Terakaft – Aratan N Azawad

14. Oktober 2011  
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Sie sind aus dem gleichen Holz geschnitzt wie ihre Weggefährten, Tinariwen, doch unterwegs mit zwei unterschiedlichen Absichten: die Pflege der alten Ermahnungen und die Suche nach neuen Grooves.

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Aman Wi Kawalnen, Amazzagh, Agoz Imgharen

Die Musiker der bei uns bekannten Wüstenrocker schöpfen aus derselben Quelle: Ibrahim Ag Alhabib und Inteyeden Ag Ablil gelten als Gründer des Tuareg-Rocks. Der erste ist noch heute Frontmann von Tinariwen, der zweite ist leider gestorben. Aber sein Bruder, Diara, ist Sänger und Gitarrist von Terakaft. Darum tönen beim ersten Hinhören die beiden Bands so eng verwandt. Terakaft tönen soundmässig etwas spröder – das liegt auch daran, dass sie als Quartett unterwegs sind: Gitarren, Bass, Kalebasse, fertig – haben aber auch neue  Rhythmen und Harmonien aus der westlichen Musikwelt integriert.

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Tinariwen – Tassili

30. September 2011  
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Tinariwen haben den rockigen Sahara-Blues des Tuareg-Volks geschaffen, haben die sirrenden Gitarrenriffs zum Markenzeichen gemacht. Jetzt besinnen sie sich auf ihre Anfänge und spielen wieder akustisch.

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Asuf D Alwa, Tenere Taqqim Tossam, Isweg Attay

Vor zehn Jahren stand die Band zum ersten Mal in Europa unter eigenem Namen auf einer grossen Bühne, in Roskilde. Sie schufen nicht nur einen Sound, sondern wurden zum Wegbereiter von unzähligen Bands, u.a. Tamikrest, Terakaft, Etan Finatrawa oder Bombino. Für ihr fünftes Album zog sich die Band in die Hochebenen des Tassili-Gebirges zurück. Sie wollten dorthin zurück, wo ihre Anfänge lagen: Keine Ablenkung, nur die Band und ihre akustischen Instrumente, das Camp, das Lagerfeuer, und die Wüste.

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Tamikrest – Toumastin

8. Juli 2011  
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Die jüngere Generation der Tamashek-Rocker hat für diese zweite Produktion enorm nachgelegt: im musikalischen Handwerk, dem Songwriting und der Umsetzung. Von der englischen Presse werden sie bereits als die legitimen Nachfolger von Tinariwen gefeiert.

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Aratan N Tinariwen, Ayitma Madjam, Tidit

In den Liedern singt Ousmane Ag Mossa oft von seinem Heimweh. Heimweh nach einer Heimat, die er nie hatte. Denn das Volk der Tuareg (Kal Tamashek) wird seit Jahrhunderten immer wieder vertrieben, die Stämme leben verstreut in allen Ländern der westlichen Sahara. Die moderne Zivilisation zwingt sie immer vehementer, ihr Nomadenleben aufzugeben. So wird aus dem Heimweh eine Sehnsucht, dass zumindest die Kultur der Tuareg, ihre Lebensweisheit und ihr Freiheitsdrang nicht untergehen oder vereinnahmt werden. In der Musik haben die Tamashek eine Möglichkeit  gefunden, von der restlichen, westlichen Welt wahrgenommen werden.

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Bombino – Agadez

3. Juni 2011  
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Tuareg-Bluesrock in der Version der jüngeren Generation. Bombino kennt die Sahara zwischen Agadez, Algier und Ouagadougou. Bereits die ersten 30 Jahre seines Lebens führten ihn quer durch die Wüste – und einen schönen Teil der restlichen Welt.

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Ahoulaguine Akaline (I Greet My Country), Tar Hani (My Love), Tenere (The Desert My Home)

Omara «Bombino» Moctar lernte aus zwei Quellen: Da waren die Lehr-Songs seines eigenen Tuareg-Volkes, z.B. von Tinariwen, die von Befreiung und Stolz sangen. Und da war die Musik der grossen Gitarristen aus dem Westen und Norden, von Jimi Hendrix bis Mark Knopfler. Schon in jungen Jahren war Bombino ständig auf der Flucht: Vor der Schule, vor den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen seinem Volk und der Armee von Niger. Irgendwann begegnete er auf seiner Reise dem Filmemacher Ron Wyman, der ihn in einem Film auftreten liess und ihn nach Amerika für die ersten Aufnahmen zu diesem Albums einlud.

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Etran Finatwa – Tarkat Tajje / Let’s go

31. Mai 2010  
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Tuareg und Wodaabe, die Kultur der Nomaden aus der Sahara und der Sahelzone im spannenden und relaxten Liederaustausch.

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Daim Walla / Daandé / Ummee Ndaaren

Die Gitarren stammen hörbar aus dem Kulturkreis der Tuareg, man kennt sie von Tinariwen oder Tamikrest. Den Chorgesang bringen die Wodaabe ein. Sie leben etwas weiter südlich in der Sahelzone als nomadisierende Rinderzüchter. Die Musiker von Etran Finatawa haben sich 2004 am Festival Au Désert kennen gelernt. Aus einer ursprünglichen Grossformation ist eine Kerntruppe von 5 Musikern geworden, und dies ist  ist ihre dritte CD.

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Tamikrest – Adagh

7. April 2010  
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Es ist der Rock der Wüste, wie er aus den Lehmziegel-Häusern und Zelten der Tuareg tönt. Die zweite Generation des Tamaschek-Rocks meldet sich selbstbewusst zu Wort und Ton.

Die Lehrmeister sind sehr präsent: Tinariwen, und ihre Form von Wüsten-Rock, sind ab den ersten Tönen unschwer auszumachen. Es wäre aber etwas gar zu kurz gegriffen, die jungen MusikerInnen aus Niger, Algerien, Lybien und Mali einfach als Epigonen-Band zu definieren. Gitarrist und Produzent Chris Eckman (u.a. The Walkabouts) lernte die Band 2008 am «Festival au Désert» kennen, und lud sie später nach Bamako ins Bogolan-Studio ein. Ein neues Kapitel des Tamaschek- Rock wurde aufgeschlagen.

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Steve Shehan & Nabil Othmani – Awalin

1. April 2010  
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Diese CD ist mehr als nur eine Produktion – sie ist ein vertontes Versprechen, und erzählt in neuen Gedichten von der Wüste und der Kultur der Tuareg.

Steve Shehan pflegt eine enge Freundschaft mit der Familie Othmani. Mit dem Vater Baly Othmani hatte der Multiinstrumentalist und Produzent bereits drei CDs eingespielt. Baly Othmani war einer der bekanntesten Dichter der Tuareg, einer, der an die Kraft der mündlichen Überlieferung seiner Kultur glaubte. Nun, nach dem Tod des Vaters, setzt Shehan die Arbeit mit Nabil, dem Sohn, fort – ein Versprechen, das er einst dem Vater gab. Es sind nicht die rockigen Tuareg-Töne, wie man sie von Tinariwen kennt, sondern leise, melancholische oder nachdenkliche Gedichte, vorgetragen zur Oud, stehen im Zentrum.

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Tinariwen – Imidiwan Compagnions

14. August 2009  
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tinariwen-compagnionsSie spielen Rock’n'Roll mit Sand in den Saiten, haben schon mehrmals diese Erde umrundet und sind sich dabei treu geblieben.

Tinariwen tragen den Blues und Rock aus der Sahara seit der Jahrtausendwende um den Globus. Die mittlerweile vierte Produktion zeigt, dass die Band trotz vieler Schicksalsschläge und Wechsel von Bandmitgliedern immer noch zielgenau ihre Spur durch die Welt zieht. Ihre Herkunft als Nomaden hat die Band in einen fast pausenlosen Tourneeplan umgewandelt. In Tessalit, im Nordosten Malis, unweit ihres Wohnorts Kidal, haben sie ihr mobiles Studio für diese Produktion aufgebaut. Produzent Jessy Nottola hat sie mit der Kamera begleitet. Der CD liegt eine 30minütige DVD über die Aufnahmesessions bei.

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Tinariwen – Aman Iman: Water is life

16. März 2009  
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tinariwen-water-is-lifeDie romantischen Rocker aus der Wüste betören immer wieder – auch wenn sie diesmal nicht so tief Luft holen.

Die 2007-Produktion der Tuareg-Truppe aus dem Norden Malis zeigt, was mit einer Band passiert, die dank ihres Erfolgs um den Globus reisen kann: Sie verliert einen  Teil des rumpelnden Charmes der früheren Produktionen. Gleichzeitig muss man dem Produzenten Justin Adams ein Kränzchen winden, denn er hat den Songs eine grosse Transparenz und Präsenz verschafft. Diese Produktion ist gleichzeitig eine Aufforderung: Wer Tinariwen live hören – und sehen! – kann, der soll das tun. Selbst wenn sie in nobeln Konzertsälen oder Industriehallen spielen, ist die Weite und Rauheit der Wüste hör- und spürbar.

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