Seun Anikulapo Kuti & Egypt 80 – From Africa With Fury: Rise

12. August 2011  
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Scharf, schärfer, Egypt 80. Was Seun Kuti mit seiner Truppe hier vorlegt ist Afrobeat vom Feinsten: verschachtelte Rhythmen, kantige Aussagen und scharfes Gebläse.

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African Soldier, Mr Big Thief, For Dem Eye

Unter dem Namen Egypt 80 segelte schon die Band von Seuns Vater, Fela. Nach dessen Tod “übernahm” der 15jährige die Band, und legt nun, noch nicht ganz 30 Jahre alt, mit dieser Truppe seine dritte Produktion vor. Wie viele Musiker noch aus der Ära seines Vaters mit dabei sind kann ich nicht ausmachen. Auf jeden Fall spielt die Truppe jugendlich scharf und abgeklärt exakt auf den Punkt.

Neben Seun und der Band gibt es da noch eine dritte, wichtige Komponente für dieses Album: Brian Eno. Der Tasten- und Knöpfe-Zauberer kennt die Band seit Jahren und produzierte das Album über weite Strecken. In einem Interview meint Seun:

Brian Eno kann so Sterilem wie einer CD viel Leben einhauchen. Die Presse

Und tatsächlich kommen die meisten Songs von der ersten bis zur letzten Note druckvoll und lebendig rüber. Es braucht immer mehrere Teile, um ein Grösseres zu schaffen, Band, Frontmann und Produzent haben ihren Teil dazu beigetragen. Bei den kleineren, musikalischen Durchhängern, und nachdem nun Seun auch den Zweitnamen seines Vaters, Anikulapo, angenommen hat, kommt dann doch der Gedanke auf: Wann tritt Seun aus dem Schatten seines Übervaters, und bringt neue Zutaten und Impulse in den Afrobeat?

«Rise» zeigt deutlich, dass Seun Kuti und Egypt 80 das Erbe von Fela sehr gut verwalten.

Rating: ★★★★☆ 

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