Lhasa – Lhasa
25. April 2009
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Sie beeilt sich nicht, die Sängerin/Songschreiberin aus Kanada. Weder in ihren Songs, noch mit der Produktion ihrer Werke.
Die Songs von Lhasa de Sela wuchsen bisher auf den kulturellen Grenzlinien zwischen der englischen, der französischen und der spanischen Kultur. Genauer: in jenen Regionen, wo sich diese Kulturen überschneiden – Mexiko, USA und Kanada. Waren die letzten Alben gut instrumentiert, die Arrangements für die Aussagen der Lieder mitverantwortlich, so pinseln Pedal Steel Gitarre, Harfe oder ein einsames Piano jetzt mehr musikalische Atmosphären. Die Stimme steht im Vordergrund und trägt die Songs fast alleine.
Chavela Vargas – Cupaima
8. April 2009
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Diese Produktion ist das Vermächtnis einer grossen Sängerin, die selbst im leisesten Flüstern noch voll präsent ist.
Viele Nichtmexikaner haben diese aussergewöhnliche Sängerin im Kino kennen gelernt: In den Filmsoundtracks von Werner Herzog, Pedro Almodóvar oder in Julie Taymors Film «Frida». In zweifacher Hinsicht ist sie in diesem Film präsent, als Sängerin und als Teil der persönlichen Lebensgeschichte der Malerin Frida Kahlo, denn sie waren einst ein Paar. Der Kauf des Digipacks lohnt sich, denn auf der DVD blickt die Sängerin in ausführlichen Interviewsequenzen auf ihr spannendes Leben zurück, erzählt über ihre Musik und wie sie die Welt sieht. Die Kamera begleitet sie auch in Studio zur Aufnahme dieses letzten Albums. Ein ausführliches, spanisches Interview gibt es auch bei «La Jornada».
Chingon – Mexican Spaghetti Western
13. Februar 2009
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Wenn einem mexikanischen Westernregisseur die Musik fehlt, und er dazu noch in Texas wohnt, dann kommt dabei Morricone-Musik für E-Gitarre heraus.
Trockene Luft, Staub, Pistoleros auf schnellen Rössern reiten in die Stadt, um dort zum endgültigen Duell anzutreten. Und jetzt nicht «Version Ennio Morricone», sondern à la méxicaine: Akkustische Gitarren treffen auf verzerrte E-Gitarren. Und gewürzt wird das ganze mit viel Hau-drauf-Laune. Ranchero-Stimmung trifft Heavy-Metall und alles tönt so wie man sich Mexiko vorstellt: Liebenswürdig, etwas chaotisch und sehr scharf.
Lila Downs: Ojo de Culebra
20. Dezember 2008
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Lila Downs: Ojo de Culebra
Lila Downs – Shake Away
20. Dezember 2008
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Die Mexikanerin übertrifft sich mit jeder neuen Produktion selber. Shake away zielt auf ein Publikum, das sich sonst nicht mit Weltmusik beschäftigt, vertreibt dabei aber keinen Fan.
It’s in the mix könnte man die Produktion überschreiben. Mix musss man auf vielen Ebenen verstehen: Es sind Songs aus dem Repertoire von Fleetwood Mac («Black Magic Woman») drauf, von Lucinda Williams («Yo envidio el viento»). Und Gäste wie die Flamenco Sängerin La Mari de Chambao, Mercedes Sosa, die Grand Lady des argentinischen Folk. Es ist aber auch der Mix in den Stimmungen: Mal hört man die mexikanisch treibenden Arrangements wie sie von den Los Lobos stammen könnten. Dann wieder steht Tom Waits Pate, und die Bläser im nächsten Songs tönen nach New Orleans.


