen Abenteuerreise in Madagaskar in den 90er Jahren nach Hause gebracht haben. Auch einige gute Aufnahmen drauf, aber nicht so überzeugend wie Vol.1.

Die Übersicht

A World Out Of TIme Vol. 1
A World Out Of TIme Vol. 3

 CD und Download

Island Blues – Entre Mer Et Ciel

6. Oktober 2010  
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Das Network-Label ist bekannt für seine thematischen Sampler. Auf dieser Doppel-CD hat Christian Scholze Musik von den Inseln des gesamten Globus  zusammengetragen.

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Titina: Note di Mindelo / Phoenix Choir: Lutu Sobu Na Yakavi / Donnisulana: Chama Paghjella / Catherine-Ann MacPhee: O Hi Ri Lean

Inselmusik hat immer mit Sehnsucht zu tun. Es hat wohl damit zu tun, dass man sich eher bewusst ist, dass «da draussen» noch ganz viele Menschen, Länder und Kulturen existieren. Andererseits fanden auf Inseln Musik-Stile auch viel leichter zusammen, denn es legt immer wieder ein Schiff an, und ein Musiker kam an Land mit ungehörten Liedern. Für die Kreuzfahrt auf dem Sofa ist dies der geeignete Soundtrack – auch wenn die Reise manchmal fast zu schnell weiter geht.

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