Ann O’aro

Ann O’aro hat ihre Karriere als Slam-Poetin begonnen, ist dann in den Maloya hinein gewachsen. Zornig schleudert sie ihre Worte in die Welt, denn Schmerz und Verletzung haben sie geprägt.

Die erste Veröffentlichung von Ann O’aro – Bühnenname für Anne-Gaëlle Hoarau – ist eine schmerzerfüllte Anklage gegen ihren Vater. Dieser hatte sie wiederholt sexuell missbraucht. Inzest, Missbrauch und Gewalt gegen Frauen sind auch in den folgenden Produktionen wichtige Themen in ihrer kreativen Tätigkeit geblieben. Maloya ist die musikalische Wahl. Doch auch dort ist die Genrebegrezung mehr einengend als befreiend.

Nach ihrer Flucht aus der familiären Pein auf La Réunion lebte sie im französisch sprechenden Teil Kanadas und später in Paris. Musikalisch hat sie sich, von der mehrheitlich perkussiven Begleitung ausgehend, Richtung Jazz aufgemacht. Im Kollektiv mit Lagon Nwar hat sie an diesem Ort zwischen den Genres eine momentane Bleibe gefunden. Die Worte sind ihr Zuhause geblieben, musikalisch ist sie wohl immer noch auf der Suche nach einer ihr Schutz gebenden Klangheimat.

Diskografie (Auszug)

2018: Ann O’aro
2020: Longoz
2024: Bleu
2025: Lagon Nwar (mit Lagon Nwar)

 

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