Zebda – Second Tour

2. Februar 2012  
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Sie waren in den 90ern das musikalische Sprachrohr der algerischen Secondos in Frankreich. 2004 verabschiedeten sich von der Szene, jetzt sind sie zurück – aber halt: das ist keine Reunion!

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 Le Dimanche Autour De L’Eglise, Le Théorème Du Châle, Les Proverbes

Weg von der musikalischen Szene waren die einzelnen Musiker von Zebda sowieso nie. Als sich die Band Zebda von ihrem Publikum verabschiedete deklarierten sie diesen Abschied denn auch als Pause, und nicht als Ende der Band. Mouss und Hakim machten als Duo weiter, Magyd wandte sich vermehrt der Schreiberei zu, veröffentlichte zwei Bücher und zwei Alben. Was von der Zeit noch übrig blieb, gehörte der Politik. Und dann, 2008, schaffte es ein Veranstalter die unterschiedlichen Formationen wieder auf einer Bühne zusammen zu bringen – Boom!

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Camille – Ilo Veyou

16. Januar 2012  
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Der totale Körpereinsatz ist der Zartheit gewichen, das Klangexperiment zugunsten von Melodien zwischen Chanson und Jazz in den Hintergrund gestellt. Camille erfindet sich neu.

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 L’étourderie, Mars Is No Fun, Ilo Veyou

Auf den Vorgänger-Alben «Music Hole» (2008), und noch mehr auf «Le Fil» (2005), setzte die eigenwillige Französin auf dicht gewobene a capella Soundcollagen und Bodypercussion. Stimme wurde lautmalerisch perkussiv eingesetzt ohne in Beatbox-Manier zu verfallen, Sprache ist Klangfarbe. Das aktuelle Album führt Camille wieder dorthin zurück, wo sie herkommt – in die Harmoniemalerei, in Melodien die gleichzeitig durchkomponiert und improvisiert tönen.

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Bratsch – Urban Bratsch

11. November 2011  
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Wer schon 25 Jahre lang zusammen rund um die Welt unterwegs ist und immer noch etwas zu singen und zu spielen hat, hat definitiv Einiges richtig gemacht.

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Scétate, Malakoff, Pharizm

Es ist in den letzten Jahren etwas stiller um die Gypsy-Jazz-Weltenwanderer-Band geworden. Nicht weil ihnen die Ideen ausgegangen sind, Orpheus bewahre. Aber sie sind zur Zeit ebenfalls in einem Poesie-Musik-Projekt engagiert: «Orient mon Amour» mit irakischen Gedichten und Musikern von Armenien bis in den Magreb. Bratsch haben nun mit ihrem aktuellen Album nicht gerade ein Konzeptalbum eingespielt, aber die Songs um ein Grossthema gruppiert: Erlebnisse aus dem Leben in den Städten, oder Reiseerinnerungen aus Grossstädten.

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17 Hippies – Phantom Songs

1. August 2011  
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Ob der CD-Titel wohl eine leise Anspielung auf jene Schmerzen ist, die eigentlich gar nicht zu spüren sein dürften und die doch ganz real sind? Auf jeden Fall: viel Herzschmerz.

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Lazy Friends & Promises, Biese Bouwe, Jolies Filles

Die Band hat sich in den letzten Jahren aus ihrem Berliner Biotop befreit und reist mit ihren Liedern auch an Orte, an denen wohl noch nie Deutsch gesungen wurde. Gut, vielleicht hat sich ja der eine oder andere Schäfer mal nach Neuseeland verirrt, aber sonst? Dem Publikum dürfte dies wohl ziemlich egal sein, denn es hört ja gleich darauf ein französisches, ein englisches und ein unverständliches Lied – Musik aus Europa eben.

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Zaz – Zaz

11. Januar 2011  
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Die Überfliegerin der französischen Musikwelt des vergangenen Jahres. Mit ihrem Erstling, einer Chanson-Pop-Perle, setzt sie jetzt zur Eroberung Deutschlands an.

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Je veux, Trop Sensible, Ni Oui Ni Non

Selbst wenn es vielleicht eine der schönen Legenden ist: die Karriere von Zaz ist eine Reihe von Zufällen. Allerdings immer mit dem festen Willen, Musik machen zu wollen. So wenigstens will es die offizielle Biografie. Und fast am Schluss der Lehrzeit, am Anfang eines kometenhaften Aufstiegs, stand eine Kleinanzeige, in der eine Sängerin mit brüchiger Stimme gesucht wurde. Na ja, dieses  leicht verruchte, manchmal kippende Element, die rauchige, leicht schmirgelnde Stimme, davon hat Zaz viel zu bieten.

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Moussu T E Lei Jovents – Putan de Cançon

24. September 2010  
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Die Marseiller entwickeln ihren Mix von Chanson mit Ohrwurm-Charakter, südamerikanisch beeinflussten Grooves und Blue-Notes erfolgreich weiter.

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Putan de cançon, Mon Ouragan, Bons Baisers De Marseille

In den letzten fünf Jahren ist aus dem ehemaligen Nebenprojekt des «Massilia Sound Systems» eine Truppe gewachsen, die mit ihrer 5. CD belegen, dass sie ziemlich genau wissen, wohin die Reise geht. Tatou, Frontmann und bekennender Okzitane, ist immer noch Dreh- und Angelpunkt der Band. Die hat sich aus einem Trio mittlerweile zu einem Quintett entwickelt – wobei auffällt: drei Mitglieder sind Schlagzeuger / Perkussionisten. Das heisst jetzt aber nicht, das die Melodie zu kurz kommt. Im Gegenteil, denn die Drei begreifen ihre Instrumente nicht als Schlagwerke, sondern als Melodien-Macher.

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Hindi Zahra – Handmade

2. März 2010  
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Sie hat das Nomadentum in den Genen, sowohl was ihr Leben betrifft, als auch ihr musikalisches Erbgut. Kein Wunder fällt diese Produktion zwischen sämtliche Musik-Kategorien – globalsounds eben.

Hindi Zahra wuchs in der Kleinstadt Khouribgha im Zentrum Marokkos als Kind von französisch-marokkanischen Eltern auf; d.h. das war die Heim-Adresse, denn die Familie war viel auf Reisen. Mit 18 fand sie einen Job in Paris, im Louvre. Heute pendelt  sie zwischen verschiedenen Heimaten und Künsten hin und her – eine Nomadin eben. Ihre Idole kommen aus ganz unterschiedlichen Kulturen: Ella Fitzgerald steht für den Jazz, Yma Sumac für eine magische Stimme und die Exotik Südamerikas, und Oum Kalsoum als die arabische Stimme schlichthin. In einem Interview erklärte sie Stefan Franzen (JazzThing), warum vor allem diese drei sie beeinflussten: Weiterlesen

Martha Wainwright – Piaf Record

4. Februar 2010  
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Eine neue Interpretation muss sich immer mit dem Original messen – Martha Wainwright braucht den musikalischen Vergleich mit der Originalinterpretin, Edith Piaf, nicht zu fürchten.

Neben Essen und Kleidung gehörte wohl die Musik zur Grundausstattung des Wainwrightschen Haushalts: Vater Loudon Wainwright III machte sich einen Namen als Singer-Songwriter und Schauspieler, Mutter Kate stammt aus der Folk-Musikerdynastie der McGarrigle. Nicht erstaunlich deshalb, dass sowohl Martha wie auch Bruder Rufus Musiker wurden. Die Songs der Piaf gehörten für Martha zu den frühesten musikalischen Erinnerungen. Auf der eigenen Homepage erzählt sie von der Nähe zu Piaf:

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Moussu T e Lei Jovents – Forever Polida

17. September 2009  
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moussu-t-forever-polidaChansons tönen in jeder Region Frankreichs anders – in denen aus Marseille singt man ab und zu nicht mal französisch. Aber Paris ist ja schliesslich auch nicht die Welt.

Tatou, alias Moussu T, hat als Mitgründer des «Massilia Sound Systems» viel dazu beigetragen, dass die okzitanische Sprache ein Revival erlebt. Die Sprache ist zwischen dem Piemont und Katalonien beheimatet, und war im 12 Jhd. die bevorzugte Sprache der Troubadoure in ganz Europa. Jetzt wird sie  für die Neuzeit wieder fit gemacht. Marseille war seit Jahrhunderten ein Schmelztiegel der Kulturen, und der Träume. In Paris wurde das Land regiert, aber in Marseille tat sich das Tor zur Welt auf.

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Souad Massi – Deb

5. August 2009  
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souad-massi---debMit der zweiten Produktion machte die algerische Sängerin klar, wohin die Reise gehen würde: Folk-Chansons mit magrebinischen Melodien, das wurde ihr Markenzeichen.

Souad Massi ist eine Folksängerin im amerikanischen Sinn, aber in arabischer, eigentlich mediterraner Form. Als Folk-Sängerin mit Gitarre holte sie als Teenager erste Bühnenerfahrung. Die erste Band, eine Flamenco-Gruppe, war ein Misserfolg. Darauf zog sie mit der Hardrockband ihres Bruders durch’s Land. Als sie 1999 an’s Festival Femmes d’Algerie nach Paris eingeladen wurde, stellten sich ihre Lebens-Weichen. Mit dem Erstling «Raoui» (der Geschichtenerzähler – 2001) drückte sie aus, warum sie Musik machen wollte. Mit «Deb» (2003) machte sie deutlich, wo ihr musikalische Heimat ist – die ist gross.

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