Youssou N’Dour – Dakar-Kingston
22. Mai 2010
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Der König des Mbalax verbeugt sich vor der Reggae-Ikone Bob Marley – Fans von N’Dour und Marley werden wohl gleichermassen den Kopf schütteln.
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Marley / Survie / Don’t walk away
Ausserhalb seiner Heimat Jamaika hatte der Reggae in Afrika schon immer eine grosse Fangemeinde. Dass nun Youssou N’Dour ein ganzes Reggae-Album einspielt ist erstaunlich, denn bisher führte er diesen Musikstil nicht in seinem Musikrepertoire. Obwohl, so führt er in einem Interview bei rfi musique aus, er zeitlebens ein Marley-Fan gewesen sei. Dort erklärt er auch die Projekt-Idee: Anlass für den lang gehegten Traum eines Reggae-Albums seien die 50-Jahr-Feiern zur Unabhängigkeit vieler afrikanischen Nationen gewesen. Zu diesem Thema gibt’s übrigens bei arte.tv ein spannendes Reportage-Dossier.
Groundation – Here I Am
30. August 2009
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Zum Reggae gehörte, neben dem direkten Bezug zum Alltag mit seinen Problemen und Ungerechtigkeiten, schon immer der Traum von der besseren Welt. Groundation spielen den aktuellen Soundtrack zu diesem Traum.
Seit 1998 gibt es die Truppe. Entstanden ist sie aus unterschiedlichen Begegnungen. Da war das einschneidenden Jugenderlebnis von Gitarrist Harrison Stafford: Bob Marley, Black Uhuru, Peter Tosh tönten aus dem Zimmer seines Bruders. Sonoma im Napa-Valley und seine Jazzschule spielen eine Rolle: Hier traf er auf seine zukünftigen Mitstreiter Marcus Urani an der Orgel und den Bassisten Ryan Newman. Gemeinsam teilen sie die Überzeugung, dass Achtsamkeit und Positivity nicht veraltete Tugenden sind. Darum führt die Band im Untertitel auch «Spiritual Roots Reggae».
Tiken Jah Fakoly – L’Africain
17. April 2009
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Eine geballte Ladung Kritik an der westlichen Welt, gehüllt in eine Geschenkpackung African-Reggae, das ist die Handschrift des Reggae-Stars von der Elfenbeinküste.
Als Tiken Jah Fakoly den Reggae entdeckte, merkte er, dass es sich bei dieser Stilrichtung um mehr als nur um Musik handelte. In einem älteren Interview mit «Riddim» meinte er: ” Ich entdeckte die Intention des Reggae. Reggae handelt von Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Rassismus… So begann ich Reggae-Songs zu schreiben.” Und er hörte über sieben CD Produktionen lang nicht auf, Klartext zu reden und Ungerechtigkeiten anzuprangern. Diese Produktion bringt er gleich in mehreren Versionen raus: Mal mit DVD, mal mit zusätzlicher CD – er ist ob aller Kritik eben auch businessgewandt.



