Ali Farka Touré with Ry Cooder – Talking Timbuktu

19. Dezember 2012  
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Es ist ein trauriger Anlass, der mich diese CD wieder mal aus dem Gestell holen lässt: in Malis Norden führen islamistische Fundamentalisten einen Kulturkampf, indem sie die Seele Malis, die Musik, zu Tode prügeln.

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 Soukora, Ai Du, Diaraby

Für Weltmusik-Ohren war die Zusammenarbeit von Ali Farka Touré, dem Blueser aus dem Norden Malis, und Ry Cooder, dem musikalischen Spurensucher aus Kalifornien, eine Entdeckung. 1994 waren kultur-übergreifenden Musikprojekte noch selten. Cooder hatte bereits einschlägige Erfahrung. Da war bereits 1975 die Zusammenarbeit mit der Hawaii-Legende Gabby Pahinui, und 1993 das Album mit dem indischen Slide-Gitarristen V.M.Bhatt.

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Firewater – International Orange

9. Oktober 2012  
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Das ist ein Silberling von der anderen Seite des Worldmusic-Gartenzauns, aus dem Garten namens Rock. Aber Tod A tanzte schon mit «Golden Hour» über die Stilgrenzen hinweg – ist quasi ein Wiederholungstäter.

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 A Little Revolution, Glitter Days, Dead Man’s Boots

Tod A ist ein Weltenbummler, physisch und musikalisch. Neuerdings hat er seine Zelte in Istanbul aufgeschlagen. Er vergleicht sie als kultureller Schmelztiegel und von der Energie her mit New York.  Hier hat er mit seiner Band die aktuelle Scheibe eingespielt, und sie von Tamir Muskat (Balkan Beat Box) abmischen lassen. Das ergibt ein saftiges Rock-Album mit nah-östlichen Gewürzen.

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Paul Simon – Graceland

12. Juni 2012  
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Vor 25 Jahren erschienen, ist diese Produktion immer noch Teil einer öffentlichen Diskussion. Was Paul Simon damals unternahm war gleichzeitig ein politischer Fauxpas und eine musikalische Entdeckungsreise.

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 Diamonds On The Sole Of Her Shoes (unreleased version), You Can Call Me Al, Homeless

Als Paul Simon im Jahr 1985 nach Südafrika reiste, um dort mit lokalen Musikern ein Album einzuspielen, herrschte im Land noch ein Apartheid-Regime. Die Welt boykottierte diese Regierung auf allen politischen und wirtschaftlichen Kanälen. Mit den Aufnahmen geriet er sowohl in die Schusslinie des African National Congress ANC wie auch der Anti-Apartheid-Bewegungen weltweit. Wie naiv er selber damals die Sache anging, erzählt er heute, rund 25 Jahre nach der Publikation der LP in einem ausführlichen SPIEGEL-Interview.

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Loga Ramin Torkian – Mehraab

7. April 2012  
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Logan legt hier sein erstes Soloalbum vor. Ein cineastisches Liederalbum, das einige Geschichten des persischen Poesiealbums neu vertont – vorgetragen von der grandiosen Stimme von Khosro Ansari.

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 Through The Veil, Garden Of The Beloved, Your Bewitching Eye (Carmen Rizzo Remix)

Logan Ramin Torkian kennen einige vielleicht als einer der drei kreativen Köpfe von «Niyaz», jener Truppe welche die musikalische Tradition des Irans ins digitale Zeitalter überträgt. Wie in seinen bisherigen Band-Projekten legt Loga grossen Wert darauf, dass seine Musik Bilder hervorruft. Diese visuelle Art zu komponieren hat er bisher auch in diversen Filmsoundtracks umsetzten können.

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Yemen Blues – Yemen Blues

18. Januar 2012  
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Jemenitische Melodien, latinisierte Wüsten-Rhythmen und jazzige Arrangements – zuviel Fusion? Keineswegs, dieser etwas intellektuelle Wüstengroove hebt nicht ab, bleibt gut geerdet.

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 Eli, Um Min Al Yaman, Jat Mahibathi

Im Zentrum der Grosstruppe mit Musikern aus Israel, Uruguay und New York steht Sänger und Gimbri-Spieler Ravid Kahalani. Der zweite Grundpfeiler der Truppe ist der Bass- und Oud-Spieler Omer Avital. Beide stammen aus einer jemenitischen Familie, wobei Omer’s Stammbaum auch noch eine marokkanische Wurzel hat. Während Ravid seine Karriere in Israel startete machte sich Omer in der Jazz-Szene New Yorks seinen Namen. Das tönt alles nach etwas zu viel Fusion, doch die beiden arbeiten sehr sorgfältig an ihrem Amalgam aus den verschiedensten Musikwelten.

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Matuto – Matuto

5. Januar 2012  
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Bluegrass, Americana und Forró zu kombinieren ist keine seltsame Idee von Musikern, die sonst schon alles ausprobiert haben, sondern eine Kombination die wirklich in Ohr und Knie geht.

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Dois Nordestes, Retrato De Um Forro, Recife

Die Idee, Rhythmen aus Pernambuco, dem Nordosten Brasiliens mit amerikanischen Musikstilen zu vermischen ist nicht ganz neu. Ein Beispiel wäre da Nation Beat. Und irgendwie scheint der Forró sich in den Schluchten New Yorks wohl zu fühlen, Beispiel hierfür: Forro in the Dark. Und nun die Matuto-Kombination: Noch eine rechte Portion Jazz hinzu (auf der CD), und live etwas prägender auf Bluegrass gesetzt. Dreh- und Angelpunkt bei Matuto sind das Akkordeon von Rob Curto und Gesang / Gitarre von Clay Ross.

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Takashi Hirayasu & Bob Brozman – Jin Jin / Firefly

4. Januar 2012  
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Die Aufnahmen dieses glücklichen Zusammentreffens vermögen auch über zehn Jahre nach ihrem Entstehen zu begeistern: hier haben sich zwei verwandte Geister getroffen.

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Akata Sun Duchi, Tsuki Nu Kaisha, Chon Chon Kijimuna

Bob Brozman ist ein Gitarrist ohne Berührungsängste. Und er liebt Herausforderungen. Anders ist es nicht zu erklären, dass er sich so unterschiedliche musikalische Partner wie Debashish Bhattacharya, Djeli Moussa Diawara, Cyril Pahinui, René Lacaille oder eben Takashi Hirayasu aussucht. Takashi seinerseits hatte bereits als Gitarrist in der Band von Shoukichi Kina die Grenzen verwischt zwischen der Tradition von Okinawa und den amerikanischen Musikstilen von R&B bis hawaiianischer Steel-Musik.

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The Rough Guide to Cajun & Zydeco

5. Dezember 2011  
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„No french no more“ sang einst Zachary Richard. Für die französische Sprache in Amerika gilt dies heute mehr denn je. Umso erfreulicher zu hören, dass die französich-afrikanisch-amerikanische Musikkultur sich bester Gesundheit erfreut.

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Horace Trahan: Same Knife Cut The Sheep Cut The Goat, Feufollet: Femme L’A Dit, Bonsoir Catin: J’Aimerais Sentir Comme Ça Chez Moi, Kevin Naquin And The Ossun Playboys: T’Es Jamais Satisfait

Zydeco und Cajun sind die schwarz-weissen Geschwister einer französischen Musiktradition, die sich mit afro-amerikanischen Einflüssen vermischte. Die Cajuns waren die französischen Einwanderer, die nach dem britisch-französischen Krieg im 18. Jhd aus ihrer „Heimat“ im Osten Kanadas vertrieben wurden und in den Südstaaten eine neue Bleibe fanden. Cajun und Zydeco sind seit jeher Tanzmusik, und die Instrumentierung ist handlich, die Band also schnell bereit: Akkordeon, Geige, Waschbrett, Triangel, später dann auch Stehbass, Gitarre, Schlagzeug, Banjo.

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Snakefarm – My Halo At Half-Light

8. November 2011  
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Diese Songs schleichen und schmeicheln sich nicht nur in die Gehörgänge sondern tief ins Herz. Und sie haben keinerlei Absicht, je wieder von dort zu verschwinden – das ist sehr gut so!

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Johnny, The Lady O, Marbletown Girl

Snakefarm ist ein Duo: Anna Domino und Michael Delory. Halt! Anna Domino? Electro-Pop in den 80er Jahren? Ja genau, die. Schon 1999 hatten die amerikanische Weltenbürgerin und ihr belgischer Multiinstrumentalist eine CD mit Coverversionen von amerikanischen Folkklassikern – von Tom Dooley bis House of The Rising Sun – in eigenwilligen Adaptionen herausgebracht, und wurden als die Zukunft der Folkmusik gefeiert («Songs from My Funeral»). Dann verschwanden sie wieder von der Bildfläche. Wer Snakefarm heute hört, sagt sich: Die dürfen nicht mehr abtauchen, die sind zu gut!

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Abigail Washburn – City of Refuge

30. Juli 2011  
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Washburn ist eine der führenden Banjo-Protagonistinnen. Sie schreibt üppig arrangierte Americana-Songs, die aus Gospel, Folk und Bluegrass-Wurzeln genährt werden. Und mitten drin finden auch chinesische Töne einen Platz.

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City of Refuge, Ballad of Treason, Burn Thru

Mit gerade mal drei Produktionen hat es Abigail Washburn an die Spitze der Banjo-Gilde in den USA gebracht. Das kommt nicht davon, dass diese Spitz klein ist, sondern weil Washburn gleich mehrere Ebenen zusammen bringt. Da ist ein gradliniges und klares Banjo-Handwerk. Zum zweiten ist sie eine Komponistin, die Stilgrenzen ohne grosses Spektakel einfach auflöst. Und da hilft drittens ihr direkter Draht zum Land der Mitte. Sie studierte in China, tourte mehrmals durch das Land, und auch nach Tibet, und bringt nicht nur im Arrangement chinesische Instrumente unter, sondern singt auch gerne mal in Mandarin. Solche Songs finden sich aber nur auf der früheren Produktion mit dem Sparrow Quartett.

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