Orchestre National de Barbès – Rendez-vous Barbès

4. August 2010  
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Die magrebinische Diaspora in Paris, versammelt um Bassist Youssef Boukella, lädt erneut zu Tanz, Party und grossem Lachen – die musikalische Visitenkarte eines Quartiers.

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Sidi Yahia-bnet Paris / Chkoun? / Chorfa

Youssef Boukella kam als Bassist mit dem ersten Raï-Fieber nach Paris. Im Herzen ein Rocker arbeitete er erst an der Seite von Cheb Mami, um sich später auch in der Jazzszene an der Seite von Safy Boutella einen Namen zu machen. In den 90er Jahre entstand um ihn herum das Orchestre National de Barbès, eine Truppe mit immer wieder wechselnden Mitgliedern, so bunt wie der Völkermix im gleichnamigen Quartier. Über die Jahre und Alben trat die Herkunft zugunsten vom Sound von Paris etwas in den Hintergrund.

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Steve Shehan & Nabil Othmani – Awalin

1. April 2010  
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Diese CD ist mehr als nur eine Produktion – sie ist ein vertontes Versprechen, und erzählt in neuen Gedichten von der Wüste und der Kultur der Tuareg.

Steve Shehan pflegt eine enge Freundschaft mit der Familie Othmani. Mit dem Vater Baly Othmani hatte der Multiinstrumentalist und Produzent bereits drei CDs eingespielt. Baly Othmani war einer der bekanntesten Dichter der Tuareg, einer, der an die Kraft der mündlichen Überlieferung seiner Kultur glaubte. Nun, nach dem Tod des Vaters, setzt Shehan die Arbeit mit Nabil, dem Sohn, fort – ein Versprechen, das er einst dem Vater gab. Es sind nicht die rockigen Tuareg-Töne, wie man sie von Tinariwen kennt, sondern leise, melancholische oder nachdenkliche Gedichte, vorgetragen zur Oud, stehen im Zentrum.

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Rachid Taha – Bonjour

8. Januar 2010  
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Der Rocker aus Oran, resp. dem Elsass, liebäugelt auf seinem achten Album mit dem französischen Chanson. «Bonjour» ist wohl das französischste Album seiner Karriere.

Angefangen hat alles mit einem Drink und einem Gespräch mit Gaëtan Roussel, dem Kopf der französischen Rocktruppe «Louise Attaque». Taha erzählt in einem Interview bei rfi musique, wie ihm die Grundidee von «Bonjour» wohl im Kopf herumsurrte,  er aber mit Gaëtan  eine Abmachung traf: Schreib du mal zu diesem Thema einen Song auf französisch, ich schreib einen auf arabisch. Am Schluss wurde daraus das Lied von Roussell mit dem französisch-arabischen Text von Taha, gesungen im Duett.

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Speed Caravan – Kalashnik Love

4. November 2009  
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speed-caravan-kalaschnik-loveJa, man kann auch ZZ Top auf arabisch machen, Oud statt Gitarre, Elektronik statt südstaatlicher Schweiss-Muskel-Mechanik. Trocken ist es dort, staubig. Hier zusätzlich atemlos.

Mehdi Haddab ist die eine Hälfte von DuOud, die andere Hälfte wäre Smadj. Beide teilen die Liebe für ein Instrument, die Oud. Es ist nicht das Power-Instrument, sondern eher für Schmelz, Erzählung und Sehnsucht zuständig. Mehdi hat aber das Teil voll elektrifiziert. Seine Liebe zu schwerem Rock – nicht Hardrock, nur hard and heavy! – ist aus jeder Note zu spüren. So was wie der Oud-spielende Cousin von Rai-Rocker Rachid Taha. Zudem viel näher bei Billy Gibbons als jeder andere mir bekannte algerische Saitenkünstler.

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Watcha Clan – Diaspora Hi-Fi

27. Oktober 2009  
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watcha-clan---diaspora-hi-fiDie Nomaden mit Basislager in Marseille bereisen die Küsten und Kulturen rund um’s Mittelmeer, und verflechten die Fundstücke zuhause in ihren Maschinen zu globalen Soundlandschaften.

Seit mehr als einem Jahrzehnt fischen Sängerin Sista K und ihre Truppe Songideen aus dem Mittelmeer. Alle Mitglieder der Truppe haben eine Biografie, die in den Kulturen, den Religionen, den Wohnorten im Magreb und in Südeuropa mäandert. Die vielfältigen Einflüsse übersetzen sie in Songs, die zwischen theatralischem Arrangement und sequenzer-getriebenen Rhythmen zuhause sind.

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Trio Ifriqiya – Petite Planète

21. Oktober 2009  
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trio-ifriqiyaAl-Andaluz liegt historisch gesehen schon einige Jahrhunderte zurück, musikalisch hingegen ist diese Kulturepoche immer noch sehr gegenwärtig.

Fayçal El Mezouar, Oud- und Geigenspieler, Sänger und Perkussionist aus Algerien ist der Dreh- und Angelpunkt des Trio. Als  Schüler der Ecole El Kordobia de Tlemcen kennt er den klassischen Kanon der arabisch-andalusischen Musiktradition. Also aus jener Kulturepoche zwischen dem 10. und 15. Jhd., als ein grosser Teil Spaniens unter moorischer Herrschaft wirtschaftlich und kulturell aufblühte, die Religionen friedlich zusammenlebten. Der Einmarsch der christlichen Heere und der Inquisition vertrieb darauf die Araber in den Magreb, die sephardischen Juden in alle Windrichtungen.

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Maurice El Médioni meets Roberto Rodriguez – Descarga Oriental

23. September 2009  
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maurice-el-medioni---descarga-orientalHier treffen zwei musikalische Kosmopoliten aufeinander: Ein Algerier mit andalusischem Herzen in französischem Exil, und ein Kubaner in amerikanischem Exil.

Maurice El Médioni hat sich, als Folge seiner äusseren Lebensumstände, einen einzigartigen Piano- und Kompositions-Stil zugelegt: Die ersten französischen Chansons brachte er sich als kleiner Junge selber bei. Als dann die Amerikaner in seiner Heimatstadt Oran ihre Basis aufschlugen, lernte er Jazz, Rumba und Boogie kennen. Später kamen die andalusischen Einflüsse hinzu und schliesslich spielte er seine Rolle bei der Geburt der Raï-Musik. Sein Partner und Produzent dieses Projekts, Roberto Rodriguez,  wuchs im Exil in Miami auf, wählte später New York als Arbeitsort. Die Liste seiner Produktionen spiegelt sein Offenheit und Vielfalt: Ruben Blades, T-Bone Burnett, Randy Brecker, Paul Simon, John Zorn oder Marc Ribot figurieren darauf.

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Souad Massi – Deb

5. August 2009  
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souad-massi---debMit der zweiten Produktion machte die algerische Sängerin klar, wohin die Reise gehen würde: Folk-Chansons mit magrebinischen Melodien, das wurde ihr Markenzeichen.

Souad Massi ist eine Folksängerin im amerikanischen Sinn, aber in arabischer, eigentlich mediterraner Form. Als Folk-Sängerin mit Gitarre holte sie als Teenager erste Bühnenerfahrung. Die erste Band, eine Flamenco-Gruppe, war ein Misserfolg. Darauf zog sie mit der Hardrockband ihres Bruders durch’s Land. Als sie 1999 an’s Festival Femmes d’Algerie nach Paris eingeladen wurde, stellten sich ihre Lebens-Weichen. Mit dem Erstling «Raoui» (der Geschichtenerzähler – 2001) drückte sie aus, warum sie Musik machen wollte. Mit «Deb» (2003) machte sie deutlich, wo ihr musikalische Heimat ist – die ist gross.

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Khaled – Liberté

7. April 2009  
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khaled-liberteKhaled hat die Pop-Routine abgeschüttelt und sich auf seine Wurzeln besonnen. «Liberté» ist das seit langem stärkste Album des Raï-Stars.

In einem grossen Interview mit dem Westschweizer Magazin «Vibrations» meint Khaled, er habe sich schon lange mit diesem Album beschäftigt, aber immer Angst gehabt, es auch wirklich zu produzieren: «Je me suis dit que les Européens n’étaient pas prêts pour ce genre de musique.» Der Erfolg dieser Scheibe wird Khaled zeigen, dass seine ZuhörerInnen zu viel mehr bereit sind, als sich der Künstler vorstellte. Die Produktion ist eine Zeitreise zurück zu den Ursprüngen von Khaled, so wie wir ihn in Europa kennen gelernt haben. Es hat die Ehrlichkeit und die Verletzlichkeit von «Khaled» aus dem Jahre 1992.

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DuOud – Ping Kong

21. März 2009  
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duoud-ping-kongZwei Oudspieler mit Hang zur Elektronik gönnen sich einen digital-abenteuerlichen Ausflug. Die dritte gemeinsame CD-Produktion hat die musikalische, vor allem aber die produktionstechnische Zusammenarbeit verfeinert und ausgeweitet.

DuOud ist ein Wortspiel aus Duo und Oud. Das Duo, das sind Jean Pierre Smadja, tunesischer Jazzer und Produzent, und Mehdi Haddab, algerischer Oud-Virtuose. Die Oud, die arabische Laute hat die beiden als Schüler und Lehrer zusammengebracht. Der Schüler Smadj revanchierte sich, indem er seinen Oud-Lehrer mit dem Electronica-Virus infizierte. Auf der ersten Produktion «Wild Serenade» (2002) spielte die Elektronik eine eher begleitende Rolle. Bei der zweiten Produktion «Sakat» (2006)  half sie, die Lieder des jemenitischen Sängers Abdulatif Yagoub in eine westliche Soundwelt zu transportieren.

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