Veronika Varga pflegt zwei musikalische Leidenschaften: den Gesang und ihr Hauptinstrument, den Kontrabass. Diese Produktion ist eine klingende Visitenkarte.
«True Picture» ist das erste Solowerk der singenden Bassistin Veronika Varga. Sie hat während und nach ihrer Ausbildung an der Liszt Ferenc Akademie in Budapest in verschiedenen Folk-Ensembles die ganze Breite der Balkan-Melodien ausgelotet. Dies zeigt sich auch in der Songauswahl dieser Visitenkarte: Griechische Hochzeitslieder stehen neben Liebesliedern aus der Moldau oder Melodien aus Transsilvanien.
In diesem Album kommen Vertrautheit mit Melodie, Instrument und Technik zusammen. Veronika Varga stellt wohl Stimme und Bass ins Zentrum dieser Melodiensammlung. Doch als Arrangeurin weiss sie auch, wann andere Instrumente die bessere Wahl sind. So holt sie den Zymbal-Virtuosen Ion Curteanu für perlende Arpeggien ins Studio. Wenn sie Bordun-Sounds braucht, hilft Benedek Réti mit seinem Akkordeon aus. Einige Gesangs-Melodien doppelte sie im Studio selber, doch für «The Sea, The Azure» lädt sie das Lemonokipos a capella Project ein. Oder sie wagt sich an die Durchmischung von Gesang und Rezitation.
Ein Album voller Sehnsucht, Schmerz und Balkan-Melancholie, von einer Musikerin arrangiert, die all diese Emotionen in sich trägt, und in Klänge umzusetzen weiss – eine ehrliche, sehr persönliche Visitenkarte.

