Snakefarm – My Halo At Half-Light

8. November 2011  
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Diese Songs schleichen und schmeicheln sich nicht nur in die Gehörgänge sondern tief ins Herz. Und sie haben keinerlei Absicht, je wieder von dort zu verschwinden – das ist sehr gut so!

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Johnny, The Lady O, Marbletown Girl

Snakefarm ist ein Duo: Anna Domino und Michael Delory. Halt! Anna Domino? Electro-Pop in den 80er Jahren? Ja genau, die. Schon 1999 hatten die amerikanische Weltenbürgerin und ihr belgischer Multiinstrumentalist eine CD mit Coverversionen von amerikanischen Folkklassikern – von Tom Dooley bis House of The Rising Sun – in eigenwilligen Adaptionen herausgebracht, und wurden als die Zukunft der Folkmusik gefeiert («Songs from My Funeral»). Dann verschwanden sie wieder von der Bildfläche. Wer Snakefarm heute hört, sagt sich: Die dürfen nicht mehr abtauchen, die sind zu gut!

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Abigail Washburn – City of Refuge

30. Juli 2011  
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Washburn ist eine der führenden Banjo-Protagonistinnen. Sie schreibt üppig arrangierte Americana-Songs, die aus Gospel, Folk und Bluegrass-Wurzeln genährt werden. Und mitten drin finden auch chinesische Töne einen Platz.

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City of Refuge, Ballad of Treason, Burn Thru

Mit gerade mal drei Produktionen hat es Abigail Washburn an die Spitze der Banjo-Gilde in den USA gebracht. Das kommt nicht davon, dass diese Spitz klein ist, sondern weil Washburn gleich mehrere Ebenen zusammen bringt. Da ist ein gradliniges und klares Banjo-Handwerk. Zum zweiten ist sie eine Komponistin, die Stilgrenzen ohne grosses Spektakel einfach auflöst. Und da hilft drittens ihr direkter Draht zum Land der Mitte. Sie studierte in China, tourte mehrmals durch das Land, und auch nach Tibet, und bringt nicht nur im Arrangement chinesische Instrumente unter, sondern singt auch gerne mal in Mandarin. Solche Songs finden sich aber nur auf der früheren Produktion mit dem Sparrow Quartett.

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Bob Brozman, John McSherry, Dónal O’Connor – Six Days In Down

30. September 2010  
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Ein glückliches Zusammentreffen von drei Musikern, die keine stilistischen Berührungsängste haben und einfach gerne spielen. Hier treffen Zeit, Humor und Können aufeinander.

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Brelydian, A Mháire Bruineall, Portaferry Swing

Sie sind Meister ihres Fachs: Bob Brozman spielt so ziemlich alles was Saiten hat, am liebsten seine National Steel Gitarre. John McSherry spielt auf allem, was Flötenform hat, ob jetzt ein Luftsack dranhängt oder nicht. Und Dónal O’Connor kennt die direkteste Verbindung zwischen Geige und Tanzbein. Nach seinen Abstechern nach Hawaï, Okinawa oder La Réunion hat sich Bob mal für sechs Tage in Downpatrick, Irland, niedergelassen. Dass dabei ein nicht voll-traditionelles Album entstand, dürfte klar sein.

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Native America Calling

12. Juli 2010  
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Diese Sammlung aus den Beständen der Annenberg National Voice Studios, einer Radiostation aus Albuquerque, zeigt die Vielfältigkeit der Stilrichtungen, in denen sich heute Musiker mit indianischen Wurzeln ausdrücken.

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Joanne Shenandoah: I May Want A Man / Ulali: Shan Ooh Jhee / Peter La Farge: Radioactive Eskimo

Der Titel der Sammlung stammt von der gleichnamigen Radioshow. In der Musik aller hier vorgestellten InterpretInnen vermischen sich die eigenen Stomp-Rhythmen, die musikalischen Strömungen der weissen oder farbigen Kultur, und, vor allem in den Texten, die Erinnerung an geschehenes Unrecht. Die Themen von heute sind nicht weit weg von jenen der Vergangenheit. «Custer» heisst heute Uranabbau, «der Feind» ist heute die Verdrängung oder der Alkohol.

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Lila Downs y La Mysteriosa en Paris – Live à FIP

26. Mai 2010  
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Aufgenommen in den Studios des französischen Radios ist diese Produktion so was wie eine Live-Version ihres letztjährigen Best Of-Albums «El Alma de…»

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El Relampago, Cumbia Del Mole, Yo Envidio El Viento

Begleitet von einer exzellenten Band spielte Lila Downs vor ziemlich genau einem Jahr in den Studios von FIP France Inter ein fast ausschliesslich spanisch-sprachiges Album ein. Im Gegensatz zum Best of Album «El Alma…» haben diesmal auch Songs aus der letzten regulären Studio-Produktion «Shake away» einen Platz in der Set-Liste erhalten. Kein Wunder, handelt es sich doch bei der Begleitband « La Misteriosa» um eben jene Truppe, die für einen Grossteil der Töne auf Shake Away verantwortlich war.

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Béla Fleck – Throw Down Your Heart

23. März 2010  
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Die Tonspur einer Entdeckungsreise durch Afrika gewann – überraschend für viele – den Grammy 2010 als «Best Contemporary World Music Album».

Béla Fleck ist unbestritten einer der grossen Banjo-Virtuosen unserer Zeit. Und er spielt sein Banjo nicht nur in Nashville, sondern trägt es rund um die ganze Welt. So spielte er z.B. mit dem indischen Slide-Gitarristen V.M. Bhatt und der chinesischen Erh-hu-Virtuosin Jie-Bing Chen, den Chieftains, Chick Corea oder Rory Gallagher. Und nun also Afrika, weil ihm u.a die Songs von Oumou Sangare nicht mehr aus den Gehörgängen verschwinden wollten.

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Lhasa – The Living Road

5. Januar 2010  
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lhasa-living-roadMit diesem Album sang sich Lhasa 2003 in die Herzen des grossen Publikums, mit «The Living Road» machte sie den Schritt vom Geheimtipp zum stillen Star.

Das Leben von Lhasa de Sela war ein Leben unterwegs. Sie verbrachte einen Grossteil ihrer Jahre „on the road“: Als Kind im Wohnwagen ihrer Eltern unterwegs in Mexiko und ganz Nordamerika, als Erwachsene zwischen Kanada und Europa, als Künstlerin zwischen der Malerei und der Musik. Sie bearbeitete, was immer Bildhaftes sich in ihrer Existenz einnistete. Dabei spielte die Stimmung eine grössere Rolle, als der Stil oder die Sprache. Am 1. Januar 2010 verlor sie in ihrer Wahlheimat Montreal ihren Kampf gegen den Krebs.

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Bonsai Garden Orchestra – Take One

24. Oktober 2009  
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bonsai-garden-orchestra-take-oneEs lebe die Ukulele, und die Lust am Musizieren! Solche Produktionen entstehen, wenn stilistischer Schabernack, Freude am Handwerk und ein herzliches Lachen zusammen kommen.

Als der Medienkünstler Wolfgang Temmel vor ein paar Jahren eine Ukulele geschenkt erhielt, ahnte er wohl nicht, wohin ihn das kleine, unscheinbare Instrument führen würde. Er ist in guter Gesellschaft – das Instrument feiert in diesen Zeiten so was wie eine Renaissance. Als künstlerischer Grenzüberschreiter sah er keinen Grund, die bislang verborgene Verwandtschaft von österreichischer und hawaiischer Musik weiterhin vor der Welt zu verbergen. Und er fand für sein Unterfangen Mitstreiter, die alle irgendwie musikalische Wilderer sind:

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Lila Downs – El Alma De…

28. Juli 2009  
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lila-downs-el-alma-de…und im Untertitel heisst es : «The Very Best of…». Stimmt fast, denn die letzte Produktion wird ausgeblendet.

Es müsste also heissen: Die besten Songs bis zum Album «Shake away». Mit dem letzten Album ist die Stimmakrobatin auch zu vielen HörerInnen durchgedrungen, die sie vorher als „zu mexikanisch“ oder „zu pathetisch“ ausgeblendet hatten. Das sind aber auch zehn Jahre, oder fünf Alben, welche hier zusammengefasst werden. Dass der eine oder andere Song „fehlt“, liegt im Schicksal einer Best-of-Sammlung.

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Depedro – Depedro

9. Juli 2009  
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depedroWenn ein spanischer Gitarrist mit der Band Calexico zusammen spannt, kann eigentlich nur etwas rauskommen, das irgendwie nach Mexico tönt. Auf jeden Fall relaxt.

Jairo Zavala war Gitarrist und Frontmann in spanischen Rock- und Bluesbands (Vacazul, 3000 Hombres). Nun hat er ein neues Projekt gestartet. Damit seine Songideen auch gleich die richtige Form erhielten, fuhr er  anfangs Sommer 08 nach Tucson ins Studio von Calexico. Man kannte sich, denn als Gastmusiker hatte er die Band schon auf Tourneen begleitet. Joey Burns und John Convertido hatten gerade die Aufnahmen für Amparo Sanchez, Ex-Frontfrau von Amparanoia, abgeschlossen, waren also eh in einer „spanischen Phase“.

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King Kora – Mandingda

23. Juni 2009  
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king-Kora-MandingdaWie kriegen wir unsere Songs auf den Dancefloor? Diese Frage stellten sich King Kora vor gut drei Jahren. Die Antwort liegt als Silberling vor, und macht Freude.

Als Grossorchester mit scharf arrangiertem Gebläse hat sich King Kora in den vergangenen acht Jahren einen beachtlichen Ruf erarbeitet. Die Fachblätter verliehen den bisherigen zwei Alben gute bis sehr gute Wertungen, die Konzertbesucher in Europa und Afrika schwärmen. Die Band hat zu einem Sound gefunden, der klar die Kora, das Königsinstrument, in die Mitte stellt. Darum herum aber wuselt und groovt es gehörig, die Bläsersätze kommen kompakt und funky daher. Das ging immer schon in die Beine.

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The Rough Guide to Afrobeat Revival

13. Juni 2009  
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rough-afrobeat-revivalAfrobeat wurde nicht mit seinem Erfinder Fela Kuti zu Grabe getragen, sondern feiert gerade jetzt eine Renaissance.

Vom Gründervater selber ist keine Nummer auf diesem Rough Guide Sampler zu finden – ist ja ein Revival – aber vom zweiten Vater dieses Musikgenres, von Tony Allen. Fela behauptete immer: Ohne Allen kein Afrobeat. Er legte zusammen mit seinen Perkussionisten die treibenden Grooves, auf die Fela seine Bläserarrangements setzte und seine politischen Attacken gegen Regierung und Kapital ritt. Die Mischung der Revivalbands ist gleichgeblieben: groovende Rhythmen, funky Gebläse, und Liebeslieder haben nichts zu suchen.

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Jake Shimabukuro – Live

25. Mai 2009  
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jake-shimabukuro-liveWas in 4 Nylon-Saiten und einem kleinen Holz-Resonanzkörper alles drin steckt zeigt Jake Shimabukuro, der Meister der Ukulele. Da flattern die Ohren!

Wer die die Begriffe Hawaii und Ukulele hört, landet unweigerlich bei Klischees von Sonne, Strand, Hula-Girls, Blumenkränzen etc. Da ist Jake Shimabukuro ein anderes Kaliber. Seit er sich als Vierjähriger in sein Instrument verliebt hat, versucht er alle seine musikalischen Einflüsse auf das kleine Instrument zu übertragen. Er macht das Unmögliche möglich und entlockt der Ukulele Töne, die man so noch nie gehört hat.

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Kronos Quartet & Asha Bhosle – You’ve stolen my heart

18. Mai 2009  
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kronos-quartet-Asha-boshle-youve-stolen-my-heart-bollywood-gsEines der kreativsten Quartette der westlichen E-Musik begeistert sich für die indische Soundtracks, und holt mit Asha Bhosle eine der singenden Legenden des indischen Films wieder ins Studio. Eine Sternstunde.

Asha Bhosle und ihre ältere Schwester Lata Mangeshkar waren beinahe drei Jahrzehnte lang die führenden Sängerinnen der indischen Filmindustrie. Unter Fans von Bollywood-Soundtracks läuft im Moment eine freundliche Diskussion, wer der „bessere“ Komponist sei: A.R. Rahman, der mit «Slumdog Millionaire» gerade Oscar und Grammie-Ehren eingefahren hat. Oder R.D. Burman, der in den 70er und 80er Jahren die Ohrwürmer für Asha komponierte (und auch ihr Ehemann wurde). Das Gemeinsame der beiden Komponisten ist wohl, dass sie ihre Klangwelten nicht einschränkten.

Das Kronos-Quartett ist ein Streichquartett, das keine musikalischen Stil-Grenzen akzeptiert: Richard Wagner, Jimi Hendrix oder Steve Reich werden mit demselben Interesse neu interpretiert. Die Musik von R.D. Burman übertrugen sie von den symphonischen Schwelgereien in eine kammermusikalische Form. Sie scheuten nicht davor zurück, für einmal auch mit vielen Overdubs zu arbeiten, und selten gehörte Instrumente wie Triangel, Theremin, oder Tasteninstrumente wie die Farfisa-Orgel oder das Harmonium einzusetzen. In Zakir Hussain fanden sie einen kongenialen Tablaspieler, und die Pipa-Spielerin Wu Man übernahm die Aufgaben von Santur und Sarod. Und über allem schwebt die warme und ausdrucksstarke Stimme von Asha Bhosle.

Diese Produktion ist ein sehr geglücktes Zusammentreffen von Idee, Talent, Können und musikalischem Einfühlungsvermögen. Hier wird Kulturaustausch zum reinen, manchmal etwas süssen, Hörgenuss.

Rating: ★★★★★ 

Mehr über das Kronos Quartet

Beirut – March of the Zapotec / Realpeople Holland

18. April 2009  
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beirut-march-of-zapotecEine musikalische Bekanntschaft, Samples und Pathos machen noch keine Songs, die man über 2 EPs ausbreiten müsste. Aber die Vergangenheit zeigt, wie das musikalische Hirn funktioniert.

Zach Condon, alias Beirut, macht auf seiner aktuellen Produktion zwei Sachen deutlich: a) ich brauche Inspiration durch meine Reisen, und b) ich beherrsche mittlerweile die Technik besser als in meinen Anfängen. a) wird verdeutlicht durch seine Reise nach Mexiko (ist ja nicht mehr so weit wie die Initialreisen durch Europa, in den Balkan, und die resultierenden Alben «Gulag Orchestar» und «The Flying Cub»). Mit der Jimenez Band versuchte er jene Magie einzufangen, die ihm auf seinen Reisen durch den Balkan begegnete. b) blendet zurück in die Zeit als er für seine Ausflüge eher den Computer brauchte. Als die Quantisierungs-Einstellungen dem «Tock-Tock-Tock-Sound» der Eisenbahnschienen entsprachen.

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Hazmat Modine – die «Band der ungeliebten Instrumente»

14. April 2009  
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hazmadLachend definiert Wade Schuman so seine Truppe aus Brooklyn. Kein Wunder: Tuba, Zimbal, und zwei Frontleute mit dem Hauptinstrument Mundharmonika, das ist nicht das normale Lineup einer Bluestruppe. Aber Blues spielen sie eigentlich auch nicht, irgendwie.

Hazmat Modine sind im 2009 auf grosser Europatour. Der erste Frühjahrsabstecher bringt sie auch in die Schweiz an die Stanser Musiktage, im Juli und August geht es dann kreuz und quer durch Europa. Im Gepäck die immer noch aktuelle CD «Bahamut», ein perlendes Prunkstück. Wer sie schon mal live erlebte, z.B. am Stimmenfestival 2007 in Lörrach, weiss: Die Band ist live noch besser. Die aktuellen Tourdaten gibt’s auf MySpace.

Der Bandleader Wade Schuman ist im zweiten Leben Lehrer an der Kunstakademie in New York, und er malt auch. Hier ein Blick auf seine Leinwände.

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Accordion Tribe – Lunghorn Twist

10. April 2009  
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accordion-tribe-lunghorn-twistFünf mal Akkordeon aus fünf verschiedenen, kulturelle Heimaten? Das geht sehr gut! Die Fünf tanzen traumartig in den Harmonien herum, und legen sich ständig neue Überraschungen in die Tasten.

Accordion Tribe wurde 1995 vom Amerikaner Guy Klucevsek initiiert. Die weiteren Mitglieder: Otto Lechner bringt die ganze österreichische Musiktradition mit, Bratko  Bibič aus Slowenien die Balkan- und Roma-Einflüsse. Maria Kalaniemi aus Finnland steht für die nordische Welt. Bis 2008 wurde sie unterstützt von Lars Hollmer, der leider an Weihnachten 08 starb. Die Frühlingstour 09 bestreiten Accordion Tribe zu viert, “in memory of our friend and colleague.” Ausserhalb der Musikkreise bekannt gemacht wurde die Band durch den gleichnamigen Dokumentarfilm von Stefan Schwietert.

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Ablaye Cissoko und Volker Goetze – Sira

9. April 2009  
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cissoko-goetze-siraEine ruhige Grenzwanderung zwischen Kontinenten und Stilen, viel Raum und Gelassenheit. Dieses Album findet immer wieder seinen Weg zurück in den CD-Player.

In Saint-Louis, Senegal, ist Ablaye Cissoko zuhause. Dort traf er 2001 den Trompeter Volker Goetze. Was als Vorkonzert für einen Auftritt von Youssou N’Dour begann,  setzte sich über die Jahre fort, wurde zu einer Freundschaft, einem Film, einem kulturellen und sozialen Engagement und fand einen ersten Gipfel in dieser gemeinsamen Produktion. Respekt ist die Grundlage der Zusammenarbeit, musikalisches Aufeinander-Zugehen der Bauplan dieser ruhigen Töne. Wobei die Trompete der Kora in vielen Arrangements  den Vortritt lässt.

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Bob Brozman Orchestra – Lumière

18. Januar 2009  
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bob-brozman-lumiereDer Mann ist ein Unikum: Jahrelang spielt er mit Saitenmeistern in der ganzen Welt, dann sperrt er sich ins Studio und spielt mit sich selbst.

Bob Brozman: Wer Saiteninstrumente gerne hat, trifft irgendwann auf ihn. Wer Leute mag, die sich immer wieder intensiv mit anderen Kulturen auseinandersetzen, müsste ihn schon lange kennen. Er spielte in den letzten Jahren mit der Hawaï-Legende Tau Moe, mit dem indischen Slide-Virtuosen Debashish Bhattacharya, mit dem Sanshin-Meister Takashi Hirayasu oder den Gitarrenbands von Papua Neu Guinea.

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Taj Mahal – Maestro

16. Januar 2009  
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taj-mahal-maestroIn der Definition ein Blueser, im Herzen ein Weltmusikant. Taj Mahal hat die Welt bereist, mit Musikern aus allen Kulturen gespielt, sich aber nicht vereinnahmen lassen. So hat er sein ganz eigenes Musik-Genre geschaffen.

Es hat viele Gäste auf dem aktuellen Album: Angelique Kidjo, Toumani Diabaté, Ben Harper u.a. – alle haben sie ihren Teil beigetragen. Dass dabei der eine oder andere Songs bereits die dritte oder vierte Coverversion einer eigenen Komposition ist, tut der guten Laune keinen Abbruch. «Further on down the road», hier mit Jack Johnson, hat den Blueser seine ganze Karriere lang begleitet. Und die erstreckt sich mittlerweile auch schon über 40 Jahre.

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