Širom – In the Wind of Night, Hard-Fallen Incantations Whisper

Cover von Sirom - In the Wind of NightDiese sieben Kompositionen sind nichts für KuschelhörerInnen. Für die Musik von Širom braucht es Lust auf akustische Abenteuer, auf die Entdeckung von Klangwelten.

Širom spielen Musik ausserhalb von Genre-Definitionen. Einige betiteln es als «Imaginary Folk», andere benamsen es als «Transglobal Soundscapes». Es klingt, als ob die Töne aus dem grossen Sammelsurium von Instrumenten der Band auf die Suche nach ihren Melodien geschickt werden, ohne Kompass. Gemäss ihrem Instrumenten-Charakter entwickeln diese dann Rhythmen, Bordun-Töne, Klang-Schichten die harmonieren oder nicht, sich so oder so aber wieder auflösen, weitergehen, verwehen, oder erneut aufeinander zugehen.

Es ist minimal music auf akustischen Instrumente, was das Trio aus Slovenien hier eingefangen hat. Zudem sollte man keine Angst vor langen Stücken haben. Einige der Kompositionen dauern eine Viertelstunde und länger. Einige empfangen einen freundlich, andere sind widerborstig. Ich empfehle z.B. nicht, mit Track 2 «Curls Upo The Neck, Rips Upon The Mountain» einzusteigen. Da führen die Klänge erst mal über zehn Minuten lang in die Irre, lassen einen in einem Klanglabyrith zurück, bevor eine unisono-Melodie auf Banjo und Geige zum Ausgang weist. Doch die meisten Klangbauten sind freundlich gesinnt, wenn man denn ohne Geländer in luftigen Höhen spazieren mag.

Niemand kann sagen, er habe am Ende dieser 5/4-stündigen Klangwanderung nichts erlebt!

Rating: ★★★★☆ 

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