Carminho – Fado

15. November 2011  
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Dieses so simpel betitelte Album bringt es auf den Punkt: Hier hat sich eine junge Stimme das Fado-Repertoire nicht nur angeeignet, sondern bereichert es mit immenser Ausdruckskraft.

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Escrevi Teu Nome No Vento, A Bia Da Mouraria, Marcha De Alfama

Ihr Auftritt an der diesjährigen WOMEX war einer der eindrücklichsten Konzertmomente: Stehbass, spanische Gitarre, portugiesische Gitarre – und diese Stimme. Es ist kaum zu glauben, dass diese erst 25jährige Frau schon so viel Interpretationsvielfalt beherrscht. Carminho hat sich diese Tiefe zum Teil auf ungewöhnliche Art erarbeitet. So arbeitete sie in Kalkutta in einem Sterbehospiz, wo sie keine Kommunikationsmöglichkeit hatte ausser «meine Augen, mein Lächeln oder mein Singen – ohne irgendwelche Worte.»

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António Zambujo – Por Meu Cante

4. Juli 2011  
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Eine Wiederveröffentlichung, aber für die meisten Zentraleuropäer wohl eine Neu-Entdeckung: Die seidene Stimme des Fadosängers Zambujo. Im Tonfall so etwas wie eine transatlantische Liebeserklärung.

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P’ra onde quer que me volte, Noite apressada, O Rapaz da Camisola Verde

Sie teilen nicht nur die Sprache, sondern auch die Melancholie: der portugiesische Fado und der brasilianische Bossa Nova. António Zambujo führte auf dieser, seiner zweiten CD vor, wie eng diese Verwandtschaft ist. Dabei geht es nicht um die musikalischen Strukturen, sondern um die Emotionen, die transportiert werden. Das Liederbuch seiner engeren Heimat, dem Alentejo im Süden Portugals, erzählt von Sehnsucht und Schmerz auch für jene, die kein Portugiesisch können.

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Mariza – Fado Tradicional

23. Mai 2011  
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Die Fadokönigin stöbert im heimischen Liederbuch und bringt Klassiker zum schimmern. Es sind jene Songs, welche die Grundlage der Liederabende in den Casas de Fados bilden, und die sich über die Jahrzehnte immer wieder gewandelt haben.

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Fado Vianinha, Dona Rosa, Promete Jura (mit Artur Batalha)

In den meisten Musiktraditionen gibt es einen Grund-Liederschatz, aus dem sich jede neue Generation neu bedient. Treffen sich Fadistas zum Liederabend, wird oft eine bekannte Melodie aufgegriffen, dazu aber eine neue, persönliche Geschichte gesungen. So verbinden sich Tradition und Gegenwart ständig auf’s Neue. Es gilt aber auch das Umgekehrte: Dass ein bekanntes Gedicht auf einer neuen Melodie ganz neu interpretiert wird,

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Terrakota – World Massala

8. Dezember 2010  
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Diese Band beweist, dass das Zusammenbringen von unterschiedlichen Worldmusic-Stilen nicht zwingend eine undefinierbare und ungeniessbare  Soundwolke ergeben muss – im Gegenteil!

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World Massala, Kay Kay, I Am

Die Portugiesen waren schon immer grosse Reisende und Entdecker. Terracota aus Lissabon machen sich seit zehn Jahren musikalisch auf ähnliche Pfade wie ihr Vorfahre Vasco da Gama – erst mal Afrika umrunden, und dann nach Indien. Oder anders gesagt: Das zweite Album der Band entstand 2004 in den Xippi-Studios von Youssou N’Dour in Dakar. Inspiration für dieses, das vierte Album, holte sich die Band auf einer Reise von Delhi, durch die Himalaya-Region und Rajasthan.

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António Zambujo – Guia

12. Oktober 2010  
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Fado ist nicht ausschliesslich eine Domäne der Frauen. Aber als Mann braucht es einen etwas anderen Umgang mit der Liebe und Sehnsucht, um nicht kitschig  zu klingen.

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Apelo, Não Me Dou Longe De Ti, Barroco Tropical

Aufgewachsen in einem Haus, in dem Musik zum ganz normalen Alltag gehörte, lernte António die polyphonen Gesänge des Südens Portugals kennen, gewann erste Fado-Nachwuchs-Preise. Als ausgebildeter Klarinettist hatte er einen Stammplatz in der Band des Gitarrenmeisters Mário Pacheco. Als Sänger und Schauspieler gehörte er vier Jahre lang zur Truppe des Musicals «Amália». Hier holte er sich viel Bühnenroutine, und heute sind seine Konzerte faszinierende Live-Erlebnissen.

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Ana Moura – Leva-Me Aos Fados

5. Juni 2010  
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Zutiefst empfundener Fado, ohne Theatralik vorgetragen – das ist die Kunst der Portugiesin. Ihr viertes Album ist ein abwechslungsreiches Liederbuch.

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A Penumbra / Fado das águas / Não é um fado normal

Ana Moura wuchs in einer Familie auf, in der Musik ein Familienmitglied war. Obwohl schon die Mutter das Talent der Tochter für den Fado erkannte, begann Ana ihre Karriere im Pop. Erst die Einladung von Maria de Fé, einer der bekanntesten Sängerinnen Portugals, in ihrer Casa de Fado zu singen, und die Begegnung mit dem Komponisten Jorge Fernando stellten die musikalischen Weichen endgültig. Seither eilt sie von Erfolg zu Erfolg.

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Sara Tavares – Xinti

25. Juni 2009  
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sara-tavares-xintiSara Tavares ist eine Seidenhändlerin und bietet nur ganz fein Gewobenes an. Das dritte Album der portugiesischen Sängerin besticht vor allem als Gesamtwerk.

Für viele Weltmusik-Hörer war das letzte, „richtige“ Album von Sara Tavares, «Balancê», der Ohröffner. Titel wie „Bom Feeling“ oder „Balancê“ die Ohrwürmer. In ihrer Heimat ist Sara schon lange mehr als nur ein Geheimtip. Das verdankt sie vor allem einer grossen Bühnenpräsenz: ihre Konzerte bleiben in der Erinnerung der Besucher noch lange haften. Ein solches erschien als DVD «Alive in Lisboa» 2008. Die dritte Produktion ist ein dichtes Songschreiberin-Album. Ohrwürmer sind nicht sofort auszumachen, Zartheit überwiegt.

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Deolinda – Canção Ao Lado

28. April 2009  
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deolinda-cancao-ao-ladoDie Lieder von Deolinda sind witzig, charmant und erzählen aus dem Alltagsleben der Portugiesinnen. Genauer: aus dem Leben von Deolinda.

Der Fado, oder zumindest der Erfolg von Mariza, war Geburtshelfer für diese Produktion. Die Welt entdeckte den Fado neu, und auch Portugal fand zurück zur “eigenen” Musik. Vier Musiker aus ganz entgegengesetzten Richtungen (u.a. Jazz, Klassik) begannen sich mit einheimischen Liedformen zu beschäftigen. Gitarrist Martins schrieb zwei Songs, in denen Deolinda die Hauptperson ist. Sie ist eine selbstbewusste Portugiesin, und besingt  die Leute und das Leben, die sie von ihrer Parterrewohnung  aus beobachtet. Aus den zwei Songs wurde ein ganzes Programm, die Band übernahm den Namen ihrer Lieder-Heldin, die CD kletterte in den Charts, die Band reiste kreuz und quer durchs Land – und füllte Konzertsäle und Dorfplätze.

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Rabih Abou-Khalil – Em Portugês

4. Januar 2009  
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rabih-abou-khalil-em-portugesEs ist eine jazzige Reise in eine portugiesische Musiktradition, die es so nie gab – und trotzdem sehr vertraut tönt.

Das neuste Projekt des libanesischen Oud-Virtuosen begannt mit einer Einladung: Ricardo Pais, der Direktor des National Theatre in Porto konnte Abou-Khalil für die Vertonung von moderner, portugiesischer Lyrik überzeugen. Für Abou-Khalil war es der erste Kontakt mit der portugiesischen Kultur – und Sprache. Das Ergebnis ist verblüffend, und einmal mehr ein einzigartiger Beleg dafür, dass Abou-Khalil ein Meister-Grenzgänger ist.

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Mariza – Terra

14. Dezember 2008  
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mariza-terraDie Fado-Königin trifft neue Freunde und weitet sorgfältig die musikalischen Grenzen des Fado aus.

Mariza hat den Fado nicht nur in ihrer Heimat Portugal aus dem Dornröschenschlaf erweckt, sondern ihn auch erfolgreich in die Welt(musik-Szene) hinausgetragen. Seit 2000 feiert der Fado ein sensationelles Revival, und die Botschafterin dieser Musik singt nicht mehr irgendwelche Jazzcovers in einer Kneipe, sondern in der Carnegie Hall – auch wenn sie selber das singen in den Fado-Kneipen von Lissabon genau so liebt. Ihre Musik wächst nun über die Heimat hinaus, bezieht andere portugiesische Quellen in ihre Musik ein: die Kapverden, Brasilien.

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