The Chieftains feat. Ry Cooder – San Patricio

10. März 2010  
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Paddy Moloney von den Chieftains ist sich sicher: Selbst wenn historische Geschehnisse vergessen werden bleibt die Erinnerung in der Musik erhalten.

Die Legende um eine mehrheitlich irische Söldnertruppe, die San Patricios, die auf der Seite der Mexikaner gegen die Amerikaner kämpften, ist die historische Grundlage für dieses Album. Paddy Moloney machte sich daran, die Bruchstücke dieser Erinnerung in der mexikanischen Musik zu suchen. In Ry Cooder fand er einen Mitstreiter, der sich in der Kultur der Grenzregion USA / Mexiko historisch und musikalisch bestens auskennt.

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Lhasa – The Living Road

5. Januar 2010  
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lhasa-living-roadMit diesem Album sang sich Lhasa 2003 in die Herzen des grossen Publikums, mit «The Living Road» machte sie den Schritt vom Geheimtipp zum stillen Star.

Das Leben von Lhasa de Sela war ein Leben unterwegs. Sie verbrachte einen Grossteil ihrer Jahre „on the road“: Als Kind im Wohnwagen ihrer Eltern unterwegs in Mexiko und ganz Nordamerika, als Erwachsene zwischen Kanada und Europa, als Künstlerin zwischen der Malerei und der Musik. Sie bearbeitete, was immer Bildhaftes sich in ihrer Existenz einnistete. Dabei spielte die Stimmung eine grössere Rolle, als der Stil oder die Sprache. Am 1. Januar 2010 verlor sie in ihrer Wahlheimat Montreal ihren Kampf gegen den Krebs.

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Rodrigo y Gabriela -11:11

30. September 2009  
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rodrigo-i-gabriela-11-11Die beiden mexikanischen Gitarrenvirtuosen und -Traktierer haben ein Album für elf ihrer musikalischen Helden eingespielt. Und ein paar Gäste eingeladen.

Sie spielen immer noch Rock auf akustischen, mit Nylonsaiten bespannten Gitarren. Haben bei den Vorgänger-Alben vor allem ihre Helden aus der Metall-Szene ihre Spuren in den Kompositionen hinterlassen, so weitet sich nun der Horizont aus. Sie verneigen sich musikalisch vor Paco de Lucia, Jimi Hendrix, Astor Piazolla, Al di Meola, John McLaughlin, Carlos Santana oder dem Trio Joubran. Dies sind die Inspirationsquellen – die schlussendlichen Kompositionen sind ganz klar in der Technik der Virtuosen umgesetzt worden.

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Mexican Boleros

17. August 2009  
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mexican-bolerosSchon mal in Erinnerungen geschwelgt, die nicht die eigenen waren? Nicht? Dann kann die Erfahrung mit dieser Sammlung gemacht werden.

Im Untertitel heisst die CD «Songs of Heartbreaking, Passion & Pain, 1927 – 1957». Sie kommt aus dem Hause Trikont und bietet damit Gewähr, dass hier umsichtige Sammler und Spurensucher am Werk waren. In den Liedern wird geschmachtet, gelitten, gehofft und verzweifelt. Die Songs lassen in meinem Hirn ganze Sammlungen von schwarz-weiss Filmen ablaufen, in denen es um Sehnsucht, Liebe, Mord, Zorn und Ehre geht. Einzelne Aufnahmen kommen mit dem Charme der rauschenden Shellack-Platten daher, insgesamt aber haben die Toningenieure sehr gute Arbeit geleistet.

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Lila Downs – El Alma De…

28. Juli 2009  
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lila-downs-el-alma-de…und im Untertitel heisst es : «The Very Best of…». Stimmt fast, denn die letzte Produktion wird ausgeblendet.

Es müsste also heissen: Die besten Songs bis zum Album «Shake away». Mit dem letzten Album ist die Stimmakrobatin auch zu vielen HörerInnen durchgedrungen, die sie vorher als „zu mexikanisch“ oder „zu pathetisch“ ausgeblendet hatten. Das sind aber auch zehn Jahre, oder fünf Alben, welche hier zusammengefasst werden. Dass der eine oder andere Song „fehlt“, liegt im Schicksal einer Best-of-Sammlung.

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Lhasa – Lhasa

25. April 2009  
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lhasa-lhasaSie beeilt sich nicht, die Sängerin/Songschreiberin aus Kanada. Weder in ihren Songs, noch mit der Produktion ihrer Werke.

Die Songs von Lhasa de Sela wuchsen bisher auf den kulturellen Grenzlinien zwischen der englischen, der französischen und der spanischen Kultur. Genauer: in jenen Regionen, wo sich diese Kulturen überschneiden – Mexiko, USA und Kanada. Waren die letzten Alben gut instrumentiert, die Arrangements für die Aussagen der Lieder mitverantwortlich, so pinseln Pedal Steel Gitarre, Harfe oder ein einsames Piano jetzt mehr musikalische Atmosphären. Die Stimme steht im Vordergrund und trägt die Songs fast alleine.

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Chavela Vargas – Cupaima

8. April 2009  
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chavela-vargas-cupaimaDiese Produktion ist das Vermächtnis einer grossen Sängerin, die selbst im leisesten Flüstern noch voll präsent ist.

Viele Nichtmexikaner haben diese aussergewöhnliche Sängerin im Kino kennen gelernt: In den Filmsoundtracks von Werner Herzog, Pedro Almodóvar oder in Julie Taymors Film «Frida». In zweifacher Hinsicht ist sie in diesem Film präsent, als Sängerin und als Teil der persönlichen Lebensgeschichte der Malerin Frida Kahlo, denn sie waren einst ein Paar. Der Kauf des Digipacks lohnt sich, denn auf der DVD blickt die Sängerin in ausführlichen Interviewsequenzen auf ihr spannendes Leben zurück, erzählt über ihre Musik und wie sie die Welt sieht. Die Kamera begleitet sie auch in Studio zur Aufnahme dieses letzten Albums. Ein ausführliches, spanisches Interview gibt es auch bei «La Jornada».

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Chingon – Mexican Spaghetti Western

13. Februar 2009  
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chingon-mexican-spaghetti-esternWenn einem mexikanischen Westernregisseur die Musik fehlt, und er dazu noch in Texas wohnt, dann kommt dabei Morricone-Musik für E-Gitarre heraus.

Trockene Luft, Staub, Pistoleros auf schnellen Rössern reiten in die Stadt, um dort zum endgültigen Duell anzutreten. Und jetzt nicht «Version Ennio Morricone», sondern à la méxicaine: Akkustische Gitarren treffen auf verzerrte E-Gitarren. Und gewürzt wird das ganze mit viel Hau-drauf-Laune. Ranchero-Stimmung trifft Heavy-Metall und alles tönt so wie man sich Mexiko vorstellt: Liebenswürdig, etwas chaotisch und sehr scharf.

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Lila Downs: Ojo de Culebra

20. Dezember 2008  
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Lila Downs: Ojo de Culebra


Lila Downs – Shake Away

20. Dezember 2008  
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lila-downs-shake-awayDie Mexikanerin übertrifft sich mit jeder neuen Produktion selber. Shake away zielt auf ein Publikum, das sich sonst nicht mit Weltmusik beschäftigt, vertreibt dabei aber keinen Fan.

It’s in the mix könnte man die Produktion überschreiben. Mix musss man auf vielen Ebenen verstehen: Es sind Songs aus dem Repertoire von Fleetwood Mac («Black Magic Woman») drauf, von Lucinda Williams («Yo envidio el viento»). Und Gäste wie die Flamenco Sängerin La Mari de Chambao, Mercedes Sosa, die Grand Lady des argentinischen Folk. Es ist aber auch der Mix in den Stimmungen: Mal hört man die mexikanisch treibenden Arrangements wie sie von den Los Lobos stammen könnten. Dann wieder steht Tom Waits Pate, und die Bläser im nächsten Songs tönen nach New Orleans.

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