Der zweite Besuch von Dirtmusic in Bamako geschah zu einer ungünstigen Zeit: Krieg im Norden gegen die Rebellen der Tuareg, und ein politischer Putsch in Bamako.
Blick Bassy hat sich in seine Erinnerung zurückgezogen, und Songs geschrieben, die an seine Jugend erinnern und sich vor einem Blues-Vorbild Skip James verbeugen.
Carolina Chocolate Drops und ihre GastmusikerInnen weiten den stilistischen Melodienreichtum noch etwas mehr aus. Zu Blues und Bluegrass kommen klarere Countrytöne und Gospel.
Das Trio Carolina Chocolate Drops kann seine musikalische Heimat geografisch genau umreissen: North Carolina, und dort die Piedmont Foothills. Für dieses Album gab’s einen Grammy.
Wenn die Carolina Chocolate Drops das musikalische Erbe («Heritage») zitieren sind die afroamerikanischen Wurzeln deutlich hörbar, aber auch die Einflüsse auf Musikstile die gemeinhin als «weiss» gelten.
Lieder aus Haiti, der ehemaligen Heimat ihrer Eltern, und Blues-Songs zu Gedichten von Langston Hughes machen das Repertoire dieser Produktion von Leyla McCalla aus
Samba Touré tat seine ersten Schritte auf dem internationalem Musik-Parkett im Schatten des Altmeisters Ali Farka Touré – das ist nicht unbedingt ein Vorteil.
Talking Timbuktu war für viele im Westen der Einstieg in den Blues, der aus der afrikanischen Wüste kam. Und eine erste Bekanntschaft mit Ali Farka Touré.
Sidi Touré pflegt den akustischen Folk-Blues aus dem Norden Malis, Melodien die ruhig und sicher fliessen wie der Niger, unaufgeregt und zuversichtlich.
Tuba, Zimbal, und zwei Frontleute mit dem Hauptinstrument Mundharmonika, das ist nicht das normale Lineup einer Bluestruppe. Aber Blues spielen Hazmat Modine auch nicht, irgendwie.
In der Definition ein Blueser, im Herzen ein Weltmusikant. Taj Mahal hat mit Musikern aus allen Kulturen gespielt, sich aber nicht vereinnahmen lassen.
Dieser Erstling von Hazmat Modine ist rein vom Instrumentarium her ein Hörerlebnis – kommt noch der Groove dazu ergibt das zusammen ein schlichtweg gradioses Album.