Yemen Blues – Yemen Blues

18. Januar 2012  
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Jemenitische Melodien, latinisierte Wüsten-Rhythmen und jazzige Arrangements – zuviel Fusion? Keineswegs, dieser etwas intellektuelle Wüstengroove hebt nicht ab, bleibt gut geerdet.

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 Eli, Um Min Al Yaman, Jat Mahibathi

Im Zentrum der Grosstruppe mit Musikern aus Israel, Uruguay und New York steht Sänger und Gimbri-Spieler Ravid Kahalani. Der zweite Grundpfeiler der Truppe ist der Bass- und Oud-Spieler Omer Avital. Beide stammen aus einer jemenitischen Familie, wobei Omer’s Stammbaum auch noch eine marokkanische Wurzel hat. Während Ravid seine Karriere in Israel startete machte sich Omer in der Jazz-Szene New Yorks seinen Namen. Das tönt alles nach etwas zu viel Fusion, doch die beiden arbeiten sehr sorgfältig an ihrem Amalgam aus den verschiedensten Musikwelten.

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Ofra Haza – Yemenite Songs

12. Oktober 2010  
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Dieses Album legte 1985 den Grundstein für Ofra Hazas internationale Karriere. Ihre beiden grössten Hits gibt’s hier noch ohne elektronische Postproduktion.

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Im Nin’ Alu, Galbi, Ayelet Chen

Die israelische Sängerin war in ihrer Heimat bereits eine berühmte Sängerin und Schauspielerin, als sie sich dran machte, die Welt zu erobern. Sie versuchte es 1983 erst mal via den European Song Contest. Aber der Erfolg kam erst, als ihr 1984er Album «Yemenite Songs» in die Finger von Ben Mandelson gelangte, der das Original auf seinem Global Style Label neu veröffentlichte. Nach einer kurzen aber weltumspannenden Karriere zog sich Ofra Haza wieder ins Privatleben zurück. Sie starb 2000 in Tel Aviv.

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Balkan Beat Box – Blue Eyed Black Boy

9. April 2010  
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Zurück und gleichzeitig vorwärts, das schaffen nur wenige! Balkan Beat Box haben sich neu und schärfer definiert, es ist ein Ohrenschmaus.

Auch wenn Leute mit Hang zu Political Correctness jetzt vielleicht tief durchatmen müssen: Balkan Beat Box haben ihre Zigeuner-Wurzeln neu erforscht, die familiären wie die ideellen. Was auch immer an genetischen  Bezügen da ist, wird eingebracht: Israel, Balkan, New York, Karibik, Klezmer, Dub, Mittelmeer. Dass aufkeimende Altersweisheit nicht vor Klartext schützt, ist auch selbstverständlich. Entstanden sind die Song noch «in Bush times» (Zitat aus einem Interview in der aktuellen «Songlines»-Ausgabe). Und so sind einzelne Zeilen auch recht bitter: Weiterlesen

Yasmin Levy – Sentir

9. März 2010  
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In den letzten zehn Jahren ist Yasmin Levy zu einer Leitfigur der Ladino-Musik geworden. Auf dem aktuellen Album hat Produzent Javier Limón leider die dramatische Seite der Sängerin etwas gar stark überzeichnet.

Die ladinische Musiktradition, diese Stilmischung aus maurischen, jüdischen, und spanischen Quellen hat dank Sängerinnen wie Yasmin Levy in den letzten Jahren ein neues Publikum gefunden. Eine wichtige Würze in diesem Musikmix brachten die Gypsies mit. Sie halfen nicht nur mit, in den folgenden Jahrhunderten den Flamenco auszuformen, sondern verbreiteten als Fahrende, zusammen mit den vertriebenen Juden, die Melodien auch im ganzen Mittelmeerraum.

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Idan Raichel Project – Within my Walls

3. März 2009  
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idan-raichel-wallsIdan Raichel hatte sich für seinen internationalen Zweitling wohl zu viel vorgenommen – er ist in (und mit) der Produktionstechnik untergegangen.

Als vor rund einem Jahr die Welt auf das Idan Raichel Project aufmerksam wurde, konnte der junge Israeli aus dem Vollen schöpfen: Die internationale Veröffentlichung war  ein “Best of”-Album seiner beiden in Israel bereits erschienenen Hit-Alben. Und sein Konzept überzeugt: Musiker aus der Grossregionen Naher Osten und dem nördlichen Afrika musizieren und produzieren gemeinsam. Das “zusammen” war die ausschlaggebende Komponente, Respekt und Verständnis gegenüber anderen Kulturen die Grundlage des Erfolgs.

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Yasmin Levy – Mano Suave

11. Februar 2009  
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yasmin-levi-mano-suaveDie Worte stammen aus einer Sprache, die fast niemand mehr  spricht. Die Musik ist irgendwie spanisch, und doch nicht – Yasmin Levy lässt Jahrhunderte verschmelzen.

Die Texte sind mehrheitlich in Ladino geschrieben, jener jüdisch-spanischen Sprache, welche die sephardischen Juden als ihre Muttersprache über manche Jahrhunderte bis ins Heute retteten. Die Musik der israelischen Künstlerin wächst aus denselben Wurzeln, die auch den Flamenco nährten. Die sephardischen Juden haben sich nach ihrer Vertreibung aus der iberischen Halbinsel rund um’s Mittelmeer niedergelassen. So ist es denn nicht verwunderlich, dass sich auch arabische, griechische, türkische oder marokkanische Melodien in die spanischen Lieder einnisten. Die arabische Oud ist ebenso wichtig wie die spanische Gitarre, die Ney Flöte ebenso selbstverständlich wie die Klarinette.

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