Yemen Blues – Yemen Blues

18. Januar 2012  
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Jemenitische Melodien, latinisierte Wüsten-Rhythmen und jazzige Arrangements – zuviel Fusion? Keineswegs, dieser etwas intellektuelle Wüstengroove hebt nicht ab, bleibt gut geerdet.

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 Eli, Um Min Al Yaman, Jat Mahibathi

Im Zentrum der Grosstruppe mit Musikern aus Israel, Uruguay und New York steht Sänger und Gimbri-Spieler Ravid Kahalani. Der zweite Grundpfeiler der Truppe ist der Bass- und Oud-Spieler Omer Avital. Beide stammen aus einer jemenitischen Familie, wobei Omer’s Stammbaum auch noch eine marokkanische Wurzel hat. Während Ravid seine Karriere in Israel startete machte sich Omer in der Jazz-Szene New Yorks seinen Namen. Das tönt alles nach etwas zu viel Fusion, doch die beiden arbeiten sehr sorgfältig an ihrem Amalgam aus den verschiedensten Musikwelten.

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Matuto – Matuto

5. Januar 2012  
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Bluegrass, Americana und Forró zu kombinieren ist keine seltsame Idee von Musikern, die sonst schon alles ausprobiert haben, sondern eine Kombination die wirklich in Ohr und Knie geht.

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Dois Nordestes, Retrato De Um Forro, Recife

Die Idee, Rhythmen aus Pernambuco, dem Nordosten Brasiliens mit amerikanischen Musikstilen zu vermischen ist nicht ganz neu. Ein Beispiel wäre da Nation Beat. Und irgendwie scheint der Forró sich in den Schluchten New Yorks wohl zu fühlen, Beispiel hierfür: Forro in the Dark. Und nun die Matuto-Kombination: Noch eine rechte Portion Jazz hinzu (auf der CD), und live etwas prägender auf Bluegrass gesetzt. Dreh- und Angelpunkt bei Matuto sind das Akkordeon von Rob Curto und Gesang / Gitarre von Clay Ross.

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Takashi Hirayasu & Bob Brozman – Jin Jin / Firefly

4. Januar 2012  
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Die Aufnahmen dieses glücklichen Zusammentreffens vermögen auch über zehn Jahre nach ihrem Entstehen zu begeistern: hier haben sich zwei verwandte Geister getroffen.

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Akata Sun Duchi, Tsuki Nu Kaisha, Chon Chon Kijimuna

Bob Brozman ist ein Gitarrist ohne Berührungsängste. Und er liebt Herausforderungen. Anders ist es nicht zu erklären, dass er sich so unterschiedliche musikalische Partner wie Debashish Bhattacharya, Djeli Moussa Diawara, Cyril Pahinui, René Lacaille oder eben Takashi Hirayasu aussucht. Takashi seinerseits hatte bereits als Gitarrist in der Band von Shoukichi Kina die Grenzen verwischt zwischen der Tradition von Okinawa und den amerikanischen Musikstilen von R&B bis hawaiianischer Steel-Musik.

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The Rough Guide to Cajun & Zydeco

5. Dezember 2011  
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„No french no more“ sang einst Zachary Richard. Für die französische Sprache in Amerika gilt dies heute mehr denn je. Umso erfreulicher zu hören, dass die französich-afrikanisch-amerikanische Musikkultur sich bester Gesundheit erfreut.

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Horace Trahan: Same Knife Cut The Sheep Cut The Goat, Feufollet: Femme L’A Dit, Bonsoir Catin: J’Aimerais Sentir Comme Ça Chez Moi, Kevin Naquin And The Ossun Playboys: T’Es Jamais Satisfait

Zydeco und Cajun sind die schwarz-weissen Geschwister einer französischen Musiktradition, die sich mit afro-amerikanischen Einflüssen vermischte. Die Cajuns waren die französischen Einwanderer, die nach dem britisch-französischen Krieg im 18. Jhd aus ihrer „Heimat“ im Osten Kanadas vertrieben wurden und in den Südstaaten eine neue Bleibe fanden. Cajun und Zydeco sind seit jeher Tanzmusik, und die Instrumentierung ist handlich, die Band also schnell bereit: Akkordeon, Geige, Waschbrett, Triangel, später dann auch Stehbass, Gitarre, Schlagzeug, Banjo.

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Snakefarm – My Halo At Half-Light

8. November 2011  
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Diese Songs schleichen und schmeicheln sich nicht nur in die Gehörgänge sondern tief ins Herz. Und sie haben keinerlei Absicht, je wieder von dort zu verschwinden – das ist sehr gut so!

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Johnny, The Lady O, Marbletown Girl

Snakefarm ist ein Duo: Anna Domino und Michael Delory. Halt! Anna Domino? Electro-Pop in den 80er Jahren? Ja genau, die. Schon 1999 hatten die amerikanische Weltenbürgerin und ihr belgischer Multiinstrumentalist eine CD mit Coverversionen von amerikanischen Folkklassikern – von Tom Dooley bis House of The Rising Sun – in eigenwilligen Adaptionen herausgebracht, und wurden als die Zukunft der Folkmusik gefeiert («Songs from My Funeral»). Dann verschwanden sie wieder von der Bildfläche. Wer Snakefarm heute hört, sagt sich: Die dürfen nicht mehr abtauchen, die sind zu gut!

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Abigail Washburn – City of Refuge

30. Juli 2011  
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Washburn ist eine der führenden Banjo-Protagonistinnen. Sie schreibt üppig arrangierte Americana-Songs, die aus Gospel, Folk und Bluegrass-Wurzeln genährt werden. Und mitten drin finden auch chinesische Töne einen Platz.

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City of Refuge, Ballad of Treason, Burn Thru

Mit gerade mal drei Produktionen hat es Abigail Washburn an die Spitze der Banjo-Gilde in den USA gebracht. Das kommt nicht davon, dass diese Spitz klein ist, sondern weil Washburn gleich mehrere Ebenen zusammen bringt. Da ist ein gradliniges und klares Banjo-Handwerk. Zum zweiten ist sie eine Komponistin, die Stilgrenzen ohne grosses Spektakel einfach auflöst. Und da hilft drittens ihr direkter Draht zum Land der Mitte. Sie studierte in China, tourte mehrmals durch das Land, und auch nach Tibet, und bringt nicht nur im Arrangement chinesische Instrumente unter, sondern singt auch gerne mal in Mandarin. Solche Songs finden sich aber nur auf der früheren Produktion mit dem Sparrow Quartett.

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Bob Brozman, John McSherry, Dónal O’Connor – Six Days In Down

30. September 2010  
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Ein glückliches Zusammentreffen von drei Musikern, die keine stilistischen Berührungsängste haben und einfach gerne spielen. Hier treffen Zeit, Humor und Können aufeinander.

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Brelydian, A Mháire Bruineall, Portaferry Swing

Sie sind Meister ihres Fachs: Bob Brozman spielt so ziemlich alles was Saiten hat, am liebsten seine National Steel Gitarre. John McSherry spielt auf allem, was Flötenform hat, ob jetzt ein Luftsack dranhängt oder nicht. Und Dónal O’Connor kennt die direkteste Verbindung zwischen Geige und Tanzbein. Nach seinen Abstechern nach Hawaï, Okinawa oder La Réunion hat sich Bob mal für sechs Tage in Downpatrick, Irland, niedergelassen. Dass dabei ein nicht voll-traditionelles Album entstand, dürfte klar sein.

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Native America Calling

12. Juli 2010  
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Diese Sammlung aus den Beständen der Annenberg National Voice Studios, einer Radiostation aus Albuquerque, zeigt die Vielfältigkeit der Stilrichtungen, in denen sich heute Musiker mit indianischen Wurzeln ausdrücken.

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Joanne Shenandoah: I May Want A Man / Ulali: Shan Ooh Jhee / Peter La Farge: Radioactive Eskimo

Der Titel der Sammlung stammt von der gleichnamigen Radioshow. In der Musik aller hier vorgestellten InterpretInnen vermischen sich die eigenen Stomp-Rhythmen, die musikalischen Strömungen der weissen oder farbigen Kultur, und, vor allem in den Texten, die Erinnerung an geschehenes Unrecht. Die Themen von heute sind nicht weit weg von jenen der Vergangenheit. «Custer» heisst heute Uranabbau, «der Feind» ist heute die Verdrängung oder der Alkohol.

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Lila Downs y La Mysteriosa en Paris – Live à FIP

26. Mai 2010  
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Aufgenommen in den Studios des französischen Radios ist diese Produktion so was wie eine Live-Version ihres letztjährigen Best Of-Albums «El Alma de…»

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El Relampago, Cumbia Del Mole, Yo Envidio El Viento

Begleitet von einer exzellenten Band spielte Lila Downs vor ziemlich genau einem Jahr in den Studios von FIP France Inter ein fast ausschliesslich spanisch-sprachiges Album ein. Im Gegensatz zum Best of Album «El Alma…» haben diesmal auch Songs aus der letzten regulären Studio-Produktion «Shake away» einen Platz in der Set-Liste erhalten. Kein Wunder, handelt es sich doch bei der Begleitband « La Misteriosa» um eben jene Truppe, die für einen Grossteil der Töne auf Shake Away verantwortlich war.

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Béla Fleck – Throw Down Your Heart

23. März 2010  
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Die Tonspur einer Entdeckungsreise durch Afrika gewann – überraschend für viele – den Grammy 2010 als «Best Contemporary World Music Album».

Béla Fleck ist unbestritten einer der grossen Banjo-Virtuosen unserer Zeit. Und er spielt sein Banjo nicht nur in Nashville, sondern trägt es rund um die ganze Welt. So spielte er z.B. mit dem indischen Slide-Gitarristen V.M. Bhatt und der chinesischen Erh-hu-Virtuosin Jie-Bing Chen, den Chieftains, Chick Corea oder Rory Gallagher. Und nun also Afrika, weil ihm u.a die Songs von Oumou Sangare nicht mehr aus den Gehörgängen verschwinden wollten.

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