Bob Brozman – eine Homage an den verstorbenen Slide-Gitarristen

3. Mai 2013  
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Bob Brozman war fasziniert von Saiteninstrumenten, auf denen man sliden konnte. Der König der National Steel Guitar und der Hawaii-Gitarre starb am 23. April in Ben Lomond. In rund 30 CD-Produktionen lebte er zwei Seiten seines Könnens aus: Zum einen war da die Liebe zum Blues, insbesondere zum Delta-Blues.

Zum anderen war er einer der experimentierfreudigsten Projektpartner rund um den Globus. Seine Aufnahmen führten ihn von Hawaii nach Papua Neu Guinea, nach Indien und Irland, nach La Réunion oder Senegal.

Der Podcast auf den musikalischen Spuren von Bob Brozman führt um den Planeten. Eine Verbeugung vor einem, der der Welt mit offenen Ohren, Schalk und grossem Können begegnete.

 

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Joe Driscoll & Sekou Kouyaté – Faya

10. April 2013  
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Die Rakete hat gezündet: Nominiert für den Songlines-Award, im Line-up des WOMAD-Openairs im Charlton Park – der amerikanische Folk-Rapper und sein Kora-Kollege aus Guinea haben ihre Formel gefunden.

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 Passport, Faya, Wonamati

Das beliebteste Zitat in den Besprechungen zu dieser CD ist jenes, dass die beiden nicht über Sprache kommunizieren können: Joe kann kein Französisch, Sekou kein Englisch. Musikalisch verstanden haben sich die beiden Musiker sicher, weil beide in vielen Stilrichtungen unterwegs sind. Joe begann als Folkmusiker, ist ein Fan von Bob Marley, kam über’s Sampling und Beatboxen in stilübergreifende Gewässer. Sekou hat in Frankreich den Übernamen «Hendrix der Kora», und ist mit seinem Spiel stilprägend für die Band seines Cousins Ba Cissoko.

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Joe Driscoll & Sekou Kouyaté: Faya

9. April 2013  
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Ein Amerikaner und eine Malier treffen sich in Marseille.


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Titeltrack der aktuellen CD «Faya»

Ali Farka Touré with Ry Cooder – Talking Timbuktu

19. Dezember 2012  
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Es ist ein trauriger Anlass, der mich diese CD wieder mal aus dem Gestell holen lässt: in Malis Norden führen islamistische Fundamentalisten einen Kulturkampf, indem sie die Seele Malis, die Musik, zu Tode prügeln.

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 Soukora, Ai Du, Diaraby

Für Weltmusik-Ohren war die Zusammenarbeit von Ali Farka Touré, dem Blueser aus dem Norden Malis, und Ry Cooder, dem musikalischen Spurensucher aus Kalifornien, eine Entdeckung. 1994 waren kultur-übergreifenden Musikprojekte noch selten. Cooder hatte bereits einschlägige Erfahrung. Da war bereits 1975 die Zusammenarbeit mit der Hawaii-Legende Gabby Pahinui, und 1993 das Album mit dem indischen Slide-Gitarristen V.M.Bhatt.

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Firewater – International Orange

9. Oktober 2012  
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Das ist ein Silberling von der anderen Seite des Worldmusic-Gartenzauns, aus dem Garten namens Rock. Aber Tod A tanzte schon mit «Golden Hour» über die Stilgrenzen hinweg – ist quasi ein Wiederholungstäter.

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 A Little Revolution, Glitter Days, Dead Man’s Boots

Tod A ist ein Weltenbummler, physisch und musikalisch. Neuerdings hat er seine Zelte in Istanbul aufgeschlagen. Er vergleicht sie als kultureller Schmelztiegel und von der Energie her mit New York.  Hier hat er mit seiner Band die aktuelle Scheibe eingespielt, und sie von Tamir Muskat (Balkan Beat Box) abmischen lassen. Das ergibt ein saftiges Rock-Album mit nah-östlichen Gewürzen.

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Paul Simon – Graceland

12. Juni 2012  
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Vor 25 Jahren erschienen, ist diese Produktion immer noch Teil einer öffentlichen Diskussion. Was Paul Simon damals unternahm war gleichzeitig ein politischer Fauxpas und eine musikalische Entdeckungsreise.

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 Diamonds On The Sole Of Her Shoes (unreleased version), You Can Call Me Al, Homeless

Als Paul Simon im Jahr 1985 nach Südafrika reiste, um dort mit lokalen Musikern ein Album einzuspielen, herrschte im Land noch ein Apartheid-Regime. Die Welt boykottierte diese Regierung auf allen politischen und wirtschaftlichen Kanälen. Mit den Aufnahmen geriet er sowohl in die Schusslinie des African National Congress ANC wie auch der Anti-Apartheid-Bewegungen weltweit. Wie naiv er selber damals die Sache anging, erzählt er heute, rund 25 Jahre nach der Publikation der LP in einem ausführlichen SPIEGEL-Interview.

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Loga Ramin Torkian – Mehraab

7. April 2012  
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Logan legt hier sein erstes Soloalbum vor. Ein cineastisches Liederalbum, das einige Geschichten des persischen Poesiealbums neu vertont – vorgetragen von der grandiosen Stimme von Khosro Ansari.

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 Through The Veil, Garden Of The Beloved, Your Bewitching Eye (Carmen Rizzo Remix)

Logan Ramin Torkian kennen einige vielleicht als einer der drei kreativen Köpfe von «Niyaz», jener Truppe welche die musikalische Tradition des Irans ins digitale Zeitalter überträgt. Wie in seinen bisherigen Band-Projekten legt Loga grossen Wert darauf, dass seine Musik Bilder hervorruft. Diese visuelle Art zu komponieren hat er bisher auch in diversen Filmsoundtracks umsetzten können.

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Yemen Blues – Yemen Blues

18. Januar 2012  
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Jemenitische Melodien, latinisierte Wüsten-Rhythmen und jazzige Arrangements – zuviel Fusion? Keineswegs, dieser etwas intellektuelle Wüstengroove hebt nicht ab, bleibt gut geerdet.

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 Eli, Um Min Al Yaman, Jat Mahibathi

Im Zentrum der Grosstruppe mit Musikern aus Israel, Uruguay und New York steht Sänger und Gimbri-Spieler Ravid Kahalani. Der zweite Grundpfeiler der Truppe ist der Bass- und Oud-Spieler Omer Avital. Beide stammen aus einer jemenitischen Familie, wobei Omer’s Stammbaum auch noch eine marokkanische Wurzel hat. Während Ravid seine Karriere in Israel startete machte sich Omer in der Jazz-Szene New Yorks seinen Namen. Das tönt alles nach etwas zu viel Fusion, doch die beiden arbeiten sehr sorgfältig an ihrem Amalgam aus den verschiedensten Musikwelten.

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Matuto – Matuto

5. Januar 2012  
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Bluegrass, Americana und Forró zu kombinieren ist keine seltsame Idee von Musikern, die sonst schon alles ausprobiert haben, sondern eine Kombination die wirklich in Ohr und Knie geht.

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Dois Nordestes, Retrato De Um Forro, Recife

Die Idee, Rhythmen aus Pernambuco, dem Nordosten Brasiliens mit amerikanischen Musikstilen zu vermischen ist nicht ganz neu. Ein Beispiel wäre da Nation Beat. Und irgendwie scheint der Forró sich in den Schluchten New Yorks wohl zu fühlen, Beispiel hierfür: Forro in the Dark. Und nun die Matuto-Kombination: Noch eine rechte Portion Jazz hinzu (auf der CD), und live etwas prägender auf Bluegrass gesetzt. Dreh- und Angelpunkt bei Matuto sind das Akkordeon von Rob Curto und Gesang / Gitarre von Clay Ross.

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Takashi Hirayasu & Bob Brozman – Jin Jin / Firefly

4. Januar 2012  
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Die Aufnahmen dieses glücklichen Zusammentreffens vermögen auch über zehn Jahre nach ihrem Entstehen zu begeistern: hier haben sich zwei verwandte Geister getroffen.

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Akata Sun Duchi, Tsuki Nu Kaisha, Chon Chon Kijimuna

Bob Brozman ist ein Gitarrist ohne Berührungsängste. Und er liebt Herausforderungen. Anders ist es nicht zu erklären, dass er sich so unterschiedliche musikalische Partner wie Debashish Bhattacharya, Djeli Moussa Diawara, Cyril Pahinui, René Lacaille oder eben Takashi Hirayasu aussucht. Takashi seinerseits hatte bereits als Gitarrist in der Band von Shoukichi Kina die Grenzen verwischt zwischen der Tradition von Okinawa und den amerikanischen Musikstilen von R&B bis hawaiianischer Steel-Musik.

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