Attwenger – Flux
24. September 2011
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Attwenger heisst volle Attacke auf Hörgewohnheiten und wohlige Gemütlichkeit. Das österreichische GrooveSlamPunk-Duo hat auf der aktuellen Produktion wieder ausführlich mit Elektronik und Worten gespielt.
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shakin my brain, mief, ani
Markus Binder, Schlagzeug, Hans-Peter Falkner, Akkordeon. Fertig? Nein, aber schon ein sehr guter Anfang. Denn dazu kommen noch jede Menge Sprachwitz, Wortspielereien, Hintersinniges und Blödelei, Sarkasmus und Groove – jede Menge Groove. Die beiden haben keinerlei Probleme, alles was so den lieben langen Tag unsere Ohren belagert in ein urbanes Volkslied zu verwandeln. «Volk» bitte verstanden als die, die da überall leben, singen, tanzen. Nicht im Sinn jener, welche «Volk» entweder politisch als Masse oder kulturell als die Hüter der unveränderbaren Tradition verstanden haben möchten.
Hotel Palindrone – Jodulator
31. August 2011
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Die Österreicher ticken einfach etwas anders als andere Europäer. Wenn es darum geht die Folk- und Volksmusik neu zu interpretieren sind sie manchmal geradezu grinsend hemmungslos.
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Jodulator 3000, Alpine Muineira & Matavenero, Mei Vota is a Weber
Die Vier, die sich als Hotel verkleiden und keines sind, legen mit «Jodulator» ihre 4 CD vor. Aber das sagt ja kaum was. Ausser, dass sie schon einige Jährchen zusammen musizieren. Dann das etwas wuchernde Instrumentarium: Klarinette, Dudelsäcke, Maultrommeln, Mandola, E-Bass, Saxophon, Geige, Drehleier, Nyckelharpa – und dazu wird gesungen und gejodelt. Nun ist den modernen Alpenmusikanten die Starre und Engheit der verwalteten Volksmusik schon seit langem Grund für Unerhörtes. Und dort beginnt das Abenteuer.
Wiener Tschuschenkapelle – Haus am Wasser
10. September 2010
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Weit ist der Osten, und Musik aus der Balkanregion muss nicht erst durch die Sequenzer, um ins Herz zu treffen. Das belegt einmal mehr die Tschuschenkapelle mit ihrem 15. Album.
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Wie A Hund, Ne Se Beli Mare Mori, Ciganka Sam Mala
Im Zentrum der Tschuschenkapelle steht Sänger und Gitarrist Slvako Ninić. Seit über 20 Jahren pflegen er und seine Mitstreiter die Musiktradition zwischen der Ostsee und Kreta. Obwohl «Tschusch» ein Schimpfwort für Zugewanderte aus dem Balkan ist, gibt es kaum eine wienerischere Band als die Tschuschenkapelle. Inmitten des Balkan-Brass-Techno-Hypes steht die Truppe für das Lied, für Schmeicheleien und Herz-Schmerz-Transfer jenseits von Kitsch und Karriere-Strategie.
La Cherga – Fake No More
10. November 2009
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Wenn die Nabelschnur in die ehemalige Heimat digitalisiert wird, Gegenwart sich in die Erinnerung einmischt, entstehen Sound-Landschaften wie diese.
Die Bandmitglieder von La Cherga wurden alle auf die eine oder andere Art von den Balkankriegen in die Flucht getrieben. Mal war es der frühere, grassierende Nationalismus, mal war es die spätere Aggression. Sie kamen irgendwie nach Österreich, wählten Graz als Basis, und bauten dort eine Dub-Variante ihrer eigenen musikalischen Sozialisation. Als Kroaten, Bosnier und Mazedonier brauten sie mit Zutaten aus der Electronica-Clubkultur und jamaikanischer Sehnsucht so was wie eine Erinnerungsschleife in Dub.
Bonsai Garden Orchestra – Take One
24. Oktober 2009
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Es lebe die Ukulele, und die Lust am Musizieren! Solche Produktionen entstehen, wenn stilistischer Schabernack, Freude am Handwerk und ein herzliches Lachen zusammen kommen.
Als der Medienkünstler Wolfgang Temmel vor ein paar Jahren eine Ukulele geschenkt erhielt, ahnte er wohl nicht, wohin ihn das kleine, unscheinbare Instrument führen würde. Er ist in guter Gesellschaft – das Instrument feiert in diesen Zeiten so was wie eine Renaissance. Als künstlerischer Grenzüberschreiter sah er keinen Grund, die bislang verborgene Verwandtschaft von österreichischer und hawaiischer Musik weiterhin vor der Welt zu verbergen. Und er fand für sein Unterfangen Mitstreiter, die alle irgendwie musikalische Wilderer sind:
Accordion Tribe – Lunghorn Twist
10. April 2009
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Fünf mal Akkordeon aus fünf verschiedenen, kulturelle Heimaten? Das geht sehr gut! Die Fünf tanzen traumartig in den Harmonien herum, und legen sich ständig neue Überraschungen in die Tasten.
Accordion Tribe wurde 1995 vom Amerikaner Guy Klucevsek initiiert. Die weiteren Mitglieder: Otto Lechner bringt die ganze österreichische Musiktradition mit, Bratko Bibič aus Slowenien die Balkan- und Roma-Einflüsse. Maria Kalaniemi aus Finnland steht für die nordische Welt. Bis 2008 wurde sie unterstützt von Lars Hollmer, der leider an Weihnachten 08 starb. Die Frühlingstour 09 bestreiten Accordion Tribe zu viert, “in memory of our friend and colleague.” Ausserhalb der Musikkreise bekannt gemacht wurde die Band durch den gleichnamigen Dokumentarfilm von Stefan Schwietert.





