Beobachtungen und Gedankengänge – empathische Spiegelbilder mit Schalk und Melancholie: der Liedermacher Georg Ringsgwandl und sein (altersweises?) 12. Studioalbum.
Sein erstes Album veröffentlichte Ringsgwandl 1986, da zog er mit seiner Gitarre schon acht Jahre lang durch die Kneipen. Er hat sich musikalisch mehrmals gehäutet, wurde zum Rocker, zum Verwandlungskünstler. Geblieben ist seine Beobachtungsgabe, seine liebenswürdige, bayrische Schrulligkeit, sein Biss, der oft weh tat und trotzdem selten verletzte, und seine Melancholie.
Egal ob der Schreiber die Plackerei des DHL-Paketboten betrachtet – Schawumm ist der Klang der zugezogenen Lieferwagentür – Klimabetrachtungen mit Disko-Nächten kreuzt, Mikroplastik in der Blutbahn entdeckt, an Selbstzweifel nagt, einen Blues über die Abhängigkeit von HSP (Handy, Schlüssel, Portemonnaie) anstimmt oder über Demenz, Alter, die Liebe und das verflossene Leben sinniert: stets bindet ein Lächeln die Melancholie an den immer noch kräftigen Lebensmut.
In einer Coverversion übersetzt Ringsgwandel den amerikanischen Songschreiber Leon Russell: …«nicht jeder Text ist gleich ein Treffer, hör mehr auf die Melodie, da verbirgt sich meine Seele.»
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