Die Minyo Crusaders sind eine japanische Band mit einheimischem Folk-Repertoire in stilistisch weltumspannenden Interpretationen.
Heimatort der Band ist Tokyo, Keimzelle der Band waren 2011 der Gitarrist Katsumi Tanaka und der Sänger Freddie Tsukamoto. Die Rezeptur der Band: Man nehme traditionelle Arbeiter-Folklieder aus Japan – min’yō – Arbeitssongs der Landbevölkerung. Dieses Repertoire ist vielen modernen Japanerinnen und Japanern in den Städten nicht mehr in aktiver Erinnerung, obwohl sie immer noch in der japanischen Seele oder DNA schlummern. Man verpflanze diese Folk-Songs in Folk-fremde Musikstile, wie Afrobeat, Reggae, Cumbia, Salsa oder karibische Klangwelten.
Nach einigen EPs und Singles erschien 2017 das erste Album der mittlerweile 12-köpfigen Truppe: «Echoes of Japan». Erst als japanische Edition, zwei Jahre später als internationale Produktion. Der Grundstein für eine weltumspannenden Karriere war gelegt. Denn hier vermischen sich zwei Welten, die vermeintlich nicht zusammen passen: Die Exotik japanischer Melodien und die musikalischen Stile, die den amerikanischen und europäischen Hörgewohnheiten entsprechen. Die gegensätzlichen Klangwelten werden hier zum gegenseitigen Türöffner, werden zu Klangbrücken.
Die Offenheit der Band gegenüber musikalischen Stilen und Musikern führte in den letzten Jahren zu vermehrtem Austausch über die Ozeane hinweg. Studioeinladungen und Kollaborationen, z.B. mit Frente Cumbiero, wurden häufiger.
Diskografie (Auszug)
2016: It don’t minyo a thing (if it ain’t got that Bu-shi)
2017: Echoes of Japan
2020: From Tokyo to Bogota (mit Frente Cumbiero) EP
2021: Live at the Guess Who?
2023: Tour of Japan
2026: From Japan with Love