Heute hören wir mit der Playlist 26-27 über die Schweizer Landesgrenzen, nämlich in die Programme von Festivals in Stuttgart, Krems, Arles und Nürnberg.
Wenn diese Playlist 26-27 erscheint ist das Folkfestival von Rudolstadt schon beinahe Geschichte. Doch über die Website könnt ihr ein wenig in die Vergangenheit hören.
An dieser Stelle eine kurze Beobachtung in Klammern: Die Dichte der Festivals und die Programm-Anteile der Weltmusik in diesen Festivals sind sehr erfreulich, und nehmen laufend zu. Doch: Warum hört man diese Musiken nicht, oder nur selten, in den Radios? Klammer geschlossen.
Zuerst geht’s nach Stuttgart und zum Sommerfestival der Kulturen. Hier gibt’s ab Dienstag 14.7. Welt-Schmelz aus Frankreich, Mbalax aus dem Sahel, UK-Afghanistan Songs im Pop-Kleid, dreisprachige Multikulti Party oder Electro-Brasilianisches aus der Schweiz, Pop aus Südafrika oder Cumbia-Punk aus Mexiko. Ein sehr abwechslungsreiches und munteres Programm!
In Krems findet seit 30 Jahren das Festival Glatt&Verkehrt statt. Zum einen ein reichhaltiges (schon lange ausgebuchtes) Werkstatt-Angebot, zum anderen ab dem 22. Juli eine Woche voller kontrastreicher Konzerte: irisch-englischer Soul, Wiener-Schmäh mit Jazz, Roma-Liederbuch aus der Slowakei, eine mächtige Berlin-Bamako Connection, ein Instrumental-Abend mit forschen Klängen aus Südkorea und New-Jazz aus Wien, klug elektronisch verpacktes aus Kolumbien, Folkrock aus Finnland und Brassband aus Rumänien. Tickets dürften rar werden.
Les Suds, à Arles in Frankreich bietet seit Jahrzehnten Mitte Juli jeweils Workshops, Filme, Ausstellungen und Konzerte in einer immer wieder überraschenden Reichhaltigkeit an. Süditalienische Lieder, Ethio-Jazz, Electro aus dem Magreb, Pop aus Mali und Brasilien, kurdische Lieder, Fusion aus dem ganzen Mittelmeerraum, Poetisches aus Rwanda, Jazziges aus Haïti und ein reiches iranisches Liederbuch. Arles ist jedes Jahr ein Fest der Freundschaft und der Entdeckungen.
Zuletzt kehren wir zurück nach Deutschland, nach Nürnberg, wo sich jeweils die Barden treffen. Die kommen dieses Jahr aus Australien, Kuba, Finnland, Südafrika, Nordmazedonien, Schweden, Portugal, Italien, Japan, Spanien, Island, Nigeria, Ungarn – und natürlich aus Deutschland. Stilistisch gibt’s keine Grenzen. Wer in einen kleinen Ausschnitt aus den gegen 100 Formationen, die auf den neun Bühnen auftreten, reinhören möchte: der zum Festival Ende Juli erscheinende Sampler zum Bardentreffen 2026 wird’s möglich machen. Im Shop von CPL kann man auch (noch) einige Jahres-Sampler aus der 50jährigen Geschichte des Bardentreffens finden. Oder eben hingehen – es dürfte etwas eng werden…
Infos zu den Bands und Interpretinnen gibt’s über die Links in der Songliste, die Playlist auf den drei bekannten Kanälen. Schönen Festival-Sommer!
| Song | Artist | Album | Datum |
|---|---|---|---|
| Charsi | Kefaya & Elaha Soroor | Songs Of Our Mothers | 2019 |
| Reptilio | Son Rompe Pero | Single Reptilio | 2026 |
| Winek? | Šuma Čovjek | Ringišpil | 2024 |
| Goro | Omg Oumy Gueye | OUMY | 2024 |
| Clamor Propio | Las Baklavas | Las Baklavas | 2025 |
| Gugug | Die Strottern, JazzWerkstatt Wien | Sieben Zwetschken | 2025 |
| Kukkilindu | Värttinä | Kyly | 2025 |
| Jablonka | Júlia Kozáková | Manusa II | 2025 |
| Tiemblas | Ëda Diaz | Suave Bruta | 2024 |
| I put a spell on you (feat Iulian Canaf) | Fanfare Ciocárlia | 20 | 2016 |
| OkaP To MinDeLo | Jowee Omicil | sMiLes | 2025 |
| Mogo | Fatoumata Diawara | Massa | 2026 |
| Asayesh | Shadi Fathi, Bijan Chemirani | Âwât | 2022 |
| Dotmamê | Ali Doğan Gönültaş | Keyeyî | 2024 |
| Figlia d' 'a Tempesta | La Niña | Furèsta | 2025 |
| Race | Hilgeum | Wasteland | 2024 |
| Vaitimbora | Mari Froes, Trinix | Vaitimbora | 2025 |
| Gatekeepers (feat. Pa Salieu) | The Cavemen.,Pa Salieu | Cavy In The City | 2025 |
| 'A Curuna / Mamma damme cento lire | Lavinia Mancusi | A cruda voz | 2024 |
| Humpan Kuninkaan Hovissa | Eläkeläiset | Bardentreffen 2026 | 2026 |
| Janúar | Svavar Knutur | Bardentreffen 2026 | 2026 |
| Game of Frigg | Frigg | Bardentreffen 2026 | 2026 |