Maryam Mursal – The Journey
30. August 2010
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Der Titel ist eine Anspielung auf die Flucht der Sängerin aus dem Bürgerkriegs-Elend von Somalia anfangs der 90er Jahre. Aber auch ihren Brückenschlag zwischen traditioneller und moderner Interpretationskunst.
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Lei Lei / Kufilaw / Somali Udida Ceb
Myriam Kursaal war die erste somalische Frau, die in ihrer Heimat Jazz-Songs interpretierte. Sie war auch ein Mitglied der nationalen Grossformation Waaberi. Anfangs der 90er Jahre sah sich die Sängerin aber gezwungen, mit ihren fünf Kindern die Heimat zu verlassen. Eine Odyssee über Kenia und Äthiopien führte sie schliesslich nach Dänemark, so sie bis heute im Exil lebt. Mit einigen Mitgliedern von Waaberi spielte sie bereits 1997 für das Label Realworld Aufnahmen unter dem Titel «New Dawn» ein.
Magnifico – Magnification
25. August 2010
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Magnifico ist ein liebenswürdiges Schlitzohr, ein leicht zorniger Schelm, mit allen Pop- und Klischeewassern gewaschen, und trotzdem trocken hinter den Ohren. Magnification ist eine Art Best of Album seiner jüngeren Karriere, plus einige neue Stücke.
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Zum Zum / Bosangero Nero / Pismu Kumu (Rambo Rambo)
Slowenien ist ein Vorgarten Westeuropas, wird aber in den Osten definiert. Ja, in dieser Musik ist definitiv Jugoslawien drin, und alles was dazu gehört: Scharfes Gebläse, leicht betrunkene Sänger, unbändige Lebensfreude und ebenso grosse Schwermut. Und da ist der Traum vom Westen, am kitschigsten ausgeprägt in der Country-Musik und in den Westernfilmen Amerikas. Aus all diesen und noch anderen Versatzstücken bastelt sich der Sänger und Schauspieler Robert Pesut sein eigenes Pop-Eldorado. Zynisch, aber nicht verletzend, mit grosser lachender Geste eine Träne verdeckend.
Luisa Maita – Lero-Lero
20. August 2010
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Bossa Nova, Samba, Brasil-Pop und ein Quentchen Jazz ist die Grundmischung, aus der die Songwriterin Luisa Maita ihre Songs herausschält.
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Lero-Lero / Ai Vem Ele / Fulaninha
In ihrer Heimat ist sie bereits in allen Ohren. Nicht nur mit diesem Erstlingsalbum, sondern auch weil sie den Song zur offiziellen Bewerbung für die Olympiade gesungen hatte. Die werden 2016 in Rio de Janeiro stattfinden. Doch das ist nur die eine Seite der musikalische Medaille, quasi die Auftragsarbeit. Die persönliche Ausdrucksform zu finden war schwieriger. Ganze zwei Jahre feilte und schliff Luisa zusammen mit Gitarrist Rodrigo Campos und Bassist Paulo Lepetit an ihren Songs.
Gilberto Gil – Fé Na Festa
10. August 2010
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Das neuste Werk des Vielproduzierenden widmet sich ausführlich jenem Musikstil, mit dem er als junger Knirps aufgewachsen ist: Forró.
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Assim Sim / Maria Minha / Dança Da Moda,
Die Musik aus dem Norden Brasiliens, mit dem treibenden Akkordeon, dem hellen Triangel, swingenden Geigen, das bleibt seine Jugendliebe. Das erste Instrument des junge Gilberto war ja nicht die Gitarre, sondern das Akkordeon. Das verbindet zeitlebens. Forró ist auch eine jener Quellen, aus denen er und sein Freund Caetano Veloso immer wieder schöpften. Luis Gonzaga ist nach wie vor der Übervater dieses Musikstils und mit einem Song auch auf diesem Album vertreten.
Freshlyground – frisch gemahlen und gut gemischt
21. Juli 2010
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Sie waren während der Fussball-WM die musikalische Charme-Offensive Südafrikas: Freshlyground. Den offiziellen WM-Song «Waka Waka» von Shakira haben sie massgeblich mitgeprägt. In der Heimat bereits ein bekannter Pop-Act, versuchen sie nun auch in Europa Fuss zu fassen. Festivals und Open-Air stehen dieses Jahr auf dem Tourplan. Einmal waren sie dieses Jahr schon in der Schweiz, an Afropfingsten.
Vier weitere Termine in unsern Breitengraden stehen in den nächsten Tagen noch an, so am 24.7. 10 am Paléo in Nyon, und am 28.7. am Stimmen-Festival in Lörrach. Leider hat die WM-Hymne bislang verhindert, dass das aktuelle Album «Radio Africa» es auch bei uns bis in die Läden scahffte. Im Podcast: Ein Gespräch über Karriere, richtige Zeitpunkte, Erkältungen und was bisher geschah.
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Freshlyground – Radio Africa
10. Juni 2010
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Ansteckend, unbekümmert, popig und doch nicht im Mainstream klebend kommt die aktuelle Produktion der Band aus Südafrika daher – eine gut gelaunte Sommerplatte.
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Fire Is Low / Baba / Working Class
Eine junge Multikulti-Truppe angeführt von einer charismatischen Frontsängerin, eine ungewöhnliche Instrumentierung mit u.a. ganz unterschiedlichen Flöten, Mbira oder einer Geige, und viel jugendlicher Charme machen die Mischung aus. Es ist die vierte Produktion der Band. Die eingängigen Melodien sind sehr druckvoll produziert. Und an einigen Stellen wurden die Songs mit zusätzlichem Chorgesang bereichert.
Daara J Family – School of Life
29. Mai 2010
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Dakars Hip Hop Aushängeschild wendet sich vermehrt dem Pop zu. Die ausgedehnten Tourneen haben abgefärbt: mehr Internationalität, mehr Reggae, mehr R&B – leider etwas auf Kosten der Unverwechselbarkeit.
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Bayi Yoon / Children / Potu Nda
Aus dem Trio aus Dakar ist ein Duo geworden, Daara J hat sich noch ein «Family» angehängt. Die engsten Familienmitglieder sind der schwedische Produzent Gordon Cyrus und eine Handvoll Musiker aus dem Umfeld seines LUV-Studios in Paris. Das Album «Boomrang» hatte vor sieben Jahren die internationale Türe für Daara J geöffnet. N’Dango D und Faada Freddy haben nun popige Melodien à la Toure Kunda und Grooves aus dem Rezeptbuch eines Prince reingelassen.
Raúl Paz – Havanization
12. Mai 2010
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Alles leicht verdreht: Obwohl Raúl 2008 aus Europa wieder in seine Heimat Kuba zurückkehrte legt er jetzt eine CD vor, die europäischer klingt als alle bisherigen Produktionen.
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Havanization / Carnaval (mit Camille) / Un Lugar
Erst veröffentlicht Raúl Paz fast jedes Jahr eine neue CD. Dann lässt er sich plötzlich viel Zeit, ganze drei Jahre für diese Scheibe. In dieser Zeit verlegte er seinen Wohnsitz von Paris wieder zurück nach Havanna. So sehr er ein Weltbürger ist, so sehr ist er eben auch gerne zuhause. Mehr davon kann in einem Videoclip bei Havana Cultura erfahren werden. Als brauche es einen erneuten Beweis, zeigt er mit diesem neuen Album, dass ihm der Platz zwischen den Stühlen, zwischen den Schubladen am besten gefällt.
Pomegranates – Persian pop, funk, folk and psych of the 60s and 70s
3. April 2010
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Oft erzählt Musik ganz andere Geschichten als die Geschichte – wer diese persische Songs-Sammlung aus den letzten Jahrzehnten des Schah-Regimes hört, erfährt viel, was die Politik später zudeckte.
Musik ist oft eine der letzten, bleibenden Verbindungen zu einer Kultur, die, aus was für Gründen auch immer, unterging. Eine besondere Beziehung haben Vertriebene zu den Liedern, die sie mit in die Diaspora retteten. Hier haben Arash Saedinia und Mahssa Taghinia, beide persische Secondos, die heute in den USA leben, die Schallplatten- und Kassetten-Archive ihrer Eltern und Freunde durchforstet. Sie trugen eine Sammlung von Erinnerungen zusammen, die nicht mehr die ihren waren, aber doch die Geschichten ihrer Eltern vertonten, wenn diese von früher erzählten.
Sa Dingding – Harmony
30. März 2010
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Exotik und chinesischen Melodien werden für den internationalen Mainstream aufbereitet. Es ist, als würde man aus Seide technologisch verarbeitete Baumwolle machen wollen.
Als Sa Dingding vor zwei Jahren den Westen eroberte, was ihr u.a. einen World Music Award einbrachte, traf sie auch Marius De Vries. Der kennt jetzt so ziemlich jeden Studiotrick. Er ist der Mann hinter dem Solosstart von Björk, produzierte für Madonna, Brian Eno oder U2. Was mit einem Austausch von Demo-Aufnahmen begann, wurde schlussendlich dieses Album. Hatte Sa Dingding ihr erstes internationales Album «Alive» noch selber produziert, setzt sie jetzt also auf internationales Know How.










