Luso Noir – Music from Portugese-Speaking Africa
3. Oktober 2011
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Mit Luso Noir will Piranha wohl an seinen Sampler «Egypt Noir» anknüpfen. Dazu musste die Kuratorin DJ Grace Kelly tief im Archiv der Berliner graben und weist damit unfreiwillig auf einen Missstand hin.
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Simentera: Dor di Amor, Orchestra Marrabenta Star de Moçambique & Wazimbo: Nhimba Ya Dota, Ghorwane: Pim-Pam-Pum
Das Label Piranha veröffentlicht auch nicht mehr so viele Neuentdeckungen wie noch vor einem Jahrzehnt. Es pflegt seinen Katalog und bringt aus diesem immer wieder thematische Sampler. Für diesen hier ist der Ausdruck «Saudade» wichtig: von Mosambik bis auf die Kapverden hat die Sehnsucht eine etwas andere musikalische Färbung angenommen als die mitgebrachten Fado-Melodien der portugiesischen Kolonisatoren es vor-fühlten. Da ist nicht nur Herzschmerz in den Songs, sondern auch gleich eines der besten Heilmittel dagegen: Tanz.
Egypt Noir (Nubian Soul Treasures)
19. August 2010
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Das Label Piranha hat in seinem Fundus gestöbert, und einige schwarze Perlen aus Nubien, der Region zwischen Ägypten und dem Sudan, zusammengetragen.
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Fathi Abou Greisha: Hager / Salwa Abou Greisha: Albi El Atouf / Hassan Abdel Aziz: Elleya Misafir
Dass die Musik aus Nubien in europäischen Ohren so vertraut tönt, hat mit den Tonleitern zu tun. Dort die Kaf-Gesänge, hier die Kirchentonarten, beides sind pentatonische Tonsysteme. Soul- und Afro-Rhythmen gehören spätestens seit den Zeiten des nubischen «Godfathers» Ali Hassan Kuban zum Standardrepertoire. Und sonst haben die Nubier noch ihre ganz eigene, ansteckende Rhythmen-Sammlung dabei.
Verschiedene InterpretInnen – Sevdalinka
10. Juli 2010
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In die musikalische Familie von Blues, Fado, Morna oder Tango gehört unbedingt auch Sevdalinka. Dieser Sampler mit Melodien aus Bosnien-Herzegowina und dem weiteren Balkan ist wie eine Beweisführung.
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Avdo Lemeš feat. Theodosii Spassov: Sinoć sam ti, Safo, Dvoru dolazio / Jadranka Stoković and Natsuko Kido Duo feat. Naoki Kita: Što te nema / Muammer Ketencoğlu: Pokraj Vrela Ploća B’jela Mermera
Egal ob aus dem Delta des Mississippi oder von den Küsten der Kapverden, die Sehnsucht ist fühlbar, weit über die Sprache hinaus. Dieses musikalische Herzweh und die Sehnsucht geht direkt vom Ohr ins Herz. Die Namen der Interpreten werden den wenigsten etwas sagen, die besungenen Gefühle jedoch versteht jeder. Das zeigen Interpretation aus dem Herkunftsgebiet aber auch aus Deutschland oder der Türkei.
dunkelbunt – raindrops and elephants
18. September 2009
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Wie interpretiert man ein Label? Ulf Lindeman a.k.a. dunkelbunt macht es vor. Er hat sich vom Repertoire des Piranha Labels inspirieren lassen.
Ein Hamburger in Wien, oder doch eher in Berlin? Egal – auf jeden Fall aus den Lautsprechern. Auch wenn ihn einige (Presse)Texte in die Nähe von Kruder & Dorfmeister rücken, ist das Handwerk von Lindeman doch anders gelagert. Der Vergleich mit Jazzanova passt da schon besser, ist aber immer noch zu technik-lastig. Die Kunst von dunkelbunt ist es, Songs als Songs zu bauen, und nicht als Soundlandschaften. Auch wenn die meisten der Mikrofonkünstler reimen und nicht singen, ist es doch ein Songalbum.





