Zebda – Second Tour
2. Februar 2012
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Sie waren in den 90ern das musikalische Sprachrohr der algerischen Secondos in Frankreich. 2004 verabschiedeten sich von der Szene, jetzt sind sie zurück – aber halt: das ist keine Reunion!
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 Le Dimanche Autour De L’Eglise, Le Théorème Du Châle, Les Proverbes
Weg von der musikalischen Szene waren die einzelnen Musiker von Zebda sowieso nie. Als sich die Band Zebda von ihrem Publikum verabschiedete deklarierten sie diesen Abschied denn auch als Pause, und nicht als Ende der Band. Mouss und Hakim machten als Duo weiter, Magyd wandte sich vermehrt der Schreiberei zu, veröffentlichte zwei Bücher und zwei Alben. Was von der Zeit noch übrig blieb, gehörte der Politik. Und dann, 2008, schaffte es ein Veranstalter die unterschiedlichen Formationen wieder auf einer Bühne zusammen zu bringen – Boom!
Groundation – The Gathering Of The Elders
24. Juli 2011
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Respekt für jene, die für uns sangen! Die kalifornische Roots-Reggae Truppe legt mit dieser CD eine Best of Sammlung vor, und verbeugt sich gleichzeitig vor ihren Freunden und Vorbildern, mit denen sie in den vergangenen Jahren zusammen arbeiteten.
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Blues Away, Freedom Taking Over, Wish Them Well
1999 erschien die erste Scheibe von Groundation. Etwa gleichzeitig begann die Zusammenarbeit zwischen Frontmann Harrison Stafford und dem Filmemacher Roger Landon Hall. Zehn Jahre später hatten die den Dokumentarfilm «Holding On To Jah» fertig zusammengestellt. So kam es, dass für dieses Best Of Album nicht nur gemeinsame Songs zur Verfügung standen, sondern auch diverse Interviews mit den Freunden, die Groundation immer wieder ins Studio einluden, so Don Carlos, IJahman Levi oder die Congos.
22. Afro-Pfingsten, Roots & Reggae
11. Juni 2011
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Reggae in allen Varianten, von Raggamuffin über ganz klassische Roots-Sounds bis zu politischen Aussagen und Hochglanz-Pop: Der erste Konzertabend des 22. Afro-Pfingsten Festivals in Winterthur brachte das ausverkaufte Haus zum tanzen und mitsingen.
Es war der Abend von Alpha Blondy und Inner Circle, aber beginnen wir doch der Reihe nach: Eröffnet wurde der Reggae Abend von der angesagten Schweizer Garde mit Elijah, der mal die Marke setzte. Knackeboul konnte die gute Stimmung für sein Lausbuben-Set ausnutzen. Und Dodo hatte im Publikum einen textsicheren Chor. Dann ging’s international weiter.
Julian Marley konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht, oder nur ansatzweise erfüllen. Es ist auch kein Leichtes, sich aus dem Schatten des Reggae-Übervaters frei zu spielen. Auch Kenyatta Hill kämpft mit der Vergangenheit. Auch er beruft sich bei jedem zweiten Song auf seinen verstorbenen Vater, den ehemaligen Leadsänger der Culture – auch hier wäre ein Blick in die Zukunft, resp. Eigenständigkeit angebracht.
Grosse Namen, grosser Auftritt
Volles Haus – der erste Abend in Winterthur war ausverkauft! – und warmherzige Stimmung dann für Alpha Blondy. Er spielte mit einem geschickten Mix aus alten und neuen Songs ein sattes, abwechslungsreiches Set. Da fehlte weder der Cha Cah Cha du CFA aus der neuen CD, noch seine Version des Pink Floyd Klassikers Wish You Were Here. Der Sound-Mix war sorgfältig genug, dass man auch was von den Klartext-Aussagen des Sängers mitbekam.
Überraschend auch das Set von Inner Circle. Dachte ich erst, dass es ein bisschen zuviel Hochglanz-Reggae geben würde, so musste ich mich teilweise korrigieren. Es war wohl Pop-Reggae, aber hochprofessionell rüber gebracht. Und mit Sänger Kris Bentley hat die Truppe einen charismatischen Frontmann mit tragender und überzeugender Stimme. Auch hier: Chapeau!
Fazit: Gelungener Start ins Konzertwochende von Winterthur!
- Die Audioslideshow vom Samstag: Global Night
- Die Audioslideshow vom Sonntag: African Music & Women Voices
Alpha Blondy – Vision
31. Mai 2011
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Der Reggae-Star aus der Elfenbeinküste steht seit Jahren für mindestens diese beiden Werte: Geschmeidigen Afroreggae und Engagement für ein friedliches Zusammenleben. Seinem aktuellen Album packt er als Special-Edition gleich noch eine zweite CD bei: Seine Auswahl aus angesagten Roots-Musikern seiner Heimat.
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Rasta Bourgeois, Vuvuzela, Le Cha-Cha-Cha- Du CFA
Er war auch in den letzten Monaten einer der besonnen Stimmen an der Elfenbeinküste: Während sich die Politiker um die Durchsetzung des Wahlergebnisses stritten, unzählige starben und noch mehr fliehen mussten, rief Alpha Blondy zu fairem Verhalten auf. Zuhause und in der Öffentlichkeit. So sagte er gegenüber dem Lausanner Magazin «Vibrations»:
Sergent Garcia – Una Y Otra Vez
27. Mai 2011
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Der französische Spanier mit dem direkten Draht zu Salsa und Reggae legt ein kolumbianisches Album vor, indem auch mal englisch gesungen wird. Viel verdrehter geht es kaum, aber was da entstanden ist tönt nach viel Musik und viel Spass.
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Una Y Otra Vez, Yo Soy Salsamuffin, Meme Si
Bruno Garcia machte um die Jahrhundertwende mit seinem frankophonen Salsa-Dancefloor-Groove auf sich aufmerksam. Nach seinem «mexikanischen» Album «Mascaras» hörte man aber nun sechs Jahre lange nichts mehr von ihm. Ausser man wohnt in Valencia, oder hört jeden Montag-Abend Radio Timbo im Netz. Dort öffnet Sergent Garcia seine Salsa-Muffin-Truhe, berichtet von seinen Reisen und seinen musikalischen Entdeckungen. Und die hatten in in den letzten Jahren des öftern nach Kolumbien gebracht.
Flowering Inferno – Dog With A Rope
9. Dezember 2010
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Will Holland ist ein Arbeitstier, aber auf keinen Fall verbissen. Eines seiner Projekte heisst Flowering Inferno und bringt die Grooves von Kolumbien und der Karibik zusammen.
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Dub Y Guaguanco, No Soy Del Valle, Te Pico el YaibÃ
Er verdient einen Teil seines Geldes als DJ Quantic überall auf der Welt. Aber am liebsten hält sich Will Holland in seiner Wahlheimat Kolumbien auf, wo er sich in Cali ein Studio aufgebaut hat und die Musik und Grooves der Region aufsaugt. Fast etwas beiläufig hat der junge Engländer in den letzten zehn Jahren vierzehn CDs mit unterschiedlichen Fromationen produziert. Sein Studio ist wie ein offenes Haus. Hierher werden die besten Musiker aller Generationen eingeladen, oder schauen auch einfach mal vorbei um zu hören, an was der Mann gerade arbeitet.
Famara – The Sound of Famara
30. November 2010
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Reggae aus der Basler Landschaft – seit zwölf Jahren gibt es eine kleine afrikanische Enklave in der Nordwestschweiz, die Good Vibes aussendet.
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My Sound, Acceptez-moi LIVE, Paco
Famara wurde als Thomas Nikles geboren, wahrscheinlich auf der falschen Seite der Meere. Denn er hat irgendwie sowohl karibische wie auch westafrikanische Gene in seiner Bausubstanz. Auf jeden Fall lebt er diese Gene seit zwölf Jahren konsequent aus – zur Freude der Reggae-Gemeinde nicht nur in der Schweiz. Es ist Reggae «african style», ohne soundmässige Scheuklappen, aber immer mit Positive Vibrations.
Diese CD bringt einen Querschnitt durch die Karriere von Famara. Ganz unterschiedliche Bandformationen oder Gastmusiker, und dadurch verschiedene Soundlandschaften sind hier vereint. Ob nun neue Songs mit seinen Studio-Mitstreitern, den Scrucialists – auch auf schweizerdeutsch – eingespielt werden, oder ältere, unveröffentlichte Songs – auch auf spanisch – auftauchen: Immer bleibt der Groove unverkrampft und echt. Hier spielt einer nicht nur mit Technik sondern mit seinem Herzen. Und weil er das am liebsten auf der Bühne tut, gibt’s natürlich auch Live-Aufnahmen auf diesem Karriere-Querschnitt.
Live gibt’s Famara auch zu goutieren im Vorprogramm von Tiken Jah Fakoly am 2. Dezember 2010 im Volkshaus Zürich. He – was gibt’s besseres gegen die Affenkälte draussen!
Rating: 



Tiken Jah Fakoly – African Revolution
13. Oktober 2010
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Soll sich niemand von den feineren, akustischeren Tönen des Reggae-Stars täuschen lassen: So kann man einfach die Klartext-Botschaft besser hören.
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Je Dis Non!, Il Faut Se Lever, Je Ne Veux Pas Ton Pouvoir
Tiken Jah Fakoly braucht seine Reggae-Songs nicht zum abschunkeln in irgendwelche Rasta-Dämpfe. Er hat seine Songs schon immer als Hebel eingesetzt um seine Zuhörer zum Nachdenken zu bewegen. Auf diesem Album fährt er die Lautstärke zugunsten der Botschaft enorm zurück. Und die Botschaft heisst: Afrika, nimm deine Sache selber in die Finger. Weil «niemand wird kommen und für uns Afrika verändern». Man ist versucht anzuhängen: Ausser in eine Richtung, in die ihr sicher nicht wollt.
Sierra Leone’s Refugee All-Stars – Rise & Shine
2. Juni 2010
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Die zweite Aufnahme der ehemaligen Bürgerkriegs-Flüchtlinge zeigt: sie sind nicht nur wieder in ihrer Heimat angekommen, sondern haben sich in der Musik auch eine zweite Heimat geschaffen.
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Global Threat / Living Stone / Gbrr Mani (Trouble)
Die Geschichte dieser Band ist gut dokumentiert. Die amerikanischen Doku-Filmer Zach Niles und Banker White trafen die Musiker in einem Flüchtlingslager in Guinea, wohin sie vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat geflüchtet waren. Musik war so was wie ein gemeinsamer Rettungsanker in einer Welt voller Aggression und Unsicherheit. Die DVD mit ihrer Geschichte und eine erste CD brachte der Band ab 2006 Engagements im Norden. Die zweite CD, produziert von Steve Berlin, zeigt nun: die Musik ist nicht mehr nur Zuflucht, sondern neue Heimat, eine neue Aufgabe geworden.
Alpha Blondy – Jah Victory
27. Mai 2010
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Sicher eines der besten Alben in der langen Karriere der Reggae-Ikone von der Elfenbeinküste. Für den Sound mitverantwortlich zeichnet der Bob-Marley-Weggefährte Tyron Downie.
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Sankara / Ne tirez pas sur l’ambuance / Ikafo
Alpha Blondy hat in den vergangenen 30 Jahren 17 Alben veröffentlicht. In dieser Zeit war er nicht nur als exzellenter Songschreiber aufgefallen, sondern auch als einer, der Klartext redete. Trotz seinen klaren Anklagen an die Mächtigen und Macht-Missbrauchenden dieser Welt war er auch ein anerkannter Vermittler und Friedensaktivist. Spiritualität ist eine weitere Quelle seiner Arbeit. Mit diesem Album verabschiedete er sich 2007 aus einer selbstgewählten Produktionspause: In seiner Heimat herrschte Bürgerkrieg und erst nach Unterzeichnung des Waffenstillstands begab er sich wieder ins Studio.











