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	<title>globalsounds.info &#187; Norwegen</title>
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	<description>Die Welt zwischen den Ohren</description>
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	<itunes:summary>globalsounds.info bringt Neuerscheinungen, Reportagen und Interviews mit MusikerInnen rund um den Planeten. Egal ob man diese Musik mit Worldmusic, Ethnopop, Afrobeat, Latin, Roots, Raï, International Folk oder sonst wie betitelt - wir sagen dem Globalsounds, und stellen MacherInnen und ihre Werke hier vor.</itunes:summary>
	<itunes:author>Jodok W. Kobelt</itunes:author>
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		<title>globalsounds.info &#187; Norwegen</title>
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		<title>Beginners Guide to Scandinavia</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 08:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es macht durchaus Sinn, die nordischen Länder in einem gemeinsamen Sampler musikalisch vorzustellen, denn die Gemeinsamkeiten sind ohrenfälliger als die kulturellen Unterschiede. Pop &#38; Contemporary: Vuoko Hovatta (Finnland): Aletta, Valravn (Dänemark/Faröer): Seersken Folk &#38; Roots: Sigrid Moldestad (Norwegen): Gata, Morild (Dänemark/Finnland): Der Stole Tre Skalke Jazz, Experimental &#38; Atmospheres: Bazar Bla (Schweden): Stilla, Agnar Már [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es macht durchaus Sinn, die nordischen Länder in einem gemeinsamen Sampler musikalisch vorzustellen, denn die Gemeinsamkeiten sind ohrenfälliger als die kulturellen Unterschiede.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2011/09/beginners-guide-to-scandinavia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8743" title="beginners-guide-to-scandinavia" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2011/09/beginners-guide-to-scandinavia-200x200.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a>Pop &amp; Contemporary: <em>Vuoko Hovatta (Finnland): Aletta, Valravn (Dänemark/Faröer): Seersken</em></p>
<p>Folk &amp; Roots: <em>Sigrid Moldestad (Norwegen): Gata, Morild (Dänemark/Finnland): Der Stole Tre Skalke</em></p>
<p>Jazz, Experimental &amp; Atmospheres: <em>Bazar Bla (Schweden): Stilla, Agnar Már Magnússon (Island): Heimkoma</em></p>
<p>Hand auf’s Herz: Wie viele Bands und Interpreten aus den nordischen Ländern zwischen den Faröer Inseln und Island kennst du, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ABBA" target="_blank">ABBA</a>, <a href="http://bjork.com/" target="_blank">Björk</a> und <a href="http://www.garbarek.com/" target="_blank">Jan Garbarek</a> mal nicht eingerechnet? Was bleibt nach Namen wie <a href="http://www.globalsounds.info/2009/12/varttina-25/">Värttinä</a>, <a href="http://www.globalsounds.info/2010/12/maria-kalaniemi-vilda-rosor/">Maria Kalaniemi</a>, <a href="http://www.globalsounds.info/2009/03/kari-bremnes-reise/">Kari Bremnes</a>, <a href="http://www.globalsounds.info/2010/03/wimme-mun/">Wimme</a> oder <a href="http://www.globalsounds.info/2009/09/mari-boine-sterna-paradisea-cuovgga-airras/">Mari Boine</a>? Eben. Hier kommt dieser 3 CDs starke Sampler gerade recht. Er macht keine Unterschiede zwischen den Ländern und braucht die Unterteilung in Roots, Pop und Jazz bloss als Strukturhilfe. Stilistisch ist alles so weit offen, dass vom Joik bis zum unstrukturierten klanglichen Experiment alles Platz hat. Zeitlich umfasst der Sammel-Horizont rund zwei Jahrzehnte.</p>
<p><span id="more-8740"></span>Zwei Dinge fallen beim Durchhören der 39 Songs sofort auf: Die Liebe der Nordländer zu ungewöhnlichen Sounds. Egal ob es irgendwelche traditionellen Instrumente, Eis und seltsamen Verstärkern sind, seltsamen Perkussionen (irgendwelche Besen auf irgendwelche Bleche) oder synthetisch produzierte Klänge. Und ein klares Bekenntnis zum steten Schlag der Trommel. Egal wie komplex die Rhythmen auch gebaut sind, irgendwo im Inneren der Lieder und Kompositionen schlägt eine Herzschlag ruhig, stark, unbeirrt, fast schon stoisch.</p>
<p><strong>Eine Entdeckungsreise</strong></p>
<p>Beim ersten Durchhören die Ahnung: Ja, die Winternächte sind lang in den Ländern oben im Norden, Schwermut und Melancholie formen die Melodien. Ein zweites und drittes Anhören bringt dann die anderen Stimmungen ans Licht: Da ist etwas Tänzelndes, dort etwas Ironie, hier eine rechte Portion Witz und daneben gleich wieder eine Romanze, ein Lächeln. Wer mehr zu den Hintergründen und zur Entstehung des Samplers erfahren möchte kann dies in einen Interview (auf Englisch) mit der Kuratorin des Samplers machen: <a href="http://worldmusiccentral.org/2011/07/23/tatiana-rucinska-reveals-the-beginner%E2%80%99s-guide-to-scandinavia/" target="_blank">Tatiana Rucinska im Gespräch mit Angel Romero von Worldmusic Central.</a></p>
<p><strong class="rating">Rating:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9733;&#9734;&nbsp;</p>
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		<title>Mari Boine &#8211; Sterna Paradisea (Čuovgga Áirras)</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 04:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neu in den Läden]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie ist eine Meisterin im vertonen von Seelenlandschaften. Und verknüpft auf dem aktuellen Album mühelos die Kultur der Samen im hohen Norden mit jener der Xhosa in Südafrika. Weit, aber konsequent, ist der Weg, den Mari Boine bisher zurücklegte: Von der jungen Sami-Sängerin, die der Welt die Joiks ihrer Heimat brachte und sich dabei auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/09/mari-boine-sterna-paradisea.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3492" title="mari-boine-sterna-paradisea" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/09/mari-boine-sterna-paradisea-200x200.jpg" alt="mari-boine-sterna-paradisea" width="200" height="200" /></a>Sie ist eine Meisterin im vertonen von Seelenlandschaften. Und verknüpft auf dem aktuellen Album mühelos die Kultur der Samen im hohen Norden mit jener der Xhosa in Südafrika.</p>
<p>Weit, aber konsequent, ist der Weg, den Mari Boine bisher zurücklegte: Von der jungen Sami-Sängerin, die der Welt die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joik">Joiks </a>ihrer Heimat brachte und sich dabei auf die Trommel als Begleitung verliess, bis zur Singer/Songwriterin die sie heute ist. Jede CD ist ein Reisetagebuch, die Songs wie Fotos, Erinnerungen. Im letzten Jahr entstand der Filmsoundtrack zu   <a href="http://www.storyculture.com/blog/2008/02/mari-boine---mu.html">«The Kautokeino Rebellion»</a>. Dort arbeitete sie auch mit der Sami-Lyrikerin <a href="http://www.myspace.com/rawdnace">Rawdna Carita Eira</a> zusammen. Eine Zusammenarbeit, die sich jetzt in über der Hälfte der Songs fortsetzt, denn Rawdna malt so mit Worten, wie es Mari mit Tönen macht.</p>
<blockquote><p><span id="more-3488"></span>We sell the fairest dreams here<br />
We promise a fresh new tomorrow<br />
(aus <em>Soria Moria Palássa</em>)</p></blockquote>
<p>Boine bringt auch Afrika in ihre Musik. In drei Songs spielen die Xhosa-Sängerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Madosini">Madosini </a>und der Chor der <a href="http://www.music.org.za/artist.asp?id=87">Abaqondisi Brothers</a> eine tragende Rolle. Neben dem erdigen Xhosa-Harmonien haben Boine und die Multiinstrumentalisten Svein Schultz und Ole Jørn Myklebust eine Klanglandschaft aufgebaut, die zwischen sphärischer Begleitung, vorsichtig ausbalancierter Technologie und nordisch-jazziger Klangmalerei liegt. Das Album ist popiger, zugänglicher, aber doch meilenweit weg vom Mainstream. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Songs auf der Bühne mehr zelebriert als gesungen werden müssen. Aber das kann jeder selber überprüfen: die Sängerin ist bis Ende Jahr zwischen Helsinki, Berlin und Kapstadt unterwegs.</p>
<p>Die Songs auf Sterna Paradisea entwickeln einen starken Sog. Wer mitreist, lernt Innenwelten kennen.</p>
<ul>
<li>Lene Májjá </li>
<li>Ipmiliin Hálešteapmi (Conversation With God) </li>
<li>Skealbma (The Mischievous) </li>
</ul>
<p><strong class="rating">Rating:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9733;&#9734;&nbsp;</p>
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		<title>Mari Boine &#8211; Idjagieđas</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 08:02:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit jeder Produktion wächst die Sicherheit der norwegischen Sängerin. Die Songs sind fest geerdet, und einige kommen in die Nähe einer schamanischen Anrufung. Am 3. September 2009 erhält Mari Boine offiziell den höchsten norwegischen Kulturpreis, den Anders Jahres Legat. Als sie 1990 ihr erstes Album «Gula Gula» auch auf Peter Gabriels Realworld-Label veröffentlichte, wurde die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/09/mari-boine-idjaiedas.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3427" title="mari-boine-idjaiedas" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/09/mari-boine-idjaiedas-200x200.jpg" alt="mari-boine-idjaiedas" width="200" height="200" /></a>Mit jeder Produktion wächst die Sicherheit der norwegischen Sängerin. Die Songs sind fest geerdet, und einige kommen in die Nähe einer schamanischen Anrufung.</p>
<p>Am 3. September 2009 erhält Mari Boine offiziell den höchsten norwegischen Kulturpreis, den <a href="http://www.ajhs.no/Pressemeldinger/15.06.09.asp">Anders Jahres Legat</a>. Als sie 1990 ihr erstes Album <a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewAlbum?id=60895274&amp;s=143459">«Gula Gula»</a> auch auf Peter Gabriels Realworld-Label veröffentlichte, wurde die Welt ausserhalb Norwegens auf die Kunst des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joik">Joik </a>und die Kultur der Samen aufmerksam. Boines  Stimme, ihre Trommelbegleitung hatten etwas Archaisches und gleichzeitig Berührendes an sich. Die musikalische Entwicklung führte sie in über zehn Produktion weg vom Joik, hin zu einer sphärischen Umsetzung von Seelenzuständen und Naturbetrachtungen.</p>
<p><span id="more-3422"></span>Darum heisst es in der Begründung der Jury</p>
<blockquote><p>Mari Boine wird ausgezeichnet weil sie massgeblich dazu beigetragen hat, die samische Kultur Norwegens international und in Norwegen selbst als eigenständige zukunftsweisende Kunstform, befreit von folkloristischer Kuriosität, einem breiten Publikum nahezubringen.<br />
Zitat <a href="http://www.folker.de/nav/aktuell.php#20090825">www.folker.de</a></p></blockquote>
<p>Mit «Idjagieđas» hatte sich die Sängerin 2006 nach einer längeren Szeneabwesenheit wieder zurückgemeldet. Es ist eine insgesamt ruhige Scheibe. Mari Boine hat sich von der Begleitung durch den digitalen Maschinenpark etwas befreit, und die musikalische Umsetzung wieder mehr in die Hände von Musikern gelegt. Das tut gerade  den sehr leisen und ruhigen Nummern gut, die erhalten so viel mehr Atem. Dass sie von Kritikern gern als musikalische Schamanin bezeichnet wird, schmeichelt ihr zwar, aber es passe nicht zu ihrer Musik, erklärt sie Peter Bickel in einem ausführlichen Interview für <a href="http://www.nordische-musik.de/artikel/mari-boine.php">Nordische-Musik.de.</a></p>
<p>«Idjagieđas» ist eine atmosphärisch dichte, ruhige Produktion einer nachdenklichen Sängerin, die nicht Musik macht, um der Welt etwas zu beweisen, sondern um ihr was zu geben.</p>
<ul>
<li>Idjagieđas (In the hand of the night) </li>
<li>Davvi bávtiin (On the fells of the north) </li>
<li>Diamántta spáillit (Reindeer of Diamond) </li>
</ul>
<p><strong class="rating">Rating:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&frac12;&#9734;&nbsp;</p>
<p>In diesen Tagen wird eine neue Produktion in die Läden kommen. Auf MySpace kann man schon reinhören &#8211; da taucht Afrika in den Songs auf!</p>
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		<title>Jon Balke, Amina Alaoui &#8211; Siwan</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 08:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Al Andalus]]></category>
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		<category><![CDATA[ECM]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Jon Balke]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein norwegischer Pianist, eine marokkanische Sängerin, ein algerischer Geiger, Gedichte, die beinahe 1000 Jahre alt sind, produziert für das ECM-Label &#8211; das sind die Eckpfeiler einer ergreifenden Klangreise. Weder ist es Jazz, noch ist es Musik-Ethnologie, obwohl beide Elemente in den Kompositionen zu finden sind. Jon Balke betont in einem Interview bei Spinner, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/08/jon-balke-siwan.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3093" title="jon-balke-siwan" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/08/jon-balke-siwan.jpg" alt="jon-balke-siwan" width="200" height="200" /></a>Ein norwegischer Pianist, eine marokkanische Sängerin, ein algerischer Geiger, Gedichte, die beinahe 1000 Jahre alt sind, produziert für das ECM-Label &#8211; das sind die Eckpfeiler einer ergreifenden Klangreise.</p>
<p>Weder ist es Jazz, noch ist es Musik-Ethnologie, obwohl beide Elemente in den Kompositionen zu finden sind. <a href="http://www.magnetic.no/Magneticsite/Magnetic_Music.html">Jon Balke </a>betont in einem <a href="http://www.spinner.com/2009/07/07/jon-balkes-norwegian-andalusian-journey-defies-description/">Interview bei Spinner</a>, dass es sich bei den Aufnahmen in keinster Weise um traditionelles Material handelt. Aber sowohl Komponist wie Sängerin bauen auf musikalischen Techniken, die aus der Zeit zwischen dem 8 Jhd. und dem 15 Jhd. stammen, als die iberische Halbinsel arabische Herrscher hatte und den Namen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Andalus">Al Andalus</a> trug. Von hier ausgehend entwickelten sich in beiden Kulturen unterschiedliche Musiktraditionen, mit einer Gemeinsamkeit: Ein Teil der Stücke ist jeweils vorgegeben, der andere Teil ist Improvisation. Bei uns in Europa ist diese Zeit eine der Hauptquellen für die gesamte Musik des Barock.</p>
<p><span id="more-3090"></span>Es ist auch Jazz. Wer Manfred Eicher und seine ECM-Welt kennt (mit u.a. Weltmusikern wie <a href="http://www.globalsounds.info/2009/07/dino-saluzzi-anja-lechner-ojos-negros/">Dino Saluzzi,</a> <a href="http://www.anouarbrahem.com/">Anouar Brahem </a>oder <a href="http://www.garbarek.com/">Jan Garbarek</a>) kennt die Handschrift. Aber es ist weder Jazz mit arabischen Melodien, noch arabische Rhythmen mit barocken Harmonien. Jon Balke beschreibt die grundsätzliche Zusammenarbeit mit der Sängerin <a href="http://www.allmusic.com/cg/amg.dll?p=amg&amp;sql=11:hbfwxqwglddehttp://www.allmusic.com/cg/amg.dll?p=amg&amp;sql=11:hbfwxqwgldde">Amina Alaoui</a> so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Amina sent me a lot of music and I spent a long time working on that&#8230; I went to Granada, presented her with the first versions of the music. And she was very definite about avoiding the clichés of Arabic music, so I had tried to make a kind of wide palette of different suggestions, and she very clearly took some and rejected others. I was very happy for that &#8211; no polite acceptance of something that wouldn&#8217;t work for her.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.spinner.com/2009/07/07/jon-balkes-norwegian-andalusian-journey-defies-description/"><em>Interview Steve Hochman für Spinner</em></a></p></blockquote>
<p>Neben dieser Kernarbeit zwischen Komponist und Sängerin nutzte Balke sein weites Netzwerk: Das Ensemble Barocksolistene, der Perkussionist <a href="http://www.norbakken.no/helge/">Helge Norbakken</a> (auch in der Band von <a href="http://www.globalsounds.info/2009/03/kari-bremnes-reise/">Kari Bremnes</a> zu hören), der Jazztrompeter <a href="http://www.jonhassell.com/">Jon Hassell</a>, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zarb">Zarb</a>-Virtuose <a href="http://www.myspace.com/pedramkhavarzamini">Pedram Khavar Zamini</a> und der Geiger Khei Eddine M’Kachiche kamen zusammen. So entstand ein ätherischer Klangraum mit Bodenhaftung. «Siwan» heisst in der einst gebräuchlichen Umgangssprache <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aljamiado">Aljamiado </a>«Gleichgewicht», «Balance».</p>
<p>Die Nahtstelle zwischen arabischer und europäischer Kultur ist ein Ort voller Gemeinsamkeiten. Schön, dass einem das immer mal wieder zu Ohren gebracht wird. «Siwan» ist eine CD, die Zeit verlangt &#8211; gönnen sie sich diese Auszeit!</p>
<ul>
<li>Ya Analucin </li>
<li>Jadwa </li>
<li>Ya Safwa Ti </li>
</ul>
<p><strong class="rating">Rating:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9733;&#9733;&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kari Bremnes &#8211; Reise</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 08:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Singer/Songwriter]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Album heisst in der norwegischen Ausgabe «Live». Für die deutsche Ausgabe wählte die Sängerin den CD-Titel «Reise», wohl weil es die musikalische Reise durch zwanzig Bühnenjahre zusammenfasst. Live-Alben sind nicht jedermanns Sache. Bei dieser Aufnahme darf man getrost zugreifen. Kari Bremnes ist nämlich nicht nur als Songwriterin mit Gespür für Stimmungen und Atmosphäre bekannt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/03/kari-bremnes-reise.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1535" title="kari-bremnes-reise" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/03/kari-bremnes-reise.jpg" alt="kari-bremnes-reise" width="200" height="200" /></a>Das Album heisst in der norwegischen Ausgabe «Live». Für die deutsche Ausgabe wählte die Sängerin den CD-Titel «Reise», wohl weil es die musikalische Reise durch zwanzig Bühnenjahre zusammenfasst.</p>
<p>Live-Alben sind nicht jedermanns Sache. Bei dieser Aufnahme darf man getrost zugreifen. Kari Bremnes ist nämlich nicht nur als Songwriterin mit Gespür für Stimmungen und Atmosphäre bekannt. Sie holt mit ihren Produktionen auch reihenweise Auszeichnungen in Sachen Klang-Transparenz und Produktion ab. Dies trifft auch für diesen Live-Mitschnitt zu. Obwohl die Band sehr eng verzahnt ihre Grooves legt, tönen die einzelnen Stimmen transparent und klar. Und obwohl fast jeder Song aus einem anderen Konzert-Mitschnitt stammt, kommt das Ganze wie aus einem Guss daher.</p>
<p><span id="more-1533"></span>Das Repertoire hat Kari Bremnes aus ihrem gesamten Schaffen zusammengestellt, wobei das letzten Studioalbums «Over en By» einen grossen Anteil stellt. Figuren wie die Rückgrat-starke Köchin Anna Norge aus der Eisenbahn-Schlafbarake sind aber so klar Teil von Bremnes Leben geworden, dass sie ihren fixen Platz in jeder Set-Liste hat. Gerade dieser zeitlich weit gespannte Bogen der Lieder zeigt, wie trittsicher Bremnes ihren Liederweg beschritten hat. Und die Musiker dieser Aufnahme stellen ihre ganze Virtuosität in den Dienst der Sängerin.</p>
<p>Kari Bremnes liefert mit diesen Konzertaufnahmen den eindrücklichen Beweis, wie dicht und transparent Liveaufnahmen sein können &#8211; und wie ätherisch und und kräftig zugleich ihre Liedkunst ist.</p>
<ul>
<li>Togsang </li>
<li>Per og Pål og Janus </li>
<li>Hvis du kommer tebake igjen </li>
</ul>
<p><strong class="rating">Rating:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9733;&#9734;&nbsp;</p>
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		<title>Ulla Pirttijärvi &#8211; Áibbašeabmi</title>
		<link>http://www.globalsounds.info/2009/01/ulla-pirttijarvi-aibbaseabmi/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 20:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wärmende Töne aus dem kalten Norden Europas: Ulla Pirttijärvi und Frode Fjellheim tragen die Joiks der Samen in den Süden. Die Finnin Ulla Pirtijärvi gilt als eine der führenden Sängerinnen des Joik, dieser lautmalenden Gesangskunst der Samen. Gefragt, über was sie denn da wortlos singe, meinte sie in einem Interview gegenüber Andrew Cronshaw (fRoots): « [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/01/ulla-pirttijarvi-aibbaseabmi.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-895" title="ulla-pirttijarvi-aibbaseabmi" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/01/ulla-pirttijarvi-aibbaseabmi-200x200.jpg" alt="ulla-pirttijarvi-aibbaseabmi" width="200" height="200" /></a>Wärmende Töne aus dem kalten Norden Europas: Ulla Pirttijärvi und Frode Fjellheim tragen die Joiks der Samen in den Süden.</p>
<p>Die Finnin Ulla Pirtijärvi gilt als eine der führenden Sängerinnen des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joik">Joik,</a> dieser lautmalenden Gesangskunst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Samen_(Volk)">der Samen</a>. Gefragt, über was sie denn da wortlos singe, meinte sie in einem Interview gegenüber <a href="http://www.frootsmag.com/">Andrew Cronshaw (fRoots)</a>: « Ich singe Gefühle». Und die lassen sich bekanntlich nicht so leicht in Worte fassen. Ihr musikalischer Mitstreiter und Produzent ist der Norweger Frode Fjellheim, ein Tastenhexer und ebenfalls im Joik beheimatet. Sein Jazz Joik Ensemble öffnet sich  immer mehr den Klangexperimenten der modernen Elektronik, oder anderen Musikwelten. So arbeitete er letzthin mit dem Qawwali-Sänger Sher Miandad Khan zusammen.</p>
<p><span id="more-890"></span>Ulla und Frode hatte zusammen schon das Vorgängeralbum «Máttaráhku askái» herausgebracht. War dort noch der Computer das beherrschende Instrument, so kommen neu eine Vielzahl von Instrumenten hinzu: Cello, Marimba, Saxophon, Gitarre und Perkussion. Die Stimme von Ulla, und einige Begleitstimmen, stehen aber im Vordergrund. Die Sängerin tänzelt zwischen Textphrasen und Lautmalerei hin und her, baut die einfachen Melodien ihrer Joiks bis in den Pop hinein aus. Allerdings kippt es nie ins Geschmäcklerische oder Kitschige. Einzelne Rhythmen sind zu vertrackt, als dass die Songs  klebrig werden könnten. Und wer wissen will, woher die Sounds der Joiks kommen, muss nur &#8220;The Wolves&#8221; oder &#8220;Mátki Máilmái&#8221; hören, dann merkt er dass das meiste der Natur abgelauscht ist.</p>
<p>Moderne Joiks von zwei Musikern, die lustvoll mit ihren Melodien und Klangmöglichkeiten spielen. Das Archaische dieser Gesangskunst passt auch bestens in unsere Popohren.</p>
<ul>
<li>Nieida &#8211; The Sámi Girl </li>
<li>Stoakat </li>
<li>Mátki Máilmái </li>
</ul>
<p><strong class="rating">Rating:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9733;&#9734;&nbsp;</p>
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