Sierra Leone’s Refugee All-Stars – Rise & Shine
2. Juni 2010
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Die zweite Aufnahme der ehemaligen Bürgerkriegs-Flüchtlinge zeigt: sie sind nicht nur wieder in ihrer Heimat angekommen, sondern haben sich in der Musik auch eine zweite Heimat geschaffen.
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Global Threat / Living Stone / Gbrr Mani (Trouble)
Die Geschichte dieser Band ist gut dokumentiert. Die amerikanischen Doku-Filmer Zach Niles und Banker White trafen die Musiker in einem Flüchtlingslager in Guinea, wohin sie vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat geflüchtet waren. Musik war so was wie ein gemeinsamer Rettungsanker in einer Welt voller Aggression und Unsicherheit. Die DVD mit ihrer Geschichte und eine erste CD brachte der Band ab 2006 Engagements im Norden. Die zweite CD, produziert von Steve Berlin, zeigt nun: die Musik ist nicht mehr nur Zuflucht, sondern neue Heimat, eine neue Aufgabe geworden.
Alpha Blondy – Jah Victory
27. Mai 2010
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Sicher eines der besten Alben in der langen Karriere der Reggae-Ikone von der Elfenbeinküste. Für den Sound mitverantwortlich zeichnet der Bob-Marley-Weggefährte Tyron Downie.
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Sankara / Ne tirez pas sur l’ambuance / Ikafo
Alpha Blondy hat in den vergangenen 30 Jahren 17 Alben veröffentlicht. In dieser Zeit war er nicht nur als exzellenter Songschreiber aufgefallen, sondern auch als einer, der Klartext redete. Trotz seinen klaren Anklagen an die Mächtigen und Macht-Missbrauchenden dieser Welt war er auch ein anerkannter Vermittler und Friedensaktivist. Spiritualität ist eine weitere Quelle seiner Arbeit. Mit diesem Album verabschiedete er sich 2007 aus einer selbstgewählten Produktionspause: In seiner Heimat herrschte Bürgerkrieg und erst nach Unterzeichnung des Waffenstillstands begab er sich wieder ins Studio.
Youssou N’Dour – Dakar-Kingston
22. Mai 2010
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Der König des Mbalax verbeugt sich vor der Reggae-Ikone Bob Marley – Fans von N’Dour und Marley werden wohl gleichermassen den Kopf schütteln.
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Marley / Survie / Don’t walk away
Ausserhalb seiner Heimat Jamaika hatte der Reggae in Afrika schon immer eine grosse Fangemeinde. Dass nun Youssou N’Dour ein ganzes Reggae-Album einspielt ist erstaunlich, denn bisher führte er diesen Musikstil nicht in seinem Musikrepertoire. Obwohl, so führt er in einem Interview bei rfi musique aus, er zeitlebens ein Marley-Fan gewesen sei. Dort erklärt er auch die Projekt-Idee: Anlass für den lang gehegten Traum eines Reggae-Albums seien die 50-Jahr-Feiern zur Unabhängigkeit vieler afrikanischen Nationen gewesen. Zu diesem Thema gibt’s übrigens bei arte.tv ein spannendes Reportage-Dossier.
Groundation – Here I Am
30. August 2009
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Zum Reggae gehörte, neben dem direkten Bezug zum Alltag mit seinen Problemen und Ungerechtigkeiten, schon immer der Traum von der besseren Welt. Groundation spielen den aktuellen Soundtrack zu diesem Traum.
Seit 1998 gibt es die Truppe. Entstanden ist sie aus unterschiedlichen Begegnungen. Da war das einschneidenden Jugenderlebnis von Gitarrist Harrison Stafford: Bob Marley, Black Uhuru, Peter Tosh tönten aus dem Zimmer seines Bruders. Sonoma im Napa-Valley und seine Jazzschule spielen eine Rolle: Hier traf er auf seine zukünftigen Mitstreiter Marcus Urani an der Orgel und den Bassisten Ryan Newman. Gemeinsam teilen sie die Überzeugung, dass Achtsamkeit und Positivity nicht veraltete Tugenden sind. Darum führt die Band im Untertitel auch «Spiritual Roots Reggae».
Tiken Jah Fakoly – L’Africain
17. April 2009
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Eine geballte Ladung Kritik an der westlichen Welt, gehüllt in eine Geschenkpackung African-Reggae, das ist die Handschrift des Reggae-Stars von der Elfenbeinküste.
Als Tiken Jah Fakoly den Reggae entdeckte, merkte er, dass es sich bei dieser Stilrichtung um mehr als nur um Musik handelte. In einem älteren Interview mit «Riddim» meinte er: ” Ich entdeckte die Intention des Reggae. Reggae handelt von Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Rassismus… So begann ich Reggae-Songs zu schreiben.” Und er hörte über sieben CD Produktionen lang nicht auf, Klartext zu reden und Ungerechtigkeiten anzuprangern. Diese Produktion bringt er gleich in mehreren Versionen raus: Mal mit DVD, mal mit zusätzlicher CD – er ist ob aller Kritik eben auch businessgewandt.





