Think Of One – Tráfico
9. Dezember 2009
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Think Of One ist eine belgische Groove-Maschine, die in unserer globalisierten Welt bestens Sinn macht, denn die Band wirft sich kopfüber und lachend in sämtliche Stile – auf diesem Album wird mit Brasilien gespielt.
Ohne Netzwerk, ohne Zusammenarbeit geht gar nichts. Der Kern von Think Of One besteht aus Bass, Schlagzeug, Sax, Tuba, Trompete. Beheimatet ist die Truppe in der Hafenstadt Antwerpen. Und wo Schiffe im Vorgarten stehen, ist das Reisefieber eine genetische Angelegenheit. Think Of One sind mit Rock, Pop und Jazz aufgewachsen. Und das in einem Viel-Kulturen-Staat wie Belgien, wo man zusätzlich noch auf diversen Sprach-Schnittstellen sitzt – da reagiert man auf Neues entweder abwehrend oder umarmend.
Jaune Toujours – Ko Lektiv
30. Juli 2009
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Die rockenden Chansonniers aus Belgien vermeiden einmal mehr die Schubladisierung. Ihr Credo: «Anything is acceptable, as long as it grooves.»
Über 10 Jahre und 6 CDs lang ist die Karriere der Brüsseler Combo bereits. Den Sänger und Komponisten Piet Maris als Manu Chaos Cousin aus Brüssel zu bezeichnen wohl etwas überrissen, zielt aber in die richtige Richtung. Irgendwo zwischen Les Négresses Vertes, The Clash und Osteuropa ist der rockende Chansonmix platziert. Umspielt wird das Ganze von einem jazzig ausufernden Gebläse – wobei es sich nicht um einen ausgewogenen Satz handelt, sondern um eine Übermacht an Trompeten.
Urban trad – Erbalunga
21. April 2009
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Man nehme Folkmusik aus ganz Europa, moderne Produktionstechnik, und mixe kräftig. Gibt das europäische Folkmusik des 21. Jhd?
Es ist ein erstaunlicher Mix, den Mastermind Yves Barbieux da in Brüssel gebraut hat. Gestartet ist die Band als Studioprojekt mit musikalischem Sound-Repertoire aus der keltischen Welt. Und der französischen Folktradition, wie man sie von Malicorne vielleicht noch im Ohr hat. Dann spielte die Teilnahme am Eurovisions-Wettbewerb 2003 eine Rolle – «Sanomi» hiess der Song, gesungen wurde in einer Fantasiesprache zu einer Folkmelodie. Und über die Jahre, und insgesamt vier Produktionen, wurde aus dem Projekt eine der erfolgreichsten Weltmusik-Bands Belgiens.
Laïs – The Ladies’ Second Song
9. Februar 2009
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Die drei singenden belgischen Frontladies platzieren ihre CD in der Schublade Folk – da muss man aber die Schublade ziemlich gross bauen.
Annelies Brosens, Jorunn Bauweraerts und Nathalie Delcroix begannen ihre Gesangskarriere 1994. Sie strapazierten erfreulicherweise das Label Folk schon damals. Mit dieser mittlerweile fünften Produktion verschrecken sie manche Puristen – hier wird nicht nur gesungen, sondern auch gehaucht, geschrien, gemurmelt und geschrammt, mal harmonisch, mal dissonant.
Natacha Atlas & das Mazeeka Ensemble – Ana Hina
28. Dezember 2008
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Geübt in der Kunst, die westliche und die arabische Welt zu vermischen, harte Beats und weiche Melodien zu verweben macht Natacha Atlas den nächsten Schritt: Sie lässt die Maschinen weg und wird orchestral.
Der Pianist und Arrangeur Harvey Brough tourte 2006 und 2007 mit Natacha Atlas und einem Orchester. Im Repertoire: Klassiker aus der arabischen Welt. Daraus wuchs dieses Album: Eine Handvoll Kompositionen der Rahbani Brothers, den Hauskomponisten der libanesischen Legende Fairuz, Songs aus dem Liederbuch des ägyptischen Superstars Abdel Halim Hafez, plus einige Eigenkompositionen. Für Natacha Atlas ist dieses Album ein Wagnis, denn ihre Fans kennen sie als die Frau, welche die arabische Gesangswelt mit der modernen Studio-Hochtechnologie verknüpfte. Hier aber ist alles akustisch, handgemacht, und die Grooves brauchen Zeit bis sie sich entwickeln.

