Ballaké Sissoko & Vincent Segal – Chamber Music
28. Dezember 2011
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Zwei musikalische Welten, die sich unverkrampft aufeinander einlassen, die ihre Instrumente miteinander spielen lassen, fast absichtslos und mit offenen Ohren für den Fluss der Melodien.
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Oscarine, Wo Yé N’Gnougobine, Ma-Ma FC
Ballaké Sissoko, tief verwurzelt in seiner heimatlichen Griot-Tradition, ist ein Fremdgänger. Er liebt es sich mit seiner Kora auf fremde Stile und Musikanschauungen einzulassen: Blues mit Taj Mahal, Minimal Music mit Ludovico Einaudi, iranische Rhythmen mit dem Trio Chemirani, oder eben freie Improvisation mit dem Cello von Vincent Segal. Dieser wiederum kennt auch keine Grenzen ausser die seines eigenen Instruments. Seine musikalischen Spannweite reicht von der europäischen Klassik bis in die Trip Hop Welt z.B. von Bumcello.
Amadou & Mariam – Dimanche à Bamako
25. November 2011
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Als Manu Chao nach Bamako kam und sich mit Amadou und Mariam zusammen tat entstand ein ungemein popiges Album. Einige Songs konnten dem Zahn der Zeit trotzen und grooven noch heute.
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La Réalité, Sénégal Fast-Food, Artistiya
Pop, Mali-Pop war schon immer die musikalische Zielrichtung von Amadou und Mariam. Der Gitarrist und die Sängerin hatten sich in der Blindenschule von Bamako kennen gelernt, um dort u.a. bei Idrissa Soumaoro die Tricks der Pop-Musik zu lernen. Gleichzeitig hatte in Europa Manu Chao seinen ureigenen Mestizo-Sound geschaffen: groovendes upbeat-Tempo, eingängige Melodiephrasen und Mitsing-Refrains. Als sich die beiden Welten 2004 trafen funkte es mächtig.
Terakaft – Aratan N Azawad
14. Oktober 2011
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Sie sind aus dem gleichen Holz geschnitzt wie ihre Weggefährten, Tinariwen, doch unterwegs mit zwei unterschiedlichen Absichten: die Pflege der alten Ermahnungen und die Suche nach neuen Grooves.
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Aman Wi Kawalnen, Amazzagh, Agoz Imgharen
Die Musiker der bei uns bekannten Wüstenrocker schöpfen aus derselben Quelle: Ibrahim Ag Alhabib und Inteyeden Ag Ablil gelten als Gründer des Tuareg-Rocks. Der erste ist noch heute Frontmann von Tinariwen, der zweite ist leider gestorben. Aber sein Bruder, Diara, ist Sänger und Gitarrist von Terakaft. Darum tönen beim ersten Hinhören die beiden Bands so eng verwandt. Terakaft tönen soundmässig etwas spröder – das liegt auch daran, dass sie als Quartett unterwegs sind: Gitarren, Bass, Kalebasse, fertig – haben aber auch neue Rhythmen und Harmonien aus der westlichen Musikwelt integriert.
Fatoumata Diawara – mit Talent, Glück und Überzeugung
4. Oktober 2011
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Die junge Frau, zuhause in Bamako und Paris, ist eine neue Stimme des selbstbewussten Afrika. Sie ist noch nicht 30 Jahre alt, und hat schon die Zuschauer auf den Strassen, in den Theatern und Kinosälen mit ihrer Präsenz und ihrem Charme überzeugt. Auf den Konzertbühnen ist sie mit ihren eigenen Liedern auch bereits seit rund 3 Jahren unterwegs. Jetzt endlich die erste CD mit eigenen Liedern – «Fatou».
Das Album wäre eigentlich schon vor etwas über einem Jahr fast fertig gewesen, dann aber kam das Angebot von Nick Gold und seinem Label World Circuit – und wer würde schon diesem Produzenten widersprechen wollen, wenn er die Geschicke zur Lancierung einer Karriere in die Finger nehmen will. Er ist fast so was wie der Garant für Erfolg.
Als ich Fatoumata Diawara an Afropfingsten 2010 zum Gespräch im Backstage-Bereich traf, wusste sie zwar noch nicht genau wohin ihre Karriere als Sängerin sie führen würde. Aber sie konnte erzählen woher sie kommt, und sie wusste schon damals, wohin sie gerne gehen möchte.
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Mamani Keita – Gagner L’Argent Français
18. Juli 2011
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Mamani Keita, die helle Stimme aus Bamako, gehört zu jenen Sängerinnen, die zu Unrecht und zu lange einfach als Geheimtipp galten. Diese dritte Produktion, die zweite mit Nicolas Repac, wird dies wohl ändern.
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Gagner L’Argent Français, Waleya, Douba
Als ganz junge Frau landete Mamani Keita anfangs der 90er Jahre als Background-Sängerin in der Band von Salif Keita in Paris. Das Leben war eine harte Lehrmeisterin für die scheue, verschüchterte Frau. Aber sie hat sich durchgebissen, resp. durchgesungen. Hier eine Studioarbeit, dort ein Bandprojekt, 2002 dann das erste eigene Album, eine Zusammenarbeit mit Marc Minelli «Electro Bamako». Und diesem Amalgam zwischen Grossstadt-Electronica und Bamara-Songs ist sie bis heute treu geblieben.
Tamikrest – Toumastin
8. Juli 2011
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Die jüngere Generation der Tamashek-Rocker hat für diese zweite Produktion enorm nachgelegt: im musikalischen Handwerk, dem Songwriting und der Umsetzung. Von der englischen Presse werden sie bereits als die legitimen Nachfolger von Tinariwen gefeiert.
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Aratan N Tinariwen, Ayitma Madjam, Tidit
In den Liedern singt Ousmane Ag Mossa oft von seinem Heimweh. Heimweh nach einer Heimat, die er nie hatte. Denn das Volk der Tuareg (Kal Tamashek) wird seit Jahrhunderten immer wieder vertrieben, die Stämme leben verstreut in allen Ländern der westlichen Sahara. Die moderne Zivilisation zwingt sie immer vehementer, ihr Nomadenleben aufzugeben. So wird aus dem Heimweh eine Sehnsucht, dass zumindest die Kultur der Tuareg, ihre Lebensweisheit und ihr Freiheitsdrang nicht untergehen oder vereinnahmt werden. In der Musik haben die Tamashek eine Möglichkeit gefunden, von der restlichen, westlichen Welt wahrgenommen werden.
Fatoumata Diawara – Kanou
29. Juni 2011
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Es ist schwer, aus dieser 4-Songs-EP herauszulesen, wohin die musikalische Karriere dieser Sängerin zielt. Vielleicht ist es auch “nur” der Teaser zum seit über einem Jahr angekündigten Album der jungen Malierin. Das volle Album ist für September angekündigt.
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Kanou, Bakonoba, Nayan
Musik ist nicht die einzige Leidenschaft von Fatoumata Diawara. Sie wurde erst zuhause, und später in Europa als Tänzerin und Schauspielerin bekannt. In ihrer Wahlheimat Frankreich vor allem als Mitglied der Theatertruppe Royal de Luxe und der Bühnenfassung von Kirikou et Karaba. Seit rund zwei Jahren hat sie ein fixfertiges Album in der Schublade. Das blieb auch dort, weil Nick Gold von World Circuit das junge Talent unter Vertrag nahm. Fatoumata tourte quer durch Europa, trat an vielen Festivals auf, machte sich dem WOMEX-Publikum bekannt, und jetzt endlich etwas auf einem Silberling.
Mamadou Diabaté – Courage
18. Juni 2011
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Wie der Niger, die Wasserader seiner Heimat Mali, fliessen die Melodien von Mamadou Diabaté, seine Kora klingt hell und sprudelnd. Der Grammy-Gewinner hat für sein aktuelles Album zwei ausgewiesene Instrumentalisten Malis ins Studio nach Bamako eingeladen.
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Yaka Yaka, Welcome Home, Kita Djely
Die Kora und die Familie Diabaté, das passt bestens zusammen. Mamadou ist der Cousin von Toumani, aber seine Karriere hat ihn einen ganz andern Weg gehen lassen. Sein musikalisches Handwerk war schon so ausgefeilt, dass er bereits als 21jähriger die Möglichkeit erhielt, mit dem Instrumental Ensemble of Mali für eine Tournee in die USA zu reisen. Er blieb in New York hängen, und fand dort schnell auch Kontakt zur Jazzszene. Trotz dieser Stilausweitung blieb seine musikalische Quelle die Melodienwelt der westafrikanischen Griots.
Vieux Farka Touré – The Secret
7. Juni 2011
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Die dritte Studioproduktion von Vieux zeigt, dass der junge Gitarrist auf keinen Fall auf irgendwelchem Lorbeer ausruhen will. Die Studio-Gäste sind nicht nur eine Bereicherung, sondern auch eine Herausforderung, denn die meisten sind Gitarristen.
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Aigna (feat. Derek Trucks), All The Same (feat. Dave Matthews), Lakkal
Schlag auf Schlag geht’s vorwärts mit dem junge Touré. Auf eine fast endlose Konzerttour durch die amerikanischen Staaten folgte ein Projekt mit Toumani Diabaté mit Songs seines Vaters Ali. Dann die grosse Eröffnungsshow der Fussballweltmeisterschaft, eine weitere Tour, diesmal mit Taj Mahal, und ab ins Studio. Die Produktion des aktuellen Albums lag diesmal in den Händen von Eric Krasno, der als Gitarrist zwischen Soul, Hip Hop und Funk hin und her pendelt. Und eine illustre Gästeschar ist auch dabei. Mit Dave Matthews entsteht gar ein Song mit Pop-Appeal.
Boubacar Traoré – Mali Denhou
8. März 2011
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Nach fünf Jahren gibt es wieder ein Lebenszeichen der Blues-Ikone aus Mali – es ist ein tänzelndes, fröhliches Album.
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Mondeou, Mali Denhou, N’Dianamogo
Boubacar Traoré ist der letzte der noch lebenden grossen Blueser aus Mali. Etwas anders als seine Kollegen Ali Farka Touré oder Lobi Traoré hat er sich seit jeher gerne ausserhalb der Traditionen bewegt, seiner Musik immer wieder eine neue Färbung, ein neues Kleid verpasst. In den 60er und 70er Jahren liess er es twisten und grooven, in den 80er und 90er Jahren herrschte die totale Melancholie. Jetzt ist wieder Lebensfreude hörbar, und gelassene Altersweisheit.













