Das Braurezept von Gili Yalo ist dasjenige der globalisierten Popmusik: Man nehme ein etwas fremdartiges Harmoniesystem und mixe es mit westlichen Hörgewohnheiten.
Drei Kontinente umarmen das Mittelmeer: Asien, Afrika und Europa. Aus allen drei Kontinenten hat Perkussionist Omri Hason Mitmsiker für sein Kedem Ensemble eingeladen um Songs aus dem Ladino-Repertoire neu zu interpretieren.
Der israelische Bassist pflegt auf diesem Album seine Kompositionstechnik. Er ist zwischen neuer Klassik (aber in Harmonie) und rhythmisch-jazzigen Verknüpfungen unterwegs.
Multiinstrumentalist Koby Israelite hat diese CD fast im Alleingang eingespielt. Metal trifft Klezmer und tanzt auf dem Balkan mit dem Blues im Bluegrass.
Die Ladino-Sängerin Yasmin Levi baut ihre Melodien weiterhin zwischen die Stile: Flamenco, Tango, neuerdings auch begleitet von Orchesterklängen aus Istanbul – sehr oft mit überschwänglichem Pathos vorgetragen.
Dieses Album legte 1985 den Grundstein für die internationale Karriere von Ofra Haza. Ihre grössten Hits gibt’s hier ohne elektronische Postproduktion.
Ging’s einmal kann, geht’s auch ein zweites Mal, muss sich Shantel gesagt haben. Für diesen Melodienmix reiste er noch ein bisschen weiter um’s Mittelmeer.