La Chiva Gantiva – Pelao

14. November 2011  
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Wenn Heimweh zu Musik wird macht es manchmal gar nichts, dass die Heimaten rund um den ganzen Globus verstreut sind – wenn das Herz schmerzt ist der Tanz ein gutes Heilmittel.

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Cosméticos, La Chiva, Chofer

Basis der Multikulti-Truppe ist Belgien. Hier trafen sich einige Exil-Kolumbianer und trommelten sich das Heimweh von der Seele. Und weil selbst die Suche auch nach Rhythmen jenseits von Cumbia auf die Dauer nicht alles ist, kamen mit den Saiten- und Blechinstrumenten französische, belgische und vietnamesische Mitstreiter hinzu. Und die Einflüsse wuchsen über den anfänglichen Kolumbien-Bezug hinaus. Ganz vereinfacht könnte man sagen, La Chiva Gantiva sei so was wie die lautere Cousine von Think of One.

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Snakefarm – My Halo At Half-Light

8. November 2011  
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Diese Songs schleichen und schmeicheln sich nicht nur in die Gehörgänge sondern tief ins Herz. Und sie haben keinerlei Absicht, je wieder von dort zu verschwinden – das ist sehr gut so!

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Johnny, The Lady O, Marbletown Girl

Snakefarm ist ein Duo: Anna Domino und Michael Delory. Halt! Anna Domino? Electro-Pop in den 80er Jahren? Ja genau, die. Schon 1999 hatten die amerikanische Weltenbürgerin und ihr belgischer Multiinstrumentalist eine CD mit Coverversionen von amerikanischen Folkklassikern – von Tom Dooley bis House of The Rising Sun – in eigenwilligen Adaptionen herausgebracht, und wurden als die Zukunft der Folkmusik gefeiert («Songs from My Funeral»). Dann verschwanden sie wieder von der Bildfläche. Wer Snakefarm heute hört, sagt sich: Die dürfen nicht mehr abtauchen, die sind zu gut!

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Lepisto, Munnelly, Tesi, Le Tron, Laloy – Accordion Samurai

12. Oktober 2011  
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Nur weil fünf Akkordeonisten aus fünf verschiedenen Ländern zusammen spielen bedeutet das noch lange nicht, dass sie das Erbe des Accordion Tribes antreten wollen.

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Trioolé, Polar Balkan, Mia

Die Gemeinsamkeiten erschöpfen sich gerade mal mit der Anzahl der Akkordeonisten – fünf. Schon die Herkünfte sind anders. Ja, es hat einen Finnen dabei: Markku Lepistö, bekannt von seiner Arbeit mit Värttinä und jetzt im Duett mit seinem Bass-Kollegen Pekka Lethi. Dazu kommt David Munnelly, quasi Irland pur. Der Italiener Riccardo Tesi hat neben seiner eigenen Band Banditalia schon mit fast der ganzen Welt gespielt, oder zumindest mit dem ganzen Mittelmeerraum. Der Franzose Bruno Le Tron und der Belgier Didier Laloy sind als Solisten aber auch im Duett sowohl in der Folk- wie der Theaterszene bestens bekannt.

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Think Of One – Tráfico

9. Dezember 2009  
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Think-of-one-TraficoThink Of One ist eine belgische Groove-Maschine, die in unserer globalisierten Welt bestens Sinn macht, denn die Band wirft sich kopfüber und lachend in sämtliche Stile – auf diesem Album wird mit Brasilien gespielt.

Ohne Netzwerk, ohne Zusammenarbeit geht gar nichts. Der Kern von Think Of One besteht aus Bass, Schlagzeug, Sax, Tuba, Trompete. Beheimatet ist die Truppe in der Hafenstadt Antwerpen. Und wo Schiffe im Vorgarten stehen, ist das Reisefieber eine genetische Angelegenheit. Think Of One sind mit Rock, Pop und Jazz aufgewachsen. Und das in einem Viel-Kulturen-Staat wie Belgien, wo man zusätzlich noch auf diversen Sprach-Schnittstellen sitzt – da reagiert man auf Neues entweder abwehrend oder umarmend.

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Jaune Toujours – Ko Lektiv

30. Juli 2009  
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jaune-toujours-kolectivDie rockenden Chansonniers aus Belgien vermeiden einmal mehr die Schubladisierung. Ihr Credo: «Anything is acceptable, as long as it grooves.»

Über 10 Jahre und 6 CDs lang ist die Karriere der Brüsseler Combo bereits. Den Sänger und Komponisten Piet Maris als Manu Chaos Cousin aus  Brüssel zu bezeichnen wohl etwas überrissen, zielt aber in die richtige Richtung. Irgendwo zwischen Les Négresses Vertes, The Clash und Osteuropa ist der rockende Chansonmix platziert. Umspielt wird das Ganze von einem jazzig ausufernden Gebläse – wobei es sich nicht um einen ausgewogenen Satz handelt, sondern um eine Übermacht an Trompeten.

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Urban trad – Erbalunga

21. April 2009  
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urban_trad-erbalungaMan nehme Folkmusik aus ganz Europa, moderne Produktionstechnik, und mixe kräftig. Gibt das europäische Folkmusik des 21. Jhd?

Es ist ein erstaunlicher Mix, den Mastermind Yves Barbieux da in Brüssel gebraut hat. Gestartet ist die Band als Studioprojekt mit musikalischem Sound-Repertoire aus der keltischen Welt. Und der französischen Folktradition, wie man sie von Malicorne vielleicht noch im Ohr hat. Dann spielte die Teilnahme am Eurovisions-Wettbewerb 2003 eine Rolle – «Sanomi» hiess der Song, gesungen wurde in einer Fantasiesprache zu einer Folkmelodie. Und   über die Jahre, und insgesamt vier Produktionen, wurde aus dem Projekt eine der erfolgreichsten Weltmusik-Bands Belgiens.

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Laïs – The Ladies’ Second Song

9. Februar 2009  
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lais-the-ladies-second-songDie drei singenden belgischen Frontladies platzieren ihre CD in der Schublade Folk – da muss man aber die Schublade ziemlich gross bauen.

Annelies Brosens, Jorunn Bauweraerts und Nathalie Delcroix begannen ihre Gesangskarriere 1994. Sie strapazierten erfreulicherweise das Label Folk schon damals. Mit dieser mittlerweile fünften Produktion verschrecken sie manche Puristen – hier wird nicht nur gesungen, sondern auch gehaucht, geschrien, gemurmelt und geschrammt, mal harmonisch, mal dissonant.

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Natacha Atlas & das Mazeeka Ensemble – Ana Hina

28. Dezember 2008  
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natacha-atlas-ana-hinaGeübt in der Kunst, die westliche und die arabische Welt zu vermischen, harte Beats und weiche Melodien zu verweben macht Natacha Atlas den nächsten Schritt: Sie lässt die Maschinen weg und wird orchestral.

Der Pianist und Arrangeur Harvey Brough tourte 2006 und 2007 mit Natacha Atlas und einem Orchester. Im Repertoire: Klassiker aus der arabischen Welt. Daraus wuchs dieses Album: Eine Handvoll Kompositionen der Rahbani Brothers, den Hauskomponisten der libanesischen Legende Fairuz, Songs aus dem Liederbuch des ägyptischen Superstars  Abdel Halim Hafez, plus einige Eigenkompositionen. Für Natacha Atlas ist dieses Album ein Wagnis, denn ihre Fans kennen sie als die Frau, welche die arabische Gesangswelt mit der modernen Studio-Hochtechnologie verknüpfte. Hier aber ist alles akustisch, handgemacht, und die Grooves brauchen Zeit bis sie sich entwickeln.

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