Nachtschwärmer und Festivalgänger kennen ihn bereits: Sami Galbi. Jetzt legt der Schweiz-Marokkaner seine erste Produktion vor.
Sami Galbi ist Komponist, Produzent, Interpret – und Sammler von musikalischen Ideen rund um den Globus. Seine Vorlieben liegen jedoch im Magreb, Schwerpunkte Algerien und Marokko. Zwischen Lausanne und Casablanca ist das Album entstanden. Es zielt auf die Tanzbeine, was schon der Titel klar macht, denn Ylh Bye Bye meint soviel wie « Los geht’s!» oder «Bis bald».
Galbi beruft sich auf die Songtradition der Medahates, eine Vorform von Raï, baut auf marokkanische Trap-Loops und ein Mix aus akustischen Trommeln und den hart quantisierten Beats aus dem Rechner. Etwas salopp könnte man auch definieren: Magreb-Electro, der konsequent für die Party gebaut ist, und doch viel Charme mitbringt. Das fand auch die Jury der Demo-Clinic am m4music-Festival 2024 – es gab einen Award. Dieses Jahr ist er am Paléo engagiert; so könnte es weiter gehen. Die Maschinen, Auto-Tune und zuweilen beissende, metallene Synth-Sounds sind allgegenwärtig, aber sie machen nicht die Seele des Albums aus.
Dancefloor-Grooves aus dem Mittelmeerraum, nicht ausschliesslich auf Beats bauend, sondern mit Melodien, die man mitsingen kann – Pop!


