Lina_ aus Portugal und Mauro Mezquida aus Spanien setzen sich für einen Liederabend zusammen: Fado ist ein roter Faden, aber es gibt noch andere Verbindungen.
Sie kann es mit den Pianisten: die Fadosängerin Lina_ versteht sich mit den 88 Tasten des Flügels genau so gut, wie mit den 12 Saiten der portugiesischen Gitarre. Er hat sich schon vor Jahren von stilistischen Korsetts verabschiedet: Marco Mezquida. Er hat normalerweise ein Trio mit Cello und Schlagwerk an seiner Seite, sein liebster Gitarrist ist Chicuelo, der sich zwischen Flamenco und Jazz niedergelassen hat.
Linas letztes Album war die musikalische Umsetzung des Nationalepos der Portugiesen, die Lusiaden. Hier setzt sie auf die Gedichte jüngerer Lyriker: Florbela Espanca, Miguel Torga, oder borgte sich Texte von der brasilianischen Songschreiberin Sueli Costa. Auch zeigt sie sich selber als Komponistin und als Lyrikerin. Marco Mezquida begleitete schon andere Sängerinnen, z.B. Juliane Heinemann auf «Sing, My Heart» (Spotify) oder Celeste Alías auf «Llunàtics» (Spotify). Das waren Jazz-Alben. Hier geht es um die iberische Seelenlandschaft.
Denn «O Fado» ist ein iberisches Album. Es tauchen wohl Lieder von Amàlia Rodrigues oder Maria Teresa de Noronha auf, feste Bestandteile des portugiesische Fado-Liederbuchs. Aber auch Melodien, die in Spanien komponiert wurden. Während die Sängerin aus den Texten ihre Emotionen nährt, findet der Pianist Arrangements die belegen, wie gut der Pianist zuhören kann.
Zwei verwandte Seelen im musikalischen Duett.
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