Wenn Musik nach Sehnsucht klingen will, dann hilft manchmal eine Weissenborn Gitarre, und einige getragene Melodien. Beispiel: Transatlantica.
Treibende Kraft von Transatlantica ist der Gitarrist Philipp Furrer. In diesem Projekt setzt er auf die Weissenborn-Gitarre. Die akustische Slidegitarre ist ein ideales Instrument wenn es darum geht, nach Weite und Sehnsucht zu klingen, Geschichten zu erzählen. Ein bisschen klingt in dem Album-Titel auch der Spruch von Antoine de Saint-Exupéry mit:
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen. Sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
Das muss auch der Bauplan dieser Band gewesen sein, denn Furrer hat Musiker aus der Folkszene und der Neuen Schweizer Volksmusik versammelt (die Bandmitglieder sind hier vorgestellt). Das akustische Reiseziel: Der Kontinent jenseits des Atlantiks, inkl. die Reise über das Meer. Auch wenn ein Titel «Eastwards» heisst, und eine Prise Balkan mitbringt, zielt der Gesamtsound doch eher in die Appalachen und in den Süden der USA. Ebenso deutlich wie das Reiseziel ist die Herkunft dieser Musik herauszuhören: die Schweiz; mit Klangvorgängern wie Max Lässer (z.B. Podcast zu «Überländler») oder Albin Brun.
Eine Produktion zum wegträumen, für’s Kopfkino. Oder in diesen Tagen: für die Hängematte.

