Titi Robin – Les Rives
24. Januar 2012
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Der Weltenwanderer hat sein Tryptichon vollendet: Indien, Türkei, Marokko – drei wichtige Stationen für die Musik von Titi. Entstanden ist ein musikalischer Erzählband.
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Indien: Farq Hai Kya, Us Dost Ki Taalash Mein, Türkei: Farimaz – Rumba Türkmen, Lorin, Marokko: Asbrrk, Sahara
Dieses Projekt hat Titi Robin die letzten zwei Jahre beschäftigt. Er erzählte auch in einem Podcast davon. Die Grundidee: in den drei Kulturen, die sein musikalisches Handwerk grundlegend geprägt hatten mit jungen Musikern je eine CD einspielen. Produziert für den heimischen Markt und mit der Infrastruktur des jeweiligen Landes. Erst am Schluss wurden die drei Produktionen zu einer 3 CD & 1 DVD Box zusammen gefügt. Die Geschenkpackung für den Westen, der Inhalt aber ist in den Herkunftsländern hergestellt.
Amina Alaoui – Arco Iris
9. Oktober 2011
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Eine melancholische Erinnerung an eine Zeit, die vor tausend Jahren den Westen der Mittelmeerregion prägte. Gleichzeitig eine moderne Interpretation von Musikgeschichte.
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Fado Al-Mu’tamid, Las Morillas de Jaén, Arco Iris
Amina Aloui wurde in Fes geboren und wuchs sehr früh in die andalusische Musik hinein. Wobei hier nicht das heutige Andalusien gemeint ist, sondern das Al-Andalus vor 1000 Jahren, als der Süden der iberischen Halbinsel eine Provinz erst des Kalifats und später verschiedener Berber-Königshäuser war. Für die Region war es eine Zeit von wirtschaftlicher und kultureller Blüte. Aus der Musik die damals gespielt wurde, und die heute zusammenfassend als Gharnati bezeichnet wird, entwickelten sich viel später Stile wie der spanische Flamenco oder den portugiesische Fado.
Aziz Sahmaoui – University of Gnawa
15. August 2011
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Melodien und Grooves aus dem Atlas-Gebirge, Chaâbi aus Marrakech und der Jazz der europäischen Grossstädte: Aziz Sahmaoui gibt dem Sound der Gnawa ein neues Kleid.
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Salabati, Maktoube, Sawayé
Aziz Sahmaoui verbrachte die erste Zeit seines Lebens in Marokko, die zweite zwischen Paris und Wien. Aus seiner alten Heimat brachte er den tiefen und treibenden Puls der Gnawa-Musik mit, jener Sufimusik, die aus der Verschmelzung von westafrikanischen und Berber-Quellen entstand. In Europa kam das musikalische Experiment und der Jazz hinzu. In Paris war er u.a. Mitglied des Orchestre National de Barbes, und später Mitglied des Joe Zawinul Syndicate. Seine eigenen Lieder schrieb er in diesem Spannungsfeld.
«Les Rives»: Titi Robin bloggt über sein neues Projekt
19. November 2010
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Der französische Weltenbürger und Saitenkünstler Titi Robin verfolgt ein Langzeitprojekt: ein musikalisches Tryptichon ist am entstehen. Jede der drei entstehenden CDs zeigt Titis Begegnungen mit Musikern der drei Kulturkreise Indien, Türkei und Marokko. Den Entstehungsprozess beschreibt er in einem zweisprachigen Blog mit dem Titel «Les Rives / River-Banks».
Robin hat diese drei Länder schon oft bereist, viel dort gespielt und hat viele Freunde unter den dort ansässigen Musikern. Aber es geht nicht nur um die Aufnahmen. Die eingespielten CDs und die Booklets sollen in den jeweiligen Ländern und von einheimischen Produzenten hergestellt werden. Auch der Vertrieb ist lokal organisiert und erfolgt in der ersten Phase exklusiv für das entsprechende Land. Die schlussendlich im Westen erscheinende 3 CD starke Box wird ebenfalls in den musikalischen Herkunftsländern produziert.
Der Blog «Les Rives / River Banks» lässt alle einzelnen Schritte miterleben.
Hindi Zahra – Handmade
2. März 2010
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Sie hat das Nomadentum in den Genen, sowohl was ihr Leben betrifft, als auch ihr musikalisches Erbgut. Kein Wunder fällt diese Produktion zwischen sämtliche Musik-Kategorien – globalsounds eben.
Hindi Zahra wuchs in der Kleinstadt Khouribgha im Zentrum Marokkos als Kind von französisch-marokkanischen Eltern auf; d.h. das war die Heim-Adresse, denn die Familie war viel auf Reisen. Mit 18 fand sie einen Job in Paris, im Louvre. Heute pendelt sie zwischen verschiedenen Heimaten und Künsten hin und her – eine Nomadin eben. Ihre Idole kommen aus ganz unterschiedlichen Kulturen: Ella Fitzgerald steht für den Jazz, Yma Sumac für eine magische Stimme und die Exotik Südamerikas, und Oum Kalsoum als die arabische Stimme schlichthin. In einem Interview erklärte sie Stefan Franzen (JazzThing), warum vor allem diese drei sie beeinflussten: Weiterlesen
Watcha Clan – Diaspora Hi-Fi
27. Oktober 2009
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Die Nomaden mit Basislager in Marseille bereisen die Küsten und Kulturen rund um’s Mittelmeer, und verflechten die Fundstücke zuhause in ihren Maschinen zu globalen Soundlandschaften.
Seit mehr als einem Jahrzehnt fischen Sängerin Sista K und ihre Truppe Songideen aus dem Mittelmeer. Alle Mitglieder der Truppe haben eine Biografie, die in den Kulturen, den Religionen, den Wohnorten im Magreb und in Südeuropa mäandert. Die vielfältigen Einflüsse übersetzen sie in Songs, die zwischen theatralischem Arrangement und sequenzer-getriebenen Rhythmen zuhause sind.
Jon Balke, Amina Alaoui – Siwan
4. August 2009
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Ein norwegischer Pianist, eine marokkanische Sängerin, ein algerischer Geiger, Gedichte, die beinahe 1000 Jahre alt sind, produziert für das ECM-Label – das sind die Eckpfeiler einer ergreifenden Klangreise.
Weder ist es Jazz, noch ist es Musik-Ethnologie, obwohl beide Elemente in den Kompositionen zu finden sind. Jon Balke betont in einem Interview bei Spinner, dass es sich bei den Aufnahmen in keinster Weise um traditionelles Material handelt. Aber sowohl Komponist wie Sängerin bauen auf musikalischen Techniken, die aus der Zeit zwischen dem 8 Jhd. und dem 15 Jhd. stammen, als die iberische Halbinsel arabische Herrscher hatte und den Namen Al Andalus trug. Von hier ausgehend entwickelten sich in beiden Kulturen unterschiedliche Musiktraditionen, mit einer Gemeinsamkeit: Ein Teil der Stücke ist jeweils vorgegeben, der andere Teil ist Improvisation. Bei uns in Europa ist diese Zeit eine der Hauptquellen für die gesamte Musik des Barock.
Kasbah Rockers (with Bill Laswell) – Kasbah Rockers
5. Januar 2009
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Pat Jabbar hat seine Kerntruppe vergrössert und unter einem weiteren Namen erneut zugeschlagen. Obschon da “Rockers” steht, pumpen die Sequenzer und wehen die Hallfahnen.
Die Produktionen des Baslers Electronica und Dub-Produzenten Pat Jabbar finden zwischen Basel, Marrakech und New York statt. In Basel hat er sein eigenes Studio. In New York spielt der Dub-Pionier Bill Laswell in seinem eigenen Studio jeweils die Basslinien ein. Je nach dem, welche zusätzlichen Instrumente aufgenommen werden müssen, welche Sänger aus dem grossen Universum von Pat noch dazu kommen, wird auch noch in Marrakech oder Oran produziert. Die Songs drehen sich um die Lebensbeobachtungen von jungen Muslimen in einer westlichen Wertewelt, und klammern auch Anti-Irak-Kriegs Songs nicht aus (FalluDJah Car).
Driss El Maloumi, Ballaké Sissoko, Rajery – 3MA
30. Dezember 2008
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Drei Saitenkünstler treffen sich für ein Projekt, das die Stile aus Nord-, West und Südafrika verschmelzen lässt – es entstehen Melodien wie ein lauer Sommerwind.
Für den Norden steht der Oud-Musiker Driss El Maloumi, für den Westen – oder die Mitte des Kontinents – der Korameister Ballaké Sissoko. Und aus dem Süden, Madagaskar, kommt Rajery mit seiner Valiha. Die drei trafen sich 2006 beim Festival Timitar in Agadir zum ersten Mal – und beschlossen, das zufällige Aufeinandertreffen zu vertiefen und festzuhalten. Marokko, Mali und Madagaskar ergibt abgekürzt 3MA.





