DakhaBrakha ist Konzept, aber unverkrampft. Sie kommen aus der Theaterwelt, sind mittlerweile aber vor allem in der Musik und der Sozialpolitik zuhause.
Bühne bleibt Bühne, ob Theater oder Musik, die vier Musikerinnen vermischen sowieso gerne Stilgrenzen. Entstanden ist die Truppe als Nebenprojekt von Regisseur Vladislav Troitsky am Dakh-Theater in Kiew (Centre of Comtemporary Arts). Das Quartett besteht aus drei Sängerinnen und einem Sänger. Zusammen spielen sie auf einem Sammelsurium von Instrumenten, vom Cello über Dudelsack, Didgeridoo, Posaune bis zur Tabla.
Die Musikerinnen sind nicht nur Interpreten, sondern auch Darsteller. Ein Konzert mit DakhaBrakha (manchmal auch DachaBracha geschrieben) wird vielen Konzertgängern auch visuell in Erinnerung bleiben; mehr dazu auf YouTube oder auf ihrer Website.
Der Bandname bedeutet «Geben/Nehmen», das lässt sich in Abwandlung auch auf die Musik übertragen: eine alte Folk-Melodie wird mit Arrangements für moderne Ohren auf- und ausgebaut. Reiseeindrücke und Melodienbruchstücke aus aller Welt werden in die ukrainische Klangwelt eingefügt.
Durch den Krieg der Ukraine gegen den Aggressor Russland ist die Truppe ins Exil getrieben worden. Ihre Lieder und Texte sprechen immer klarer von den Leiden der Zivilbevölkerung, nehmen klar und scharf Stellung gegen Putin und seine imperialistischen Machtansprüche.
Diskografie (Auszug)
2007: Yahudky
2009: Na Mezhi
2010: Light
2016: The Road
2020: Alambari
2025: Ptakh