Kékélé – Rumba Congo
31. Januar 2012
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Fünf der grossen Stimmen der Rumba-Hochblüte der 60er und 70er Jahre treffen ihre ehemaligen Gitarristen und lassen die alten Zeiten wieder aufleben – kein Revival sondern gespieltes und gesungenes Leben.
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Mbote Ya Pamba, Petenge, Gina
Der Rumba stammt nicht von Kuba, sondern aus dem Kongo. Die Sprachwissenschafter sehen den engen Zusammenhang mit dem Wort «nkumba» was in KiKongo «Hüfte» heisst und einen uralten Tanz bezeichnet. Nach Kuba wurden mehrheitlich Kongolesen versklavt. Kein Wunder erkannten die «ihre» Musik wieder, als in den 40er und 50er Jahren via Schellack und Vinyl Rumba, Cha-Cha-Cha und Jazz aus Kuba und den USA nach Brazzaville und Léopoldville zurück kehrten. Die Szene explodierte. In den 60er und 70er Jahren eroberten die Bands aus dem Kongo mit ihrem Congo Rumba ganz Afrika.
Tradi-Mods vs. Rockers – Alternative Takes on Congotronics
4. Februar 2011
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Dies sind keine Remixes. Sondern Anlehnungen und Kompositionen von westlichen Studio-Tüftlern und Electronica-Mixern, entstanden aus der Beschäftigung mit den kongolesischen Originalen.
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Skeletons vs Sobanza Mimanisa: Kiwembo/Unstuck, Micchu & The Shapes vs Konono No1: NO.K, Au vs. Masanka Sankayi: Two Labors
Crammed Disc hat mit der Definition «Congotronics» einen Musikbegriff kreiert, unter dem die Sounds und Grooves von Bands aus den Vorstädten Kinshasas zusammengefasst werden. Bands wie Kasai Allstars oder Konono No1 kreieren mit ihren elektrisch verstärkten, und oft verzerrten Sounds von Mbiras (Daumenklavieren), Gitarren oder traditionellen Instrumenten eine ganz neue Klangwelt: Trash trifft auf Afrobeat, Trance auf Noise, alles archaisch und unkonventionell, Tradi-Mod eben. Diese Bands haben in den letzten Jahren mit ihren ungewöhnlichen Sounds auch die Trend-Clubs und DJ-Pulte in London oder Paris erreicht.
Lokua Kanza – Nkolo
21. Mai 2010
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Der Multiinstrumentalist und Produzent hat mit seiner neusten Produktion eine Welt geschaffen, die afrikanisches Songschreiben und -Singen in zarten, aber intensiven Farben zeigt.
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Dipano / Nakozonga / Soki,
Für sein sechstes Solo-Album hat der Multiinstrumentalist mit der seidenen Stimme tief Atem geschöpft. Seine musikalische Vielseitigkeit hat in im Lauf seiner Karriere ins Studio von Künstlern wie Ray Lema, Papa Wemba, Francis Cabrel oder Richard Bona gebracht. Er produziert für Peter Gabriels Realworld Label, oder den spanischen Gitarristen Pedro Guerra. Er lebt in Afrika, Europa und Südamerika und Miriam Makeba hat ihn in gleichem Masse beeinflusst wie J.S. Bach. All diese Einflüsse bewirken aber nicht ein fröhliches Durcheinander , sondern werden in seinen Soloprojekten in ruhige, harmonische Lieder destilliert.
Konono No1 – Assume Crash Position
18. Mai 2010
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Das ist physische Musik. Hier geht’s nicht um Harmonien, sondern um Schub, Power, Energie. Daumenklavier-Töne werden durch die Verzerrer gedrückt, und Trommeln jagen die Tanzmuskeln: Beweg dich, oder geh weiter!
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Wumbanzanga / Fula Fula / Konono Wa Wa Wa
Vor sechs Jahren setzte die wilde Truppe aus Kinshasa zum Sprung in den Norden an. In den Clubs von England, Frankreich und Amerika erreichte die Band in kurzer Zeit Kultstatus. Was die Kongolesen aus ihren Instrumenten herausholten, wenn sie ihre gebastelten 6V- und 12V-Verstärker bis zum Anschlag aufdrehen, kreischen lassen, das hat weniger mit Musik als mit Trance-Tanz zu tun. Während sich die Kritiker in Europa bemühen, Parallelen zur Electronica-Szene zu ziehen, bleibt der fast 80jährige Band-Patriarch Mawangu Mingiedi cool:
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Syran Mbenza & Ensemble Rumba Kongo – Immortal Franco
16. September 2009
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Sie sind Fans, Schüler, und ehemalige Bandmitglieder. Jetzt haben sie sich zusammengetan um dem grössten Musiker aus dem Kongo ein Tributalbum zu seinem 20. Todestag zu schenken.
Franco Luambo Makiadi war zeitlebends eine überlebensgrosse Figur. Er und seine OK Jazz Band waren während vier Jahrzehnten die erfolgreichste und einflussreichste Band in ganz Westafrika. Franco integrierte alle Stilrichtungen in seine Musik, von den kubanischen Einflüssen über den Rumba Lingala bis hin zur Big Band und retour in akustische Gefilde. Als Gitarrist ist er bis heute unübertroffen, oder wie es im Untertitel zur CD heisst: „Africa’s unrivalled guitar legend“. Einer seiner erfolgreichsten Schüler, Mingiedi „Syran“ Mbenza, hat nun ehemalige Bandmitglieder und Freunde zusammengerufen, um ein Tribut-Album einzuspielen.
So Kalmery – Brakka System
13. Mai 2009
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Ein Weltbürger, ein Ge- und Vertriebener, immer unterwegs zwischen den Kulturen und Stilen: So Kalmery verknüpft funky Grooves mit musikalischen Anleihen und Farben aus allen Kontinenten.
Wenn man die Lebens-Reiseroute von So Kalmery in den letzten 50 Jahren nachvollzieht, kann man sich in etwa vorstellen, wie seine Musik tönt: Aufgewachsen im Osten der Demokratischen Republik Kongo, vertrieben nach Zambia, in Kenia der erste Musik-Vertrag, Touren an der afrikanischen Ostküste, dann Kinshasa. Hier u.a. bei Papa Wemba tätig. Dann Paris, Ägypten, Australien und wieder zurück nach Europa. Heute soll er zwischen Europa und Guadeloupe hin und her pendeln.
Staff Benda Bilili – Très très fort
5. April 2009
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Eine zusammengewürfelte Schicksalsgemeinschaft aus Kinshasa sorgt für Worldmusic-Schlagzeilen. Der Mix aus Authentizität, Rumba und Innovation ist auch unwiderstehlich.
Benda Bilili heisst: bring das Versteckte nach vorne, schau unter die Oberfläche. Verstecken wollen und können sich die Mitglieder der Truppe nicht – dazu ist ihr Leben zu öffentlich und augenfällig: Es sind Männer um die 50zig, die meisten Opfer von Kinderlähmung. Unterwegs sind sie mit ihren zum Teil selbstgebauten motorisierten oder handbetriebenen Rollstühlen. Mit ihnen musizieren Strassenkids, auch sie Ausgestossene. Einer von ihnen, Roger, hat ein Instrument aus einer grossen Konservendose, einem gebogenen Stück Holz und einer einzelnen Gitarrensaite entwickelt. Er nennt es Satongé, und es tönt wie eine Kreuzung zwischen Theremin und Singender Säge.






