Vincent Peirani – Living Being IV – Time Reflections

Cover Vincent Perani - Living Being IV Time ReflectionVincent Peirani, diesmal wieder im Quintett, lotet die Zeit aus. «Zeit» ist, ganz gewollt, ein mehrdeutiger Begriff, gerade in der Musik.

Sie stammen alle aus dem Süden Frankreichs: Vincent Peirani (Akkordeon), Émile Parisien (Sax), Julien Herné (Bass), Tony Paeleman (Keys) und Yoann Serra (Drums). Zusammengefunden haben sie aber erst in Paris. Durch das Langzeit-Projekt «Living Being» sind sie seit 2011, resp. der ersten gemeinsamen Produktion 2015 miteinander verbunden. Dieses Album trägt das «IV» im Titel. Wer allerdings auf den digitalen Kanälen nach den dritten Album dieser Formation sucht wird enttäuscht: das ist in der Corona-Zeit verendet.

Also, Zeit, mehrdeutig: zum einen haben alle fünf während gut einem Jahrzehnt ihren eigenen Weg in der Jazzszene gemacht. Gemeinsam hat man zig Konzerte gespielt und drei Produktionen eingespielt. Und Zeit, definiert durch Tempo und Takte, sind fester Bestandteil jeder Komposition. So wechseln sich denn in der aktuellen Aufnahme auch 4/4 und 6/8 Takte ab, im balkanesken Stück «Nach E Vlado» kommt noch ein 7/8 dazu, der aber zwischenzeitlich und ziemlich abrupt in einen 4/4-Shuffle wechselt. Reggae kommt als Rhythmus ebenfalls zu Ehren, und – auch das ist schon fast Tradition bei Peirani – es werden auch Pop-Melodien aufgenommen und jazzig interpretiert. Hier in einem Medley von Bowie / Queen / Portishead / Beatles.

Living Being IV – Time Reflections ist ein jazziges Album, das aber auf der harmonischeren Seite angelegt ist. Also auch was für jene, die bei der Bezeichnung Jazz die Nase rümpfen: hier ist ein Türchen in die Welt der gezügelten  Improvisation.

Rating: ★★★★☆ 

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