Sierra Leone’s Refugee All-Stars – Rise & Shine

2. Juni 2010  
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Die zweite Aufnahme der ehemaligen Bürgerkriegs-Flüchtlinge zeigt: sie sind nicht nur wieder in ihrer Heimat angekommen, sondern haben sich in der Musik auch eine zweite Heimat geschaffen.

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Global Threat / Living Stone / Gbrr Mani (Trouble)

Die Geschichte dieser Band ist gut dokumentiert. Die amerikanischen Doku-Filmer Zach Niles und Banker White trafen die Musiker in einem Flüchtlingslager in Guinea, wohin sie vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat geflüchtet waren. Musik war so was wie ein gemeinsamer Rettungsanker in einer Welt voller Aggression und Unsicherheit. Die DVD mit ihrer Geschichte und eine erste CD brachte der Band ab 2006 Engagements im Norden. Die zweite CD, produziert von Steve Berlin, zeigt nun: die Musik ist nicht mehr nur Zuflucht, sondern neue Heimat, eine neue Aufgabe geworden.

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Geraldo Pino & The Heartbeats – Heavy Heavy heavy

9. Januar 2010  
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Funk der 60ziger und 70ziger Jahre aus Sierra Leone, welcher ganz Westafrika überrollte – Pino war der James Brown aus Freetown.

Geraldo Pino (eigentlich Gerald Pine) ist einer der vergessenen Helden der afrikanischen Musik. Er begann seine Karriere in den Nachtclubs von Freetown mit Covers von amerikanischen Hits und Rumbas aus dem Congo. James Brown war das eine grosse Vorbild, Franco das andere. Während andere Musiker aus seinem Umfeld den Highlife-Sound pflegten, war es für ihn der amerikanische Funk, gepaart mit  einheimischen Rhythmen. Einer seiner grössten Fans, und später fast sowas wie ein SChüler, war der junge Fela Kuti. Als Pino auf einer Westafrika-Tour nach Lagos kam, staunte Fela:

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Marvellous Boy – Calypso from West Africa

1. September 2009  
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marvellous-boyDas Label Honest Jon’s Records hat sich wieder einmal erfolgreich durch alte Musiksammlungen und  Phonotheken gegraben, und dabei erstaunliche Sounds aus den 40ziger und 50ziger Jahren ausgegraben.

Dass der Calypso aus seiner Heimat in der Karibik nach West Afrika kam, hat politische und handwerkliche Gründe. Ende des 18. Jhd. wurde die Sklaverei in England verboten, und die Sklaven ihrem Schicksal überlassen – für die meisten hiess das hungern und betteln. Nach dem verlorenen Unabhängigkeitskrieg in den USA suchten ehemalige schwarze Soldaten sowohl aus England wie den ehemals amerikanischen Kolonien eine neue Heimat. In Westafrika wurden für die «Black Poor» neue Kolonien definiert, erst Sierra Leone, später Liberia. Hierher flüchteten Tausende aus England und den Westindischen Inseln.

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Musiques Métisses – Afrique Atlantique

1. August 2009  
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afrique-AtlantiqueLieder aus Ländern entlang der Westküste Afrikas von Angola bis Senegal. Christian Mousset hat sich eine Visitenkarte seines Festivals zusammengestellt.

«Musiques Métisses» heisst das Festival von Christian Mousset. Es ist eine der angesehensten Adressen im französischen Festivalkalender. Deshalb darf man fast blind darauf vertrauen, dass dieser Mann seine Compilations nicht nach markttechnischen Kriterien zusammenstellt, sondern aus Liebe zur Musik und den Musikern. Wahrscheinlich standen alle schon mal in Angoulême auf der Bühne, und dies ist so etwas wie ein thematischer Rundgang durch die CD-Sammlung des Festivaldirektors. Für Weltmusik-Entdecker ein verlässlicher Führer, und für Kenner hat er doch noch die eine oder andere Trouvaille dabei.

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