Akli D. – Paris Hollywood
8. Dezember 2011
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Seit Akli in den 80er Jahren aus Algerien floh ist er unterwegs: Als Musiker zwischen den Kontinenten und als Komponist zwischen den Stilen. Aber das Herz schlägt immer noch in den Rhythmen der Wüste.
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Luken-Lounès, Thé à la menthe, Paris-Hollywood
Akli D wusste bereits als Junge, dass Musik sein Leben bestimmen würde. Nach seiner Flucht aus der algerischen Heimat schlug er sich auf den Strassen und den Clubs von Paris erst alleine durch, später mit Band. Und dort begegnete er auch Manu Chao, der sein zweites Album «Ma Yela» produzierte, ein Türöffner weit über Europa hinaus. Auch das aktuelle Album hat eine prominente Gästeliste: Hossam Ramzy, Steve Hillage, Magyd Cherfi (u.a. Zebda) oder Amparo Sanchez.
Tamikrest – Toumastin
8. Juli 2011
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Die jüngere Generation der Tamashek-Rocker hat für diese zweite Produktion enorm nachgelegt: im musikalischen Handwerk, dem Songwriting und der Umsetzung. Von der englischen Presse werden sie bereits als die legitimen Nachfolger von Tinariwen gefeiert.
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Aratan N Tinariwen, Ayitma Madjam, Tidit
In den Liedern singt Ousmane Ag Mossa oft von seinem Heimweh. Heimweh nach einer Heimat, die er nie hatte. Denn das Volk der Tuareg (Kal Tamashek) wird seit Jahrhunderten immer wieder vertrieben, die Stämme leben verstreut in allen Ländern der westlichen Sahara. Die moderne Zivilisation zwingt sie immer vehementer, ihr Nomadenleben aufzugeben. So wird aus dem Heimweh eine Sehnsucht, dass zumindest die Kultur der Tuareg, ihre Lebensweisheit und ihr Freiheitsdrang nicht untergehen oder vereinnahmt werden. In der Musik haben die Tamashek eine Möglichkeit gefunden, von der restlichen, westlichen Welt wahrgenommen werden.
Amazigh Kateb – Marchez Noir
22. Juni 2011
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Amazigh hat seine verschiedenen Herkünfte wunderbar verbunden. Die Welt der Berber, der Gnawa, von Chaabi bis zum Raï und ein rechter Schuss Frankreich ist hier zu einem sehr stimmigen Ganzen zusammen gekommen.
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Bonjour, Amral’guerba, Dounia
Amazigh Kateb konnte diese Welten schon früher mit seiner Band «Gnawa Diffusion» verbinden. Seit Anfang der 90er Jahre mischte er seine persönliche Herkunft, sein kulturelles Erbe mit den Sounds denen der neuen Heimat Frankreich zusammen. Und ein Schuss Raggamuffin durfte auch dabei sein. Schon immer texte er seine Songs in französisch, arabisch und englisch. Nach sechs Alben war dann aber 2007 Schluss, resp. Anfang für die Solokarriere von Amazigh.
Souad Massi – Ô Houria
22. November 2010
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Sie sagte schon immer, dass sie Chansons mit arabischen Texten und Melodien schreibe. Das aktuelle Album setzt auf die französische und amerikanische Seite der algerischen Songschreiberin.
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Samira Meskina, Ô Houria, Une Lettre A… Si H’Med
Etwas härter kritisierend müsste ich schreiben: Souad Massi verabschiedet sich von der Weltmusik und macht jetzt Pop-Chansons. Nur: Sie hat schon immer Pop-Musik gemacht. Am Anfang mit ihren Formationen zwischen Flamenco und Hardrock. Erfolgreich wurde sie mit ihrer persönliche Mischung von mediterranen, magrebinischen Melodien und Texten, eingepackt in Chanson-Arrangements. Jetzt setzt sie andere Prioritäten, das Chanson zuerst, die arabischen Farben an zweiter Stelle.
Orchestre National de Barbès – Rendez-vous Barbès
4. August 2010
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Die magrebinische Diaspora in Paris, versammelt um Bassist Youssef Boukella, lädt erneut zu Tanz, Party und grossem Lachen – die musikalische Visitenkarte eines Quartiers.
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Sidi Yahia-bnet Paris / Chkoun? / Chorfa
Youssef Boukella kam als Bassist mit dem ersten Raï-Fieber nach Paris. Im Herzen ein Rocker arbeitete er erst an der Seite von Cheb Mami, um sich später auch in der Jazzszene an der Seite von Safy Boutella einen Namen zu machen. In den 90er Jahre entstand um ihn herum das Orchestre National de Barbès, eine Truppe mit immer wieder wechselnden Mitgliedern, so bunt wie der Völkermix im gleichnamigen Quartier. Über die Jahre und Alben trat die Herkunft zugunsten vom Sound von Paris etwas in den Hintergrund.
Steve Shehan & Nabil Othmani – Awalin
1. April 2010
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Diese CD ist mehr als nur eine Produktion – sie ist ein vertontes Versprechen, und erzählt in neuen Gedichten von der Wüste und der Kultur der Tuareg.
Steve Shehan pflegt eine enge Freundschaft mit der Familie Othmani. Mit dem Vater Baly Othmani hatte der Multiinstrumentalist und Produzent bereits drei CDs eingespielt. Baly Othmani war einer der bekanntesten Dichter der Tuareg, einer, der an die Kraft der mündlichen Überlieferung seiner Kultur glaubte. Nun, nach dem Tod des Vaters, setzt Shehan die Arbeit mit Nabil, dem Sohn, fort – ein Versprechen, das er einst dem Vater gab. Es sind nicht die rockigen Tuareg-Töne, wie man sie von Tinariwen kennt, sondern leise, melancholische oder nachdenkliche Gedichte, vorgetragen zur Oud, stehen im Zentrum.
Rachid Taha – Bonjour
8. Januar 2010
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Der Rocker aus Oran, resp. dem Elsass, liebäugelt auf seinem achten Album mit dem französischen Chanson. «Bonjour» ist wohl das französischste Album seiner Karriere.
Angefangen hat alles mit einem Drink und einem Gespräch mit Gaëtan Roussel, dem Kopf der französischen Rocktruppe «Louise Attaque». Taha erzählt in einem Interview bei rfi musique, wie ihm die Grundidee von «Bonjour» wohl im Kopf herumsurrte, er aber mit Gaëtan eine Abmachung traf: Schreib du mal zu diesem Thema einen Song auf französisch, ich schreib einen auf arabisch. Am Schluss wurde daraus das Lied von Roussell mit dem französisch-arabischen Text von Taha, gesungen im Duett.
Speed Caravan – Kalashnik Love
4. November 2009
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Ja, man kann auch ZZ Top auf arabisch machen, Oud statt Gitarre, Elektronik statt südstaatlicher Schweiss-Muskel-Mechanik. Trocken ist es dort, staubig. Hier zusätzlich atemlos.
Mehdi Haddab ist die eine Hälfte von DuOud, die andere Hälfte wäre Smadj. Beide teilen die Liebe für ein Instrument, die Oud. Es ist nicht das Power-Instrument, sondern eher für Schmelz, Erzählung und Sehnsucht zuständig. Mehdi hat aber das Teil voll elektrifiziert. Seine Liebe zu schwerem Rock – nicht Hardrock, nur hard and heavy! – ist aus jeder Note zu spüren. So was wie der Oud-spielende Cousin von Rai-Rocker Rachid Taha. Zudem viel näher bei Billy Gibbons als jeder andere mir bekannte algerische Saitenkünstler.
Watcha Clan – Diaspora Hi-Fi
27. Oktober 2009
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Die Nomaden mit Basislager in Marseille bereisen die Küsten und Kulturen rund um’s Mittelmeer, und verflechten die Fundstücke zuhause in ihren Maschinen zu globalen Soundlandschaften.
Seit mehr als einem Jahrzehnt fischen Sängerin Sista K und ihre Truppe Songideen aus dem Mittelmeer. Alle Mitglieder der Truppe haben eine Biografie, die in den Kulturen, den Religionen, den Wohnorten im Magreb und in Südeuropa mäandert. Die vielfältigen Einflüsse übersetzen sie in Songs, die zwischen theatralischem Arrangement und sequenzer-getriebenen Rhythmen zuhause sind.
Trio Ifriqiya – Petite Planète
21. Oktober 2009
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Al-Andaluz liegt historisch gesehen schon einige Jahrhunderte zurück, musikalisch hingegen ist diese Kulturepoche immer noch sehr gegenwärtig.
Fayçal El Mezouar, Oud- und Geigenspieler, Sänger und Perkussionist aus Algerien ist der Dreh- und Angelpunkt des Trio. Als Schüler der Ecole El Kordobia de Tlemcen kennt er den klassischen Kanon der arabisch-andalusischen Musiktradition. Also aus jener Kulturepoche zwischen dem 10. und 15. Jhd., als ein grosser Teil Spaniens unter moorischer Herrschaft wirtschaftlich und kulturell aufblühte, die Religionen friedlich zusammenlebten. Der Einmarsch der christlichen Heere und der Inquisition vertrieb darauf die Araber in den Magreb, die sephardischen Juden in alle Windrichtungen.







