Shazalakazoo – Karton City Boom
7. November 2011
Gespeichert unter Neu in den Läden
Die digitalen Produktions-Labors sind heute immer weniger die grossen Aufnahmestudios in den Städten, sondern die kleinen Heimstudios in den Wohnungen der Vorstädte und Slums.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Ava Kari (feat Hornsman Coyote & St.Sevqet), Baklava Lover (feat. Killo Killo), Kalafonication
Milan Djurić und Uroš Petković leben in Belgrad, und die Belgrader bezeichnen ihre weitläufigen und anonym-unwohnlichen Plattenbau-Mega-Vororte „Karton Cities“. Von hier aus haben sich die beiden in den letzten Jahren als Produzenten, DJs und Remixers einen europaweit guten Namen gemacht. Gestartet mit Downbeat-Jazz und Triphop-Ideen haben sie im vergangenen Jahrzehnt an Tempo und Beat-Härte zugelegt. Ihren Mix bezeichnen sie als Folkstep – und ziehen damit ganz bewusst eine Parallele zum Dubstep in London, dem Kuduro in Angola oder dem Baile Funk in Brasilien.
Boban & Marko Marković Orchestra vs. Fanfare Ciocărlia – Balkan Brass Battle
5. Juli 2011
Gespeichert unter Neu in den Läden
Zwei der heissesten Brassbands aus der Balkanregion treten miteinander, resp. gegeneinander an. Was am serbischen Gebläse-Festival Nr 1, in Guca, zum Wettbewerb-Konzept gehört, wird hier auf die Konzertbühne transferiert. Schnelligkeit ist ein wichtiges Qualitätskriterium.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Boban & Marko Marković Orkestra: Mrak Kolo, Fanfare Ciočarlia: Caravan, gemeinsam: Asfalt Tango
Ob es die beiden berühmtesten Brass Bands sind, wie sie vom Label Asphalt-Tango gerne betitelt werden, lassen wir mal. Sicher ist: Beide Truppen haben beste Referenzen, scharfe Grooves zu pflegen und kein Bein im Publikum unbewegt zu lassen. Trotz der gemeinsamen Roma-Wurzeln pflegen die Truppen aus Serbien und Rumänien unterschiedliche Philosophien und Repertoires. Am besten herauszuhören in den Versionen des Duke Ellington Klassikers «Caravan». Während die Fanfare auf den swingenden Aspekt und die menschliche Stimme setzt, stellten Vater und Sohn Marković irrwitzig vertrackte Gebläse-Arrangement auf einen immer wieder durchbrochenen Diskobeat.
Boban i Marko Marković Orkestar – Devla
22. Dezember 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Die CD heisst im Untertitel «Blown away to dancefloor heaven» – na dann mal los: raus aus den Sesseln und schwingt das Bein.
Zweifellos gehören der Trompeter Boban Marković und sein Orkestar zur Speerspitze der Balkan-Brass Szene. Seit den 80ziger Jahren sind sie das auf ewig gekrönte Roma-Gebläse aus Serbien – so entschieden die Schiedsrichter des grössten serbischen Brass-Festivals “Dragačevski Sabor” in Guça. Und Boban darf im Wettbewerb um die die „Goldene Trompete“ schon gar nicht mehr antreten – zu oft gewonnen… Sohn Marko ist heute, kaum 20zig jährig, bereits Hauptarrangeur und Solist der Band – die Dynastie steht.
Šaban Bajramović & Mostar Sevdah Reunion – Šaban
17. Oktober 2009
Gespeichert unter Angespielt
Die Produktion bringt Lieder aus der grandiosen Tonspur des Lebens von Šaban Bajramović, den die Welt auch als «World King of Gypsy Music» kannte.
Der Vergleich drängt sich auf, denn die Produktion bringt Songs, die der grosse Sänger Ṧaban Bajramović zusammen mit der Mostar Sevdah Reunion für einen Dokumentarfilm über sein Leben einspielte. Der Film wurde im Frühling 2007 in Belgrad uraufgeführt. Für die Balkan-Zigeuner – Šaban beharrte auf dieser Bezeichnung, er wollte kein Roma sein – war er schlicht der Grösste. Wer mit ihm zusammen im Studio oder auf der Bühne singen konnte, war damit musikalisch geadelt. Er starb am 8. Juni 2008 in seiner Heimatstadt Niš.
Goran Bregović – Alkohol (Sljivovica & Champagne)
7. Mai 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Nach Bühnenabenteuer und Filmmusiken wieder eine Studioproduktion. Bregović und seine Wedding and Funeral Band sind in Hochform.
Diese Produktion hat Goran seinem Vater gewidmet. Es geht um dessen Scheidung wegen Alkohol-Exzessen. Und doch blieb sein Liebe zu Gorans Mutter bestehen – die ganze Geschichte steht im (ansonsten etwas dürftigen) Booklet, die will ich hier nicht preis geben. Nach einem sehr erfolgreichen Abstecher ins musikalische Theaterfach, mit der Adaption der Oper Carmen, spielten Goran und seine Band jetzt wieder eine Song-CD im Studio ein. Wobei: einige der Aufnahmen entstanden live im Umfeld des grossen Bläsertreffens (und Saufgelages) in Guča. Hier hört man gut, wie verlässlich und exakt – eben auch live – das Gebläse der Band ist.
KAL – Radio Romanista
10. März 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Das zweite Album der Truppe aus Belgrad zeigt, was die Band aus den letzten Jahren auf konstanter Tour mitgenommen hat: Die Songs sind kurz, klar, scharf, schnell.
War das Vorgängeralbum ein Ohröffner, so setzt «Radio Romanista» noch einen drauf. Es ist ein doppelter Zuwachs: Auf der einen Seite hat die Produktion unter Mike Nielsen noch einiges an Schärfe und Transparenz gewonnen. Auf der anderen Seite hat die Band noch eine zusätzliche Portion Punk-Energie zur Mischung hinzugefügt. Im Booklet sagt Frontmann Dragan Ristic: «Was ihr auf der neuen Scheibe erhaltet, ist unser Live-Sound – Rock’n'Roma!»
Ljiljana Buttler & Mostar Sevdah Reunion – The Legends of Life
23. Januar 2009
Gespeichert unter Angespielt
Ljiljana Buttler ist die Soulstimme des Balkanblues, und ihre Lieder machen weinen und lachen gleichzeitig.
Die Balkankriege der 90ziger Jahre haben viel zerstört. Beinahe auch diese Musikerin-Karriere : Ljiliana Buttler floh 1990 nach Deutschland. Zuhause war sie eine gefeierte Interpretin der Sevdalinka gewesen, ein Star in den Musikclubs. Wegen des Krieges schob sie ihre Musikpläne beiseite, floh nach Deutschland, heiratete, liess sich wieder scheiden und arbeitete fast 13 Jahre als Putzfrau in Hotels und Restaurants um sich und ihre Kinder durchzubringen. Erst 2003 kehrte sie in ihre Heimat und – nach langem Zögern – ins Studio zurück. Ein Glücksfall für alle Musikliebhaber.




