Was die Gründe für Adrian Quesada waren, einmal mehr auf Gesang zu verzichten, resp. sein Instrument singen zu lassen, bleibt sein Geheimnis. Für uns gibt’s elf Gitarren-Melodien.
Spekulieren wir mal: Adrian Quesada gönnt sich gerne auch mal ein Instrumentalalbum, wenn er sich von seinen anderen Projekten (Boleros Psicodelicos, Black Pumas etc.) erholen will. Das hat er schon vor vier Jahren mit seinem Album «Jaguar Sound» bewiesen (Spotify). Oder vielleicht hat ihn die Arbeit mit den Hermanos Gutierrez für seine Boleros Psichédelicos II inspiriert. Oder vielleicht war es nach einem Jahr live mit dem Trio Asesino unterwegs endlich soweit, die Melodien auch einzufangen.
Wie auch immer: Mit seinen beiden Mitstreitern Joshy Soul an den Keys und Jay Mumford am Schlagzeug baut Quesada elf Cinemascope-Melodien, die sofort das Kopfkino anwerfen. Auch wenn’s zuweilen etwas nach Ricky King klingt, es bleibt noch genug Kreativität und Rückgrat in den Melodien, dass die spannend und eigenständig bleiben. Da bläst der Wüstenwind Tumbleweed durch die Takte, Melodien aus französischen Filmen klingen an, Orgel und Gitarre malen weite Horizonte.
Der Soundtrack für den Schaukelstuhl auf der Veranda. Die zirpenden Grillen muss man im eigenen Kopf noch dazu mischen.
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