Marisa Monte – O Qe Você Quer Saber De Verdade

6. Dezember 2011  
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Marisa Montes Stimme ist schmeichelnde Seide. Nach sechs Jahren gibt es endlich wieder etwas von der Traumtänzerin zwischen Samba und Pop – leider ein etwas gar gefälliges Album.

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Depois, Nada Tudo, Seja Feliz

Marisa Monte versucht in den eigenen Aufnahmen, sich nicht zu weit von den popigen Gemeinplätzen der Música Popular Brasileira (MPB) zu entfernen, aber immer genügend Abstand halten, um unverwechselbar zu bleiben. Sie kümmert sich auch um die Tradition, produziert z.B. die Velha Guarda Da Portela, das brasilianische Äquivalent zum Buena Vista Social Club. Und sie ist immer für eine kreative Zusammenarbeit zu haben, zuletzt mit dem Songwritern Devendra Banhart und Rodrigo Amarante für den AIDS-Sampler Red, Hot + Rio 2.

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Putumayo presents African Beat

6. Oktober 2011  
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Musik zwischen Herkunft und Popwelt, zwischen Tradition und Produktion ist der Grundgedanke dieses Putumayo-Albums. Der Gedanke durfte nicht gross wachsen.

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Lëk Sèn: Rebel Blues, Fredy Massamba: Zonza, Afro Fiesta: Baweli

Die Digitalisierung hat die Musikwelt nicht nur in den Studios des Westens grundlegend verändert. Vor allem in den ärmeren Ländern des Südens und des Ostens hat sie zu zwei ganz unterschiedlichen Entwicklungen geführt. Positiv: die MusikerInnen begannen spielerisch ihre eigene, reiche Musikwelt – vor allem die der  Rhythmen – in neue Musikformen weiter zu entwickeln. Negativ: Der Mann am Synthesizer mit all den Presets und Auto-Play-Möglichkeiten verdrängte die Bands von den Auftrittsmöglichkeiten, denn er war viel billiger. Darunter litt die Musik generell.

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Bostich + Fussible – Bulevar 2000

6. Dezember 2010  
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Die beiden Mitglieder des Nortec Collectives legen ein popiges Album vor, mit den Zutaten ihrer Heimatmusik, dem Norteño, einigen echten Instrumenten und viel Studio-Produktionsarbeit.

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Radio Borderland, Punta Banda, Boulevard 2000

Das Nortec Collective, das sind vier mexikanische Musiker/Produzenten. Sie nennen ihre Musik Nortec, weil sie auf den Pfeilern Norteño und Techno aufbaut. Aber genau so durchlässig, wie die Grenze zwischen Mexiko und den USA ist, so löcherig ist auch diese Definition. Während die Kollegen Hiperboreal und Clorofila mit ihren Sounds Richtung Jazz/Lounge resp. Dub und Soundexperimente tendieren, zieht es Bostich + Fussible zum Pop. Übrigens: Bostich hat sich seinen Künstlernamen vom gleichnamigen Yello-Song ausgeleihen. Das sagt auch einiges.

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Souad Massi – Ô Houria

22. November 2010  
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Sie sagte schon immer, dass sie Chansons mit arabischen Texten und Melodien schreibe. Das aktuelle Album setzt auf die französische und amerikanische Seite der algerischen Songschreiberin.

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Samira Meskina, Ô Houria, Une Lettre A… Si H’Med

Etwas härter kritisierend müsste ich schreiben: Souad Massi verabschiedet sich von der Weltmusik und macht jetzt Pop-Chansons. Nur: Sie hat schon immer Pop-Musik gemacht. Am Anfang mit ihren Formationen zwischen Flamenco und Hardrock. Erfolgreich wurde sie mit ihrer persönliche Mischung von mediterranen, magrebinischen Melodien und Texten, eingepackt in Chanson-Arrangements. Jetzt setzt sie andere Prioritäten, das Chanson zuerst, die arabischen Farben an zweiter Stelle.

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Ofra Haza – Yemenite Songs

12. Oktober 2010  
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Dieses Album legte 1985 den Grundstein für Ofra Hazas internationale Karriere. Ihre beiden grössten Hits gibt’s hier noch ohne elektronische Postproduktion.

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Im Nin’ Alu, Galbi, Ayelet Chen

Die israelische Sängerin war in ihrer Heimat bereits eine berühmte Sängerin und Schauspielerin, als sie sich dran machte, die Welt zu erobern. Sie versuchte es 1983 erst mal via den European Song Contest. Aber der Erfolg kam erst, als ihr 1984er Album «Yemenite Songs» in die Finger von Ben Mandelson gelangte, der das Original auf seinem Global Style Label neu veröffentlichte. Nach einer kurzen aber weltumspannenden Karriere zog sich Ofra Haza wieder ins Privatleben zurück. Sie starb 2000 in Tel Aviv.

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Natacha Atlas – Mounqaliba

5. Oktober 2010  
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Es kommt daher wie ein Konzeptalbum, aber leider wird das Konzept nicht ersichtlich. Dabei hätte man doch eines gehabt: Die Stimme von Natacha Atlas.

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Makaan, River Man, Le Cor Le Vent

Es ist das dritte Album in der Serie, in der Natacha Atlas Abstand nimmt vom englischen Sequenzerdiktat  und den Dancefloor-Produktionen. Sie schöpft aus ihrer eigenen biografischen Vergangenheit, gräbt jene musikalischen Stimmungen aus, die sie in ihrer Jugend begleiteten. Natachas Alben sind immer sehr geprägt vom jeweiligen Produzenten. Für dieses Album zeichnet Samy Bishai verantwortlich, ebenfalls ein Musiker zwischen zwei Heimaten, zwischen Ägypten und England.

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Carlou D – Muzikr

7. September 2010  
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Zwischen melodischem Hip Hop und Mbalax, zwischen Engagement und Pop geht dieser senegalesische Sänger und Gitarrist seinen Weg sehr ziel- und stilsicher.

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Sen Regal / Yaay Fall / Ila Touba

Carlou hat mehrere Heimaten. Musikalische ist er aufgewachsen zwischen afrokubanischen und westlichen Vorbildern, dem Mbalax und dem Hip Hop aus den Ghettos Dakars. Als Hip Hop Reimeschmied sind  ihm sozialkritische Gedanken geläufig. Als Anhänger der Sufi-Gemeinde von Baye Fall kommt eine klare Botschaft hinzu: Du bist ein aktiver Teil einer besseren Zukunft.

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Maryam Mursal – The Journey

30. August 2010  
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Der Titel ist eine Anspielung auf die Flucht der Sängerin aus dem Bürgerkriegs-Elend von Somalia anfangs der 90er Jahre. Aber auch ihren Brückenschlag zwischen traditioneller und moderner Interpretationskunst.

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Lei Lei / Kufilaw / Somali Udida Ceb

Myriam Kursaal war die erste somalische Frau, die in ihrer Heimat  Jazz-Songs interpretierte. Sie war auch ein Mitglied der nationalen Grossformation Waaberi. Anfangs der 90er Jahre sah sich die Sängerin aber gezwungen, mit ihren fünf Kindern die Heimat zu verlassen. Eine Odyssee über Kenia und Äthiopien führte sie schliesslich nach Dänemark, so sie bis heute im Exil lebt. Mit einigen Mitgliedern von Waaberi spielte sie bereits 1997 für das Label Realworld Aufnahmen unter dem Titel «New Dawn» ein.

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Magnifico – Magnification

25. August 2010  
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Magnifico ist ein liebenswürdiges Schlitzohr, ein leicht zorniger Schelm, mit allen Pop- und Klischeewassern gewaschen, und trotzdem trocken hinter den Ohren. Magnification ist eine Art Best of Album seiner jüngeren Karriere, plus einige neue Stücke.

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Zum Zum / Bosangero Nero / Pismu Kumu (Rambo Rambo)

Slowenien ist ein Vorgarten Westeuropas, wird aber in den Osten definiert. Ja, in dieser Musik ist definitiv Jugoslawien drin, und alles was dazu gehört: Scharfes Gebläse, leicht betrunkene Sänger, unbändige Lebensfreude und ebenso grosse Schwermut. Und da ist der Traum vom Westen, am kitschigsten ausgeprägt in der Country-Musik und in den Westernfilmen Amerikas. Aus all diesen und noch anderen Versatzstücken bastelt sich der Sänger und Schauspieler Robert Pesut sein eigenes Pop-Eldorado. Zynisch, aber nicht verletzend, mit grosser lachender Geste eine Träne verdeckend.

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Luisa Maita – Lero-Lero

20. August 2010  
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Bossa Nova, Samba, Brasil-Pop und ein Quentchen Jazz ist die Grundmischung, aus der die Songwriterin Luisa Maita ihre Songs herausschält.

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Lero-Lero / Ai Vem Ele / Fulaninha

In ihrer Heimat ist sie bereits in allen Ohren. Nicht nur mit diesem Erstlingsalbum, sondern auch weil sie den Song zur offiziellen Bewerbung für die Olympiade gesungen hatte. Die werden 2016 in Rio de Janeiro stattfinden. Doch das ist nur die eine Seite der musikalische Medaille, quasi die Auftragsarbeit. Die persönliche Ausdrucksform zu finden war schwieriger. Ganze zwei Jahre feilte und schliff Luisa zusammen mit Gitarrist Rodrigo Campos und Bassist Paulo Lepetit an ihren Songs.

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