Castrignano ist auch Frontmann der «Notte Della Taranta», und so ist verständlich, dass Pizzica und Tarantella aus dem Salento das Repertoire seiner dritten Solo-Produktion bestimmen.
Die stimmgewaltige Sängerin Sia Tolno aus Guinea spannt mit dem nigerianischen Afrobeat-Pionier Tony Allen zusammen. Hier geht sie leider in den flächigen Song-Strukturen des Afrobeat verloren.
Die vierte Produktion der Bern-São Paulo-Connection Da Cruz erscheint als Doppel-CD. Getreu der Weisheit, dass jedes Ding zwei Seiten hat heisst der eine Silberling «Bright Side», der andere «Dark Side».
Lieder aus Haiti, der ehemaligen Heimat ihrer Eltern, und Blues-Songs zu Gedichten von Langston Hughes machen das Repertoire dieser Produktion von Leyla McCalla aus
Die Klezmer-Groover aus den Niederlanden haben ihren Sound von einem Sequenzer-Akrobaten aufbohren lassen und haben mal ganz ungeniert fremde Stile heimgesucht.
Das kanadische Gebläse kommt auf dieser Produktion mit einer Big-Band-Attitude daher. Das heisst jetzt nicht, dass sich deswegen der Groove verabschiedet hat, aber er schlendert auch mal.
Melodien und Assoziationen von der grünen Insel, fernab von Bierseligkeit und Schenkelklopfen. Kompositionen, die sich vorsichtig auf die irische Seele zu bewegen.
Zwischen Filmmusik und Sevdah-Klage singt das Saxophon von Boris Kovač. Da ist immer eine rechte Portion Wehmut in den Melodien, wie eine Handvoll vergilbter Erinnerungen.
Die Unruhen im Norden Malis haben Tinariwen aus ihrer Heimat vertrieben. Dieses Album wurde in Kalifornien aufgenommen – allerdings auch in einer Wüste, der Mojave-Wüste, genauer: Joshua Tree.
Mestizo-Sound aus der Grossregion Barcelona. La Troba Kung-Fu kümmern sich weniger um stilistische Feinheiten, als vielmehr um freudige Party-Stimmung.
Electro-Cumbia war angesagt, mit La Yegros aus Argentinien. Weder Band noch Publikum war sich von Anfang an sicher, ob es so herauskommen würde wie sich alle erhofften.