Leyla McCalla – Vari-Colored Songs

11. April 2014  
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Lieder ihrer ehemaligen Heimat Haiti und Blues-Songs zu Gedichten von Langston Hughes machen das Repertoire dieser Produktion aus – Vari-Colored beschreibt diese Melodiensammlung in mehrfacher Hinsicht.

Layla McCalla ist von Haus aus klassische Cellistin, und von Geburt Haitianerin. Aufgewachsen ist sie in New York und heute lebt sie mehrheitlich in New Orleans. Bekannt wurde sie bei uns als Mitglied der «Carolina Chocolate Drops», jener Band, welche das Repertoire der schwarzen Banjo-und-Streicher-Tanzbands in den Südstaaten wieder aufleben lässt. Oder man kann sie  in den Strassen von New Orleans eine Bach Suite spielen hören.

Dieses Album ist eine Herzblut-Produktion von McCalla. Die eine Hälfte der Songs stammt aus dem traditionellen haitianischen Liederalbum, die andere Hälfte besteht aus meist bluesig vertonten Gedichten von Langston Hughes, Autor, Aktivist und Humanist. Als Librettist von Kurt Weill entstand u.a. eine der ersten afro-amerikanischen Opern: Street Scene, aus der ein Song ebenfalls auf diesem Album neu zu entdecken ist. Einige seiner Gedichte und Geschichten hat McCalla in bluesige Melodien gefasst, spärlich instrumentiert mit Cello, Banjo, Gitarre und Geige. Die Melodien stehen im Zentrum, sie leben durch die Kraft einer ehrlichen und berührend ausdrucksstarken Interpretation.

Ein wunderbares Liederalbum, nicht nur was für Folk-Freunde. Live zu erleben ist Layla McCalla am 1. Mai an den Stanser Musiktagen!

Rating: ★★★★½ 

Weiterführende Links

Samba Touré – Albala

7. Juni 2013  
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Samba Touré tat seine ersten Schritte auf dem internationalem Musik-Parkett im Schatten des Altmeisters Ali Farka Touré – das ist nicht unbedingt ein Vorteil.

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Ali Farka Touré with Ry Cooder – Talking Timbuktu

19. Dezember 2012  
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Es ist ein trauriger Anlass, der mich diese CD wieder mal aus dem Gestell holen lässt: in Malis Norden führen islamistische Fundamentalisten einen Kulturkampf, indem sie die Seele Malis, die Musik, zu Tode prügeln.

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 Soukora, Ai Du, Diaraby

Für Weltmusik-Ohren war die Zusammenarbeit von Ali Farka Touré, dem Blueser aus dem Norden Malis, und Ry Cooder, dem musikalischen Spurensucher aus Kalifornien, eine Entdeckung. 1994 waren kultur-übergreifenden Musikprojekte noch selten. Cooder hatte bereits einschlägige Erfahrung. Da war bereits 1975 die Zusammenarbeit mit der Hawaii-Legende Gabby Pahinui, und 1993 das Album mit dem indischen Slide-Gitarristen V.M.Bhatt.

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Sidi Touré – Koima

20. November 2012  
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Akustischer Folk-Blues aus dem Norden Malis, Melodien die ruhig und sicher fliessen wie der Niger, unaufgeregt und zuversichtlich – der Fluss findet immer einen Weg.

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 Maimouna, Woi Tiladio, Tonid Karaa

Sidi Touré ist kein jugendlicher Heisssporn mehr – und auch nicht verwandt mit dem grossen Mali-Blues-Übervater Ali Farka Touré. Sidi hat Mali und die Sahelgegend hin und her bereist. Sein erstes Album «Hoga» für Stern’s entstand bereits Mitte der 90-er Jahre, fand jedoch nicht das erhoffte Echo im Westen. Es brauchte die Video-Aufnahmen von Vincent Moon und einen Platz in seinen Take-Away Videos um den Westen auf den Gitarristen und Sänger aufmerksam zu machen.

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Habib Koité & Eric Bibb – Brothers In Bamako

31. Oktober 2012  
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Vor dreizehn Jahren trafen sich die beiden Sänger/Gitarristen zum ersten Mal – dank einer Compilation. Jetzt haben sie den Plan einer gemeinsamen CD umgesetzt: Blues zwischen Bamako und New York.

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Tombouctou, We don’t care, With My Maker I Am One

«From Mali to Memphis» hiess die Putumayo-Compilation die je einen Song der beiden charismatischen Sänger/Gitarristen enthielt. Schon beim ersten persönlichen Zusammentreffen wurden Pläne geschmiedet. Aber es mussten über zehn Jahre vergehen, bis die beiden sich dann tatsächlich hinsetzten und an einem gemeinsamen Repertoire arbeiteten. Eric Bibb pflegt den Fingerpicking-Style und Habib Koité spielt eine Gitarre, die gerne mal wie eine Ngoni klingt. Beide besitzen Stimmen, die berühren, und beide wissen, dass der Blues eine transatlantische Angelegenheit ist.

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Boubacar Traoré – Mali Denhou

8. März 2011  
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Nach fünf Jahren gibt es wieder ein Lebenszeichen der Blues-Ikone aus Mali – es ist ein tänzelndes, fröhliches Album.

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Mondeou, Mali Denhou, N’Dianamogo

Boubacar Traoré ist der letzte der noch lebenden grossen Blueser aus Mali. Etwas anders als seine Kollegen Ali Farka Touré oder Lobi Traoré hat er sich seit jeher gerne ausserhalb der Traditionen bewegt, seiner Musik immer wieder eine neue Färbung, ein neues Kleid verpasst. In den 60er und 70er Jahren liess er es twisten und grooven, in den 80er und 90er Jahren herrschte die totale Melancholie. Jetzt ist wieder Lebensfreude hörbar, und gelassene Altersweisheit.

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Hazmat Modine – die «Band der ungeliebten Instrumente»

14. April 2009  
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hazmadLachend definiert Wade Schuman so seine Truppe aus Brooklyn. Kein Wunder: Tuba, Zimbal, und zwei Frontleute mit dem Hauptinstrument Mundharmonika, das ist nicht das normale Lineup einer Bluestruppe. Aber Blues spielen sie eigentlich auch nicht, irgendwie.

Hazmat Modine sind im 2009 auf grosser Europatour. Der erste Frühjahrsabstecher bringt sie auch in die Schweiz an die Stanser Musiktage, im Juli und August geht es dann kreuz und quer durch Europa. Im Gepäck die immer noch aktuelle CD «Bahamut», ein perlendes Prunkstück. Wer sie schon mal live erlebte, z.B. am Stimmenfestival 2007 in Lörrach, weiss: Die Band ist live noch besser. Die aktuellen Tourdaten gibt’s auf MySpace.

Der Bandleader Wade Schuman ist im zweiten Leben Lehrer an der Kunstakademie in New York, und er malt auch. Hier ein Blick auf seine Leinwände.

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Taj Mahal – Maestro

16. Januar 2009  
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taj-mahal-maestroIn der Definition ein Blueser, im Herzen ein Weltmusikant. Taj Mahal hat die Welt bereist, mit Musikern aus allen Kulturen gespielt, sich aber nicht vereinnahmen lassen. So hat er sein ganz eigenes Musik-Genre geschaffen.

Es hat viele Gäste auf dem aktuellen Album: Angelique Kidjo, Toumani Diabaté, Ben Harper u.a. – alle haben sie ihren Teil beigetragen. Dass dabei der eine oder andere Songs bereits die dritte oder vierte Coverversion einer eigenen Komposition ist, tut der guten Laune keinen Abbruch. «Further on down the road», hier mit Jack Johnson, hat den Blueser seine ganze Karriere lang begleitet. Und die erstreckt sich mittlerweile auch schon über 40 Jahre.

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Hazmat Modine – Bahamut

14. Dezember 2008  
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hazmat-modine-bahamutDiese CD ist rein vom Instrumentarium her ein Hörerlebnis – kommt noch der Groove dazu ergibt das zusammen ein schlichtweg gradioses Album.

«Wir spielen in unserer Band all die ungeliebten Instrumente», meint Bandgründer Wade Schuman – und er meint damit Instrumente wie das Claviola oder das Sarussaphone. Ja, Cimbal wird auch gespielt, jene Menge Saxophone bis runter zum Kontrabass-Sax. Grundbesetzung sind zwei Mundharmonikas, Tuba, Drums und eine Gitarre – mal Lap-, mal Hawai-, mal Resonator-,  mal normal. Und damit ist man bei musikalischen Verwandtschaften der 30er-Jahre Harmonika-Bands.

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