Gitkin – Where the South Wind Wails

Cover von Gitkin - Where the South Wind WailsEine neue Weltgegend ist in den Fokus von Gitkin gerückt: Die Prärie, und die Sümpfe im Süden der USA. New Orleans war Geburtshelfer dieser fünften Produktion des Gitarristen.

New Orleans ist Heimat für Gitkin. Er war zu hören an der Seite von Musikern wie Cyril und Art Neville, und wenn da ein Song mit dem Titel «Night Tripper» auf dem Album auftaucht, ist die Verbindung zu Dr. John offensichtlich. Dass er (in «Alter Ego») auch mal fingertechnisch die Dire Straits zitiert, ist ein Schmunzeln wert. Gitarristen dürfen das. Und hat er in den letzten Monaten vielleicht etwas gar viel zu den Hermanos Gutiérrez rüber geschielt?

Denn die neuen Songs haben vermehrt cineastische Färbung, erzählen akustische Roadtrips. Ebenfalls neu ist, dass Gitkin nicht nur mit seinen Saiten, sondern auch mit seiner Stimme singt. Anleihen bei den Klanglandschaften von Spaghetti-Western sind auszumachen. Die Farfisa-Orgel als fixes Klangelement im Gitkin-Sound ist zwar noch da, doch die Cumbia und Chincha Elemente sind – mit Ausnahme von «Git Git» – seltener geworden. Die Melodien sind aus dem Süden der Amerikas nach Norden gereist, haben dadurch aber auch etwas an Exotik verloren.

Gitkin ist mit seinen Melodien schon viel durch beide Amerikas gereist. Diese klingenden Postkarten stammen aus dem Süden der USA.

Rating: ★★★☆☆ 

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