Emel Mathlouthi – Kelmti Horra

30. Januar 2012  
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Die Singer-Songwriterin, eine der revolutionären Stimmen des jungen Tunesiens, trägt ihre politischen Songs in die Pop-Welt. Dabei behält sie bis in die Details alle Fäden in den Fingern.

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 Ma Lkit (Not Found), Dhalem (Tyrant), Kelmti Horra (My Word Is Free)

Emel Mathlouthi lernte schon als Kind die gesellschaftliche Enge ihrer Heimat kenne lernte: ihr Vater wurde wegen seiner allzu linken politischen Gesinnung als Professor von der Universität Tunis gefeuert. Wie sie in einem Interview mit Mondomix erzählt, wurde zuhause öfter Vivaldi und Billie Holiday gehört, als Oum Kalsoum. Bob Dylan, und vor allem Joan Baez sind für die Songwriterin wichtige Wegweiser. Die Begegnung mit dem polnisch-tunesischen Electronica-Musiker Nazal legte den Grundstein für die Sounds dieses ersten Albums.

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Kareyce Fotso – Kwegne

28. September 2010  
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Ein Album, das von einer aussergewöhnlichen Stimme getragen wird. Instrumente spielen nur eine marginale Rolle, die Produktion ist spartanisch und ehrlich.

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Peu Be, Mayole, Poa’lag

Es ist ein mutiges Unterfangen, in dieser Musikwelt der ausgefeilten Produktionen das ursprünglichste Instrument in den Mittelpunkt zu stellen: die Stimme. Kareyce Fotso brauchte lange – bis ans Ende ihres Studiums – um ihren Vater zu überzeugen, dass ihr Leben nicht in einem Labor stattfinden sollte, sondern auf der Bühne. Ihre erste CD veröffentlichte sie nur in Kamerun. Einige Exemplare fanden ihren Weg in die RFI-Jury des Prix Découvertes, wo sie bis ins Finale kam. In diversen Rollen und Produktionen bereist sie als Kulturbotschafterin Kameruns die Welt.

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Lhasa – The Living Road

5. Januar 2010  
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lhasa-living-roadMit diesem Album sang sich Lhasa 2003 in die Herzen des grossen Publikums, mit «The Living Road» machte sie den Schritt vom Geheimtipp zum stillen Star.

Das Leben von Lhasa de Sela war ein Leben unterwegs. Sie verbrachte einen Grossteil ihrer Jahre „on the road“: Als Kind im Wohnwagen ihrer Eltern unterwegs in Mexiko und ganz Nordamerika, als Erwachsene zwischen Kanada und Europa, als Künstlerin zwischen der Malerei und der Musik. Sie bearbeitete, was immer Bildhaftes sich in ihrer Existenz einnistete. Dabei spielte die Stimmung eine grössere Rolle, als der Stil oder die Sprache. Am 1. Januar 2010 verlor sie in ihrer Wahlheimat Montreal ihren Kampf gegen den Krebs.

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William Vivanco – El Mundo Esta Cambia’o

4. Januar 2010  
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william-vivanco-el-mundo-esta-cambia'oDer junge kubanische Singer/Songwriter spielt mit einer ganzen Reihe von Musikstilen: Son, Rumba und Cha-Cha-Cha sind ebenso in seinem Repertoire-Köcher, wie Reggae oder Samba.

Vivanco gehört zur jungen Garde der kubanischen Songwriter. Seine Stimme hat er im Chor geschult, seine Musik hat er sich „zusammengeklaut“. Oder wie er selber in einem Interview bei Havana-Cultura sagt: „Meine Musik habe ich von der Strasse.“ Das waren erst die Strassen seiner Heimatstadt Santiago, später Havanna. Dort machte er sich im Kreis der jungen Generation bald einen Namen als Texter und Songwriter, und wurde in diverse Projekte eingespannt.

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Rupa & The April Fishes – Este Mundo

19. November 2009  
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rupa-&-the-fish-este-mundoDie singende Ärztin aus San Franzisko und ihre Gauklertruppe lassen den Zweitling von Stapel: farbenfrohe Chansons, Tex-Mex und Gypsy-Grooves zwischen Mittelmeer und Pazifik.

Vor einem Jahr verliess Rupa mit ihrer ersten CD «eXtraOrdinary rendition» den Käfig des bestgehüteten Musikgeheimnisses der Westküste Amerikas. In Windeseile eroberte sie die Ohren der Radio- und Musik-Redaktoren der westlichen Hemisphäre. Eine erste Grosstour in den Staaten und Europa eroberte auch die Herzen des Publikums. Die zweite Produktion kopiert nun nicht einfach den erfolgreichen Erstling kopieren, sondern setzt neue, zusätzliche Akzente.

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Netsayi – Monkey’s Wedding

9. November 2009  
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netsayi-monkeys-weddingIn England und Simbabwe aufgewachsen, musikalisch zwischen Songwriter-Komposition und Rhythmen aus dem Süden Afrikas zuhause, legt die musikalische Globetrotterin ein Liederalbum voller Assoziationen vor.

In den ersten elf Jahren ihres Lebens wohnte Netsayi in elf verschiedenen Häusern, besuchte neun verschiedene Schulen, und das auf zwei verschiedenen Kontinenten – Europa, resp. England und Afrika, resp. Simbabwe. Der Vater kämpfte in den 70zigern im Untergrund für die Unabhängigkeit seiner Heimat, die Mutter zog die Kinder in Camden auf. Schule ab 1980 dann in Harare, und Ausbildung in Südafrika. Nicht erstaunlich, dass die Fixpunkte von Netsayis Jugend ihre Notizbücher, ihr Schreibwerkzeug und einige Radiostationen waren. Die politischen Versammlungen langweilten sie, aber sie liebte die Police Brass Band.

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Gianmaria Testa – Da questa parte del mare

3. Oktober 2009  
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gianmaria-testa---da-questa-parte-del-mareTesta hält die Tradition des Cantautor aufrecht – fein gewobene Lyrik in ruhige, manchmal jazzige, manchmal fast gemurmelte Melodien verpackt.

Es gibt viele italienische Interpreten, die das Brummeln dem Singen vorziehen. Auch bei Gianmaria Testa hat man  das Gefühl, dass er manchmal lieber rezitieren möchte, als singen. Dabei schreibt der Piemontese Lieder, seit er sich als Teenager die ersten Gitarrengriffe beigebracht hatte. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass er erst nach dem Umweg über die Rockmusik die leisen Töne entdeckte. Und sein Talent, auch die Zwischentöne in Text und Melodie zu finden.

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Nuru Kane – Sigil

13. Juli 2009  
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nuru-kane---sigilEin wunderbares Liederalbum eines senegalesischen Tänzers und Gitarristen, der in Marokko sein Instrument und eine musikalische Quelle fand.

Nuru Kanes erster musikalischer Lebensabschnitt war unspektakulär: Tourneen als Gitarrist, Sänger, Bassist und Tänzer durch seine Heimat, dann der Sprung nach Paris. Aber es schmeckte alles irgendwie noch nicht richtig, es fehlte noch das Entscheidende. Dann kam eine Reise nach Marokko, die Bekanntschaft mit der Gnawa-Musik und ihrem Bass-Instrument, der dreisaitigen Gimbri. Die Musik der Gnawa ist verwurzelt im Mystizismus der Sufi. Nuru Kane fand seine persönliche islamische Quelle in der verwandten Philosophie der Baye Fall.

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Sara Tavares – Xinti

25. Juni 2009  
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sara-tavares-xintiSara Tavares ist eine Seidenhändlerin und bietet nur ganz fein Gewobenes an. Das dritte Album der portugiesischen Sängerin besticht vor allem als Gesamtwerk.

Für viele Weltmusik-Hörer war das letzte, „richtige“ Album von Sara Tavares, «Balancê», der Ohröffner. Titel wie „Bom Feeling“ oder „Balancê“ die Ohrwürmer. In ihrer Heimat ist Sara schon lange mehr als nur ein Geheimtip. Das verdankt sie vor allem einer grossen Bühnenpräsenz: ihre Konzerte bleiben in der Erinnerung der Besucher noch lange haften. Ein solches erschien als DVD «Alive in Lisboa» 2008. Die dritte Produktion ist ein dichtes Songschreiberin-Album. Ohrwürmer sind nicht sofort auszumachen, Zartheit überwiegt.

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Zachary Richard – Travailler… Anthologie 1976 – 1999

20. Juni 2009  
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zachary-Richard-travailer...anthologie-76-99Zack folgt keinem Karriereplan, sondern seinen Musen und Dämonen. Das Hadern mit sich und der Welt hat uns einige wunderschöne Klassiker beschert.

Zachary Richard ist Cajun mit Herz und Seele. Wenn er von seiner von seinem Louisiana erzählt, dann ist es das französisch sprechende Louisiana, wo Akkordeon, Gitarre und Geige das Tanzbein zum schwingen bringen. Aber in dieser Sammlung entdeckt man auch einen Musiker, der sich am Blues, am Rock, und an der Kirchenmusik geschliffen hat. Seine ersten ERfolge feierte er nicht in der eigenen, sondern in der selbstgewählten Heimat Montreal, und Québec, dem französisch sprechenden Teil von Kanada.

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